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25.08.2014

INFO und REZEPT: Was mach ich mit… Melanzani?

Melanzani (oder Auberginen für meine deutschen LeserInnen ;)) sind schon komisch. Man kann nicht genug von ihnen kriegen, oder man hasst sie. Im Sommer gehör ich ja eher zur ersteren Fraktion, denn ich finde, neben Tomaten verkörpert kaum ein Gemüse den Sommer mehr als Melanzani. Aber wer schon einmal so eine richtig mit Fett angesoffene, schlecht zubereitete gegessen hat, will wahrscheinlich nie mehr wieder seine Zähne in das weiche Fleisch schlagen. Dabei sind Melanzani so vielseitig!

Beim Einkaufen kann man ruhig auch einmal zu gestreiften oder weißen Sorten greifen, die schmecken auch sehr gut. Wichtig ist nur, dass die Früchte schön fest sind und keine Druckstellen haben. Bevor man die Melanzani dann zubereitet, sollte man sie in die gewünschte Größe schneiden, dann ordentlich einsalzen und stehen lassen, bis sie Wasser zieht. Das entzieht ihr Feuchtigkeit und verhindert, dass sie sich mit Fett vollsaugen – das Gemüse ist nämlich der Badeschwamm unter den Nachtschattengewächsen und kann problemlos literweise Öl aufnehmen.

Melanzani kann man auf verschiedenste Arten zubereiten. Der Klassiker für mich sind in fingerdicke Scheiben geschnittene Melanzani, die man ordentlich einsalzt, dann trockentupft, mit Kräutersalz und Pfeffer würzt und dann in einer gusseisernen Pfanne auf beiden Seiten in Öl kross anbrät. Dazu passt eine Joghurtsauce. Natürlich kann man Melanzani auch wunderbar frittieren, sie schmecken nicht nur mit klassischem Paniermehl, sondern auch mit Panko ausgezeichnet. Aber natürlich kann man sie auch in Ragouts verwenden, z.B. Ratatouille - das Rezept kann ich sehr empfehlen!.

Ich mag sie aber persönlich am liebsten in Eintöpfen wie diesem. Die neuen Kartoffeln gibts jetzt grad am Bauernmarkt - sucht euch die kleinsten aus, die ihr finden könnt!

Melanzanieintopf

Zutaten:
  • 350g Melanzani, in 1x1 Zentimeter große Würfel geschnitten
  • 100g rote Paprika in 1x1 Zentimeter große Stücke geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen, gerieben
  • 1 Dose kleine weiße Bohnen (880g Abtropfgewicht), abgespült und abgetropft
  • 200g Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 500g möglichst kleine, neue Kartoffeln (größere sollten halbiert werden)
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 Pimentkörner
  • Zimtstange
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 MS Macis oder Muskat
  • ½ TL Chiliflocken
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • kleingeschnittene Frühlingszwiebel zum Garnieren
Zubereitung: Melanzani in Würfel schneiden, einsalzen und etwas stehen lassen, dann das überschüssige Wasser abgießen und abtupfen. In 4 EL Olivenöl rundherum anbraten, bis sie etwas gebräunt sind, dann die Zwiebel und die Paprika hinzufügen und so lange braten, bis die Zwiebel glasig sind. Knoblauch dazugeben und 30 Sekunden mitbraten, dabei darauf achten, dass der Knoblauch nicht schwarz wird. Kartoffeln hinzufügen und kurz mitbraten. Tomaten hinzufügen und so viel Wasser angießen, dass das Gemüse gerade bedeckt ist.  Mit Piment, Zimtstange, Garam Masala, Macis und Chiliflocken würzen, aufkochen und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Dann die Bohnen hinzufügen und mit Salz. Pfeffer und Zucker abschmecken. Wie alle Eintöpfe schmeckt das Gericht aufgewärmt besser.

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16.03.2014

INFO und REZEPT: Was mach ich mit... Erdnussbutter?

Denk ich an Erdnussbutter, fallen mir als Erstes fette amerikanische Kinder mit Peanutbutter-Jelly-Sandwiches ein. Aber die arme Erdnussbutter kann eigentlich nix dafür, dass sie aus diesem Grund von mir jahrelang im Supermarkt nur eines verächtlichen Blickes gewürdigt wurde. Sie hat nämlich noch viel mehr drauf, als die Unterlage für labbrige Sandwiches zu sein!

Erdnussbutter besteht eigentlich aus pürierten Erdnüssen – packt man Erdnüsse in einen leistungsstarken Mixer und bearbeitet sie zusammen mit etwas Salz und Öl lange genug, ist sie schon fertig. Ich habe keinen leistungsstarken Mixer und greife daher auf die fertige Variante zurück. Meistens kauf ich die von Alnatura, die schmeckt mir am besten.

Seit ich diverse Rezepte mit dem Zeug ausprobiert habe, fehlt es nie in meinem Vorratsregal. Außer als vegane Unterlage für Marmelade (aber auch Gemüse) ist Erdnussbutter nämlich unschlagbar als Zutat in asiatischen Gerichten wie diesem Pad Thai, vermischt mit etwas Zucker als Füllung für Cupcakes oder diese absolut geilen Kekse und als Teigzutat für diese Muffins. Ganz besonders mag ich auch einen großen Sack Spinat, gekocht, abgeschreckt und gut ausgedrückt, dann vermischt mit 1 EL Erdnussbutter, 1 EL Sojasauce und 1 TL Zucker. Und natürlich afrikanischen Erdnusseintopf - W., hier ist nun endlich das Rezept, von dem ich dir schon intensiv vorgeschwärmt habe!

Erdnusseintopf
Für ca. 4-6 Portionen, Rezept aus mehreren zusammengebastelt
 Zutaten:
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt (125g)
  • 1 kleine Selleriestange, grob gewürfelt (80g)
  • 2 Knoblauchzehen, gerieben
  • 350g Hokkaidokürbis (gabs noch beim Bioladen) oder Karotte, in 1-cm-große Würfel geschnitten
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • 1 geh. EL Tomatenmark
  • ½ Liter Wasser oder Suppe
  • 1 große Süßkartoffel, in 1-cm-große Würfel geschnitten (255g)
  • 130g Brokkoliröschen
  • 180g Erdnussbutter
  • 1 Prise Zimt
  • 1/8 TL gemahlener Cumin
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Spritzer Essig
  • Zur Deko und optional: feingeschnittene Frühlingszwiebel und gehackte Erdnüsse 
  • Optional: Chili oder Chilisauce nach Geschmack (hab ich aufgrund meiner Mitesserin A. weggelassen)
Zubereitung: Zwiebeln und Sellerie in Öl anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind. Kürbis bzw. Karotten dazugeben und kurz mitbraten, dann mit den Tomaten, Tomatenmark, 200ml Wasser und dem Knoblauch aufgießen und aufkochen. Nach 10 Minuten 125ml Wasser und die Süßkartoffeln hinzufügen. 5 Minuten köcheln, dann den Brokkoli hinzufügen, und, wenn notwendig, noch 125ml Wasser aufgießen. Erdnussbutter mit 50ml Wasser/Brühe vermischen und durchrühren. Dann zum Gemüse geben, mit Zimt, Cumin, Salz, Pfeffer und Essig würzen. Mit Reis servieren.

Austauschtipp: Wenn ihr keinen Sellerie mögt, Kürbis um diese Jahreszeit zum Kotzen findet oder Brokkoli euch zum Brechen bringt, verwendet einfach das, was ihr mögt. Kartoffeln und Kichererbsen sowie Erbsen passen sicher auch gut, und wenn ihr so wie ich sehr sehr SEHR (ähem) auf Bohnen steht, die gehen auch. Wichtig ist nur, dass ihr zuerst das harte Gemüse wie z.B. Kartoffeln kocht und das nicht ganz so harte Zeug später hinzufügt. Dosenbohnen oder -kichererbsen braucht ihr überhaupt nicht mitzukochen, sie werden erst am Schluss der Garzeit in der Soße erwärmt. Hier findet ihr übrigens weitere Rezepte für dieses Gericht, falls ihr nicht selbst experimentieren wollt.

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02.02.2014

INFO und REZEPT: Was mach ich mit... Linsen?

Als ich im Dezember auf Kurztrip in Potsdam war und meinen Freund R. besucht habe, machte er mich bei einem Essenseinkauf auf Folgendes aufmerksam: “Es gibt so viele tolles Zeug hier, aber ich hab keine Ahnung, was ich mit all dem Gemüse, das ich im Supermarkt sehe, anfangen kann. Was mach ich zum Beispiel damit?”  (Hier hielt er mir verzweifelt eine Süßkartoffel entgegen.) “Was zur Hölle ist das?! Und was mach ich damit? Du hast doch einen Blog. Kannst du da  nicht was machen?”

Sie wünschen, wir spielen.

Wie ich schon in diesem Beitrag zugegeben habe, bin ich ein ziemlicher Bohnencrack. Eigentlich steh ich auf alle Hülsenfrüchte (legumes sagen die Engländer, so ein schönes Wort, deshalb bitte anhören, wenn ihr dem Link folgt!), denn die sind so fürchterlich praktisch, wenn man etwas kochen will, von dem man billig satt werden soll. Und jetzt im Winter, wo die Gemüseauswahl nicht so toll ist, greife ich gern auf Eingedostes und Eingefrorenes zurück. Es lohnt sich also sehr, Erbsen Bohnen, Linsen oder Kichererbsen im Haus zu haben, besonders für Emergency-Küche, z.B. am Dreikönigstag, wenn man plötzlich vor verschlossenen Hofer-Türen steht, weil man als ehemalige Schülerin einer katholischen Privatschule auf diesen Feiertag einfach vergessen hat.
Dosenlinsen
Nicht hübsch (gerade Tellerlinsen sehen ja gern aus wie schon einmal gegessen), aber sättigend.
Da die Familie der Hülsenfrüchte eine große ist, beginne ich erst einmal mit den Linsen, von denen ich eigentlich nur die klassischen Tellerinsen richtig regelmäßig verwende. Mein Lieblingsgericht (bzw. das einzige Gericht, das ich wirklich oft damit koche), ist Linseneintopf. Den gibts dann auch nur im Winter und so ähnlich zubereitet, wie ihn auch meine Mama immer früher gemacht hat (nur tut sie auch noch Speck und Schlagobers hinein). Das Wichtigste ist übrigens, den Linseneintopf einen Tag vor dem Verzehr zuzubereiten. Wie alle Eintöpfe schmeckt er nämlich viel viel besser, wenn er in der Küche etwas herumgestanden ist.

Linseneintopf
Für 2-3 große Portionen

Zutaten:
  • 1 Dose Tellerlinsen, im Sieb ordentlich abgespült (sonst hat euer Schlafpartner in der Nacht sein persönliches Konzert ;))
  • 2 große Zwiebeln, feingewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben oder gehackt
  • 1 große Karotte (wenn keine Karotten vorrätig sind, dann nur Kartoffeln), in 2cm große Stücke geschnitten
  • 2 große speckige Kartoffeln, in zwei Zentimeter große Stücke geschnitten
  • 1 EL Tomatenmark
  • ca. 400ml Wasser oder Gemüsesuppe
  • ein Spritzer Balsamico- oder ein beliebiger anderer Essig
  • Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
  • Optional: 1 EL kleingehackte Petersilie + ein paar Spritzer Liquid Smoke
  • Optional für Fleischesser: Frankfurter, gekocht und kleingeschnitten bzw.  Speckwürfel, die man gleich mit den Zwiebeln am Anfang mitröstet
Zubereitung: Die Zwiebel bei mittlerer Hitze langsam hellbraun rösten (das kann schon etwas dauern, wenn man es langsam angeht, bei mir dauert es meistens ca. 10 Minuten). Den Knoblauch hinzufügen und kurz mitrösen, darauf achten, dass er nicht braun wird. Dann mit so viel Wasser/Suppe aufgießen, dass die Zwiebeln gerade ein bisschen schwimmen, 1 TL-Salz, 1 EL Tomatenmark, ½ TL getrockneter Oregano und 1 EL Essig dazu und 5 Minuten dünsten zugedeckt dünsten lassen.
Anschließend Karotten und Kartoffeln hinzufügen und mit so viel Wasser/Suppe aufgießen, dass das Gemüse bedeckt ist. So lange auf mittlerer Hitze kochen, bis alles gar ist. Wenn die Flüssigkeit zu schnell verdunstet, zwischendurch etwas nachschütten.
Die Linsen hinzufügen, kurz erwärmen und mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker abschmecken und den optionale Zutaten abschmecken. Nun kommt der schwerste Teil: Eine Nacht stehen lassen, dann essen. 
Linseneintopf-on-Tour
Schmeckt aufgewärmt und als Mittagspausenmahlzeit wirklich besonders gut!
Natürlich gibts auch noch andere tolle Rezepte mit Linsen, die ich schon mal gekocht, aber nicht verbloggt habe. Mit roten Linsen kann man z.B. Linsendal kochen, sie eignen sich aber auch wunderbar für Linsenaufstriche oder als Einlage für Suppen und Eintöpfe. Puy-Linsen und Berglinsen durfte ich schon öfter als Salat genießen – der da wäre doch ein Ausprobieren wert, jetzt, wo rote, vorgekochte Rüben am Bauernmarkt so billig sind!

Für alle, die jetzt richtig Lust auf Linsen bekommen haben – es gibt tatsächlich eine Linsenfanpage (musste sehr lachen, als ich die entdeckt habe ^_^) mit ganz vielen spannenden Rezepten.


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10.10.2013

INFO: Studentenfutter ODER wie man nach dem Auszug nicht verhungert

Das für mich (hoffentlich) letzte und für viele Erstsemestrige erste und aufregende Uni-Jahr hat begonnen – und so ziehen wieder hunderttausend junger hoffnungsvoller Menschen aus, um sich an den almae matres ihrer jeweiligen Studienorte in Einführungsvorlesungen zu setzen und in die Wunderwelt des Wissens einzutauchen. Und so beginnt auch wieder die Zeit der verkrusteten Pasta-Töpfe, fader Tiefkühlpizzen, labbriger Mitternachtsdöner (die echt nur schmecken, wenn man nudelfett ist) und leerer Geldbörsen am Monatsende.

Mein Herz blutet, wenn ich nur daran denke.

Liebe Studenten, es geht auch anders. Bereitet euch vor. Lernt kochen. Es macht Spaß, ich schwör! Und um wirklich alle davon zu überzeugen, habe ich mir das Hirn zermartert und versucht, für jeden Buchstaben des Alphabets einen Uni-Studenten-esstechnischen Begriff zu finden...

Ein Essens-ABC:

A wie aller Anfang ist schwer
Kochen ist nichts, was Menschen von Natur aus perfekt können. Übung macht den Meister, und selbst, wenn das von dir produzierte Gericht nicht besonders ist, es ist immer noch selbst gekocht, man weiß, was drin ist, und man hat etwas zustande gebracht. Das kann man von grauem Mensagatsch nicht immer behaupten. Und überhaupt:

Ich bin der lebende Beweis. 2006 habe ich es noch geschafft, Salzerdäpfel anzubrennen. (Nicht, dass ich das nicht immer noch schaffen tät, aber hey, ich find, ich bin weit gekommen ;))

B wie Bohne
Die Bohne, das Fleisch des sparsamen Studenten: Billig, sättigend, wandelbar. Chili, Hummus, Bohnensuppe, es gibt so viele Möglichkeiten! Am liebsten mag ich persönlich ja die Kichererbse, die ich erst auf der Uni kennengelernt habe. Sparefrohs kaufen getrocknete Hülsenfrüchte, Faule wie ich greifen zu Bohnendosen, und kochen daraus köstliche Gerichte. Ich muss allerdings zugeben, dass Bohnen vielleicht nicht das beste Mittagessen vor dem ersten Date oder einer langen Vorlesung sind, vor allem, wenn du noch keinen langjährig trainierten Bohnenmagen hast, der gegen die, ähm, duftige Wirkung von Bohnen immun ist.

C wie Café
Kaffeehausbesuche sind zwar nett (und ihre Frequenz nimmt zu, je länger man an der Uni ist), aber auch sehr sehr teuer, wenn man zu dem Typ Mensch gehört, der sich gern festredet. Im Kaffeehaus kann man aber nicht einfach sitzen, wenn man nichts konsumiert.

D wie Darmverstopfung
Wer zu viel Mist und zu wenig Ballaststoffe isst, ist früher oder später damit konfrontiert. Nicht schön..

E wie Eltern
Du bist im ersten Semester? Hoffentlich wohnst du nicht zu weit von daheim weg und hast ein Gefrierabteil oder einen Tiefkühlschrank. Vor allem Mamas sind der Meinung, dass ihre Schützlinge in einer fremden Unistadt eines schrecklichen Hungertodes sterben könnten. Und so wandern bei jedem Heimatbesuch unauffällig Tupperdosen mit Gulasch, gefüllten Paprika, Kuchen und kalten Schnitzeln in die Kinderreisetaschen. Durchaus praktisch, wenn man nicht selbst kochen kann oder will! Auch für die dem Kochen Mächtigen ist so eine fürsorgliche Person am heimischen Herd durchaus praktisch (und daheim schmeckt’s ja einfach am besten ;)). Einfach ein bisschen jammern beim nächsten Sonntagsessen – auf dass die mütterlichen (oder väterlichen) Essensquellen nie versiegen mögen!

F wie Fleisch
Wenn du nicht gerade vegetarisch oder vegan lebst, dann isst du wohl gern Fleisch. Leider ist gutes Fleisch richtig teuer, und wenn du auch noch auf artgerechte Tierhaltung achtest, dann ist es nahezu unmöglich, täglich ein Steak zu verspeisen. Fleisch ist aber nicht die einzige Eiweißquelle – auch Bohnen (siehe B) und andere Hülsenfrüchte eignen sich unter anderem hervorragend und kosten nicht so viel. Und das gute Gewissen gibt’s noch gratis dazu, wenn du weniger (oder gar kein) Fleisch (mehr) isst.

G wie Geld
Am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig? Ich koch in solchen Situationen immer Reis, Kartoffeln und irgendwas Karotten (die hab ich immer daheim). Falls euch das zu fad ist, es gibt auch andere Methoden, damit es gar nicht erst so weit kommt: Mach einen Essensplan für die Woche. Koch selbst und geh nicht so oft essen essen (eigentlich immer billiger). Geh mit einer Einkaufsliste einkaufen und kauf nur das, was du wirklich brauchst. Geh zu Hofer oder kauf preiswerte Hausmarken. Besuch den lokalen Bauernmarkt. Lebe saisonal. Und wenn alles nix hilft: Bei Mama oder Papa gibt’s ganz am Ende des Monats sicher etwas gegen das Loch im Bauch (siehe E). 

H wie Hofer
Hach ja, der Discounter… Wer sparsam lebt, ist dort richtig. Zwar gibt’s bei Discountern nicht alles, was man so gern hätt. Markenprodukte z.B. sucht man oftmals vergeblich, Spezialkram wie Kokosmilch oder Polpa gibt es nur, wenn gerade irgendeine Aktion stattfindet, und oft sind Discounter auch am A**** der Welt gelegen, wenn man kein Auto hat. Ich bin trotzdem ein großer Fan und freue mich jede Woche auf die neuen Prospekte. Gerade Hofer ist super, und die haben sogar Biozeugs zu akzeptablen Preisen!

I wie Inland
Klar, manchmal lachen einen die richtig guten Sachen halt gerade dann an, wenn sie so was von nicht Saison haben. Dafür schmecken sie meistens auch nicht besonders und sind schweineteuer. Wenn du bis zum Saisonstart des jeweiligen Obstes und Gemüses durchhältst, kannst du dir wochenlang den Bauch mit Zeug vollschlagen, das a) günstig und b) vollreif und gut ist. Ist ein bisschen wie Weihnachten, wenn die Erdbeer-, Spargel-, Himbeer- und Kürbissaison endlich anfängt, und wer schon einmal im August in eine vollreife Cherrytomate frisch vom Bauernmarkt gebissen hat, der verzichtet im Dezember auf harte rote Pingpongbälle aus dem spanischen Glashaus.

Uniessen 3
Reis mit Mangold und Erdnussbutter, dazu Misosuppe mit buntem Gemüse. Alles Pflanzliche stammt vom Bauernmarkt und hat gerade Saison. Omnom!

J wie Jamsession
Mein persönlicher Lieblingstipp, um üble Monate zu überstehen, ist, sich bei anderen zum Essen einzuladen. Irgendeinen freundlichen Kollegen hat man immer, der mittags kocht und tonnenweise Nudeln übrig hat, um andere durchzufüttern. Allerdings sollte man das nicht allzu oft machen, sonst wirkt man schnell wie ein geiziger Schnorrer. Hast du Geld oder dank einer Gemüseschwemme zu viele Zucchini, lad dir ein paar Freunde ein. Kocht doch gemeinsam. Du wirst staunen, wie die anderen würzen, ihre Zwiebel schneiden, ihr Nudelwasser kochen und wie lange sie Gemüse braten, bis sie glauben, dass es durch ist. Wenn du noch nicht so gut kochen kannst, lass dir was beibringen. Gemeinsam kochen macht unglaublich Spaß!

K wie Keks
Hier ein Keks, dort ein Stückchen Schokolade… Wenn du nicht kochen kannst, gibt es im ersten Jahr ohne elterliches Kochen eigentlich nur zwei Richtungen, in die sich dein Körper entwickeln kann. Entweder du hast so wenig Kohle, dass du immer dünner wirst, oder du nimmst zu, weil du aus lauter Hunger und Planlosigkeit anfängst, hemmungslos zu snacken, um deinen knurrenden Magen zu beruhigen. (Oder weil du kochen lernst und aus lauter Freude an der neugewonnenen Freiheit und deinen Kochkünsten alles selbst isst, was du kochst. Was mir nicht passiert ist. NEIN NEIN.)

L wie Lover
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Der beste Weg, um kochen zu lernen, ist, wenn man sich in den Magen eines geliebten Menschen einkochen will, es aber nicht kann. Dann übt man die Lieblingsgerichte und –kuchen des anderen halt so lange, bis sie gut schmecken und er/sie sagt: „Mmmmh, besser als bei Muttern!“

M wie Markt
OH YEAH. Das Eldorado jedes Fressbegeisterten bietet zu jeder Jahreszeit das billigste Gemüse, weil die fleißigen Landarbeiter dort ihre Waren nicht aus Übersee ankarren müssen. Wer schon einmal richtig guten grünen Spargel im Frühling, vollreife Tomaten im Sommer und pralle Zwetschken im Herbst gegessen hat, will nie wieder Glashauszeug. Kleiner Tipp für die Ladys: Geht man immer zu den gleichen (männlichen) Verkäufern, gibt’s mit einem netten Lächeln auch ab und an was gratis.

N wie Not again!
Wenn du nach ein paar Wochen draufkommst, dass du immer das Gleiche isst, und dir die Nudeln mit Fertigsugo schon bei den Ohren rauskommen, dann tu was gegen die Monotonie in deiner Küche. Besorg dir ein paar Kochbücher, geh in die Stadtbibliothek, frag Mutti oder Studienkollegen oder such dir ein paar gute Blogs, um deinen Essenshorizont zu erweitern.

O wie One-Pot
Hat man Stress, kein Geld und Hunger, ist Suppe oder Eintopf immer eine gute Wahl. Aus etwas Kokosmilch, Zwiebeln, Suppenpulver und einer Gemüsesorte lassen sich wärmende Süppchen kochen, und wenn du stückige Tomaten und Hülsenfrüche im Haus hast, dann hast du fast schon einen Eintopf gekocht. Weiterer Vorteil: Du musst nicht so viel abwaschen – ein Luxus, den du spätestens dann zu schätzen weißt, wenn du in eine WG ohne Geschirrspüler gezogen bist.

P wie Prüfungszeit
Die Prüfungszeit kommt jedes Jahr zwei Mal wie das Amen im Gebet. Trotzdem ist sie wie der erste Schneefall im Spätherbst, wo es jährlich Verkehrschaos, Unfälle und Tote gibt. Bereite dich also vor, damit du nicht, wenn du über deinen Büchern hockst, aufs Essen vergisst und dich dann von Mama in den Ferien wieder aufpäppeln lassen musst. Im Sommer sind hier Salate eine gute Wahl, im Winter Suppen, die du am besten gleich im Gulaschtopf für mehrere Tage auf Vorrat kochst.

Q wie Qual
Kochen sollte Spaß machen. Wenn’s dir keinen macht, weil du müde, krank oder zu hungrig zum Warten bist, dann geh essen. Wir wollen ja nicht päpstlicher sein als der Papst.

Uniessen 1
Und auch die Uni bietet erstaunlich gutes Essen um wenig Geld. Wer in Graz studiert, sollte unbedingt einmal dem unglaublich netten Wirt vom Café Libresso im Hauptgebäude einen Besuch abstatten und dieses köstliche Frühstück zu sich nehmen!
R wie Rachitis
Iss was Gscheit’s. Rachitis ist jetzt nicht mehr DIE Krankheit, die du dir mit schlechtem Essen einfangen kannst, aber auch Eisenmangel (sehr häufig, gerade bei Frauen!) oder ein zu hoher Cholesterinspiegel (wie ich, true story…) können von dem Scheiß kommen, den du dir in der Mittagspause zwischen die Zähne schiebst.

S wie Signature Dish
Wenn du nach einem Vorlesungsmarathon hundemüde nach Hause kommst, dann hast du vielleicht nicht mehr so viel Lust, noch etwas Neues auszuprobieren und stundenlang in der Küche zu stehen. Für diese Momente gibt es die Gerichte, die du auch noch im Delirium und ohne hinzusehen kochen kannst. Bei mir ist das Curry. Signature Dishes sind auch super, wenn man Menschen mit seinen Kochfähigkeiten beeindrucken will. „Wow, du kannst so gut kochen!“ – und in Wirklichkeit kannst du nur das eine Gericht perfekt, aber wer weiß das schon ;)

T wie Take Away
Essen gehen in Uninähe ist zwar oft billiger als anderswo, aber auch wieder teuer, wenn man es jeden Tag macht. Hast du keine Lust, dir täglich etwas vorzukochen, dann nimm dir eine Jause mit. Ob das nun superfancyBentoboxen sind, mit denen du deine Kollegen in den Selbstmord aus Neid treibst, oder ein simples Weckerl mit ein paar Gemüsesticks – du steigst immer billiger aus, wenn du etwas Essbares dabei hast.

U wie unterirdisch
Gutes Essen ist wichtig und kann deine Stimmung sehr zum Positiven beeinflussen. Wenn die Mensa in deinem Studienort daher grauslich kocht und einfach alles, was ihre Küche verlässt, wie grauer Gatsch ausschaut, dann geh nicht hin, nur weil das Essen billig ist. Das ist nur deprimierend. Besorg dir ein Kochbuch. Frag deine Oma, wie man Knödel kocht. Koch mit deinen Mitbewohnern. Du bist jetzt erwachsen, du kannst kochen lernen. Gegen unterirdisch schlechtes Essen!

V wie vegetarisch
Vegan leben ist natürlich sehr löblich, aber auch mit Aufwand verbunden. Und es kann ganz schön teuer werden, wenn du nicht auf deine gewohnten Lebensmittel wie Käse, Joghurt etc. verzichten magst. Vegetarisch essen ist dagegen gar nicht so schwer, und es schont den Geldbeutel und die Umwelt. Wenn du in einer größeren Stadt wohnst, gibt es sicher vegane und vegetarische Lokale, wo du in die Wunderwelt der fleischlosen Küche eintauchen kannst. Ein guter Tipp sind auch Volxküchen, die es in Jugendzentren etc. gibt – dort kocht man gemeinsam, meistens vegetarisch und oft auch vegan. Und für eine geringe Spende kannst du dir dort den Bauch mit pflanzlichen Köstlichkeiten vollschlagen.

Uniessen 2
Vegetarische Suppen gibts z.B. im Uni-Café. Das Kürbisgulasch mit Salat (6,90) auf dem Bild war wirklich gut!

W wie Was hab ich zu Hause?
Das Schönste am Kochen ist, wenn man es geschafft hat, mit dem zu kochen, was zur Verfügung steht. Richtig Geübte stehen vor dem gähnend leeren Kühlschrank, werfen einen kritischen Blick hinein, gehen in sich und einige Zeit später servieren sie ein sättigendes Gericht aus nur vier Zutaten. Wer sich damit schwer tut, es gibt auch schlaue Internetseiten, die helfen, Reste gut zu verwerten.

X wie Xanthophyll
Also mich macht der Buchstabe X in solchen Alphabetsaufstellungen immer etwas nervös. Zum Glück gibt’s aber das schöne unaussprechliche Wort von oben, das den gelben Farbstoff in Pflanzen beschreibt. Es gibt auch noch andere Pflanzenfarbstoffe, z.B. das bekanntere Lycopin, das in Tomaten vorkommt. All diese Stoffe sind richtige Wundermittel, weil sie freie Radikale abfangen und lange jung und schön halten. Die verschiedenen Farben der Früchte und Gemüsesorten zeigen an, dass verschiedene Wunderstoffe in ihnen drin sind, man sollte also möglichst viele unterschiedliche Farben essen. Na, wenn das kein Grund ist, am Markt beim Gemüse zuzugreifen und einen ganzen Regenbogen nach Hause zu tragen!

Y wie You had me at CAKE
Nichts beeindruckt mehr als ein richtig guter Kuchen, saftige Schoko-Cookies oder Cupcakes, vor allem, wenn es um potentielle Partner geht. Gleichzeitig ist selbstgebackenes Süßes  einfach nur unheimlich befriedigend. Backen ist nur leider oft teuer, weil man bei konventionellen Bäckereien Eier (die du ja sicher nur in Bio- und Freilandqualität kaufst!) und Butter braucht. Veganes Backen ist da oft die Lösung des Problems, weil die besseren Rezepte aus billigen Zutaten die besten Resultate zaubern. Probiert doch mal diese Cookies oder diese Muffins aus, niemand wird den Unterschied merken, da leg ich meine Hand ins Feuer ;)

Z wie Zwiebel
Für mich persönlich die allerwichtigste Zutat bei der Studentenküche, weil sie für 95% der herzhaften Gerichte, die ich koche, essentiell ist. Beim Einkauf solltet ihr darauf achten, dass die Zwiebeln nicht von innen her faulen, was manchmal bei sehr großen Netzen der Fall sein kann. Ich kauf meine lieber am Markt, da kann ich mir jeden genau anschauen und muss mich beim Kochen weniger ärgern, wenn der allerletzte Zwiebel für die Suppe wieder einmal gammlig ist. Ist für dich etwas anderes DIE Zutat: Lass es nicht ausgehen. Niemals. NEVER. O_________O

Liebe Erstsemestrige und alte Hasen, was würdet ihr dieser Liste noch an Tipps hinzufügen? Ich freu mich über Feedback und wünsche allen einen guten Start ins Wintersemester!

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25.04.2013

INFO: Meine Mehlmilbenplage

„Sag amal, liest eigentlich niemand deine Beiträge?“, fragte mich meine Freundin und treue Leserin Viki kürzlich. Nach dem letzten Eintrag hatte ich dieses Gefühl auch. Alle bewunderten die tollen Bilder von der Teeparty, aber niemand beachtete mein Gejammer über das ekligste Ungeziefer nach Kakerlaken: Mehlmilben. Doch da kann ich helfen ;)

Dieses Bild habe ich von hier.

So. Jetzt wissen es wirklich alle. Ich hatte Mehlmilben in meiner Küche. Die sehen aus wie graubrauner Staub und sind winzig klein, deshalb muss man genau hinschauen. Doch wenn man sie erst einmal entdeckt hat, dann sieht man sie überall – es ist wie eine optische Täuschung, weil sich jede Staubfluse zu bewegen scheint (und sie bewegt sich wirklich. Mit Hilfe von unzähligen Beinpaaren.) Aber jetzt ist alles anders, denn die Krabbler in meiner Küche sind dahingemetzelt. Es war ein Massaker sondergleichen, das sag ich euch! Um der Plage Herr (oder Herrin?) zu werden, habe ich mit üblen Waffen gekämpft und auch vor Schlägen unter die milbische Gürtellinie nicht zurückgeschreckt.

Jetzt im Detail und für alle, denen der Kampf noch bevorsteht (ich selbst hab mir die Finger wundgegoogelt): Ganz zu Beginn des Kampfes habe ich alles - und ich meine alles, siehe diese Fotos als Beweis, wie viel da herumstand - aus der Küche ausgeräumt und akribisch alle befallenen Lebensmittel aussortiert bzw. weggeschmissen. Am schlimmsten befallen war übrigens das Süßigkeitenregal – mitgebrachte, nicht luftdicht verschlossene Kekse aus Japan waren der Herd des Übels…Aber auch offene Flaschen (mein selbstangesetzter Vanilleextrakt, diverse Liköre etc. waren innen und außen befallen, die Viecher kommen wirklich durch die kleinsten Ritzen, Lücken und überall rein. Genau schauen lohnt sich also!)

Das, was nur äußerlich befallen war, wanderte in den Tiefkühler, denn frostige Minusgrade mag kaum ein Tierchen. Danach musste all das Geschirr in den Geschirrspüler, da die Biester auch dort herumkrabbelten. (Hier stellte ich fest, dass ich verdammt viel Geschirr und anderes Zeug in meiner Küche lagere und mein Minigeschirrspüler für solche Aktionen viel zu klein ist, denn die Waschaktion dauerte ungelogen TAGE. Der weltbeste Freund stieß sich mehr als einmal die Zehen bei Töpfen, Tellern und Tassen im Schlafzimmer an. Sein Fluchen war wahrscheinlich bis auf die Straße zu hören.) 

Anschließend räumte ich das Geschirr in andere Räume und begann Gift in die Schränke zu versprühen. Ein Milbenspray vom Tierarzt, einst für die Meerschweinchen gekauft, leistete gute Dienste, verschaffte mir allerdings einen gehörigen Brummschädel, als ich an Tag 1 ohne zu lüften kiloweise Insektizide in die Luft blies und natürlich gleich wieder einatmete. Tjaaa, die Packungsaufschrift zu lesen, bevor man sich selbst beinahe umbringt, wäre von Vorteil gewesen! Und später musste ich außerdem feststellen, dass man das Zeug sowieso nicht in Lebensmittelnähe verwenden soll. Hm.

Nachdem ich die Prozedur noch zwei Tage wiederholte, diesmal aber bei geöffnetem Fenster, und der Milbenbefall weniger wurde – es krabbelten nur noch einige sehr hartnäckige Exemplare – kam Teil Zwei des Ausrottungsplans. Nachdem ich alle Schränke sehr gründlich gesäubert hatte, wurden ein elektrischer Luftentfeuchter und ein Hygrometer angeschafft. Milben mögen es nämlich feucht und warm und wenn man kocht, hat es genau diese Voraussetzungen in der Küche. (Bei mir kommt die Küche bei einer mittelmäßigen Kochaktion auf über 60% Luftfeuchtigkeit, perfekte Brutbedingungen für meine achtbeinigen Freunde ;)) Nun drosselten der weltbeste Freund und ich die Luftfeuchtigkeit für fast eine Woche auf ungemütliche 40%. Davon kriegt man Halskratzen und trockene Augen, wenn man ein Mensch ist.
Ist man allerdings eine Milbe, bedeutet so eine Luftfeuchtigkeit den baldigen Exitus.
Der Luftentfeuchter holte über Tage literweise Wasser aus der Luft. Wir saßen röchelnd und hustend beim kargen Frühstück in der Küche. Ich glaubte, die Spinnentierchen kreischend sterben zu hören. Welch Befriedigung.

Der letzte Teil des Krieges war ein Stellungskrieg und zog sich über zwei Wochen. Zuerst kam Mutter spross mit einem Sammelsurium an chemischen Helferleins und half mir an einem schönen Samstag, die Küche bis auf den letzten Brösel zu säubern. Wir haben Schränke, Geräte und Tische verrückt (sowie Dinge gesehen), doch dann war alles blitzsauber – und ich meine sauber, so sauber war es in der Küche wahrscheinlich nur beim Einzug. Die Lebensmittel, die ich nun langsam wieder aus dem Tiefkühler holte, wanderten in luftdicht verschließbare Boxen. Viel war es nicht – ich hatte fast alles verloren, und so gab es wenig spannende Küche von Salat bis Suppe und wieder retour. Alles, was an Lebensmitteln neu ins Haus kam und für Milben interessant sein konnte, musste zuerst einen Tag in den Tiefkühler, sofern es gefriergeeignet war. Ich putzte die Regale dreimal täglich mit Essigreiniger sowie Desinfektionsmittel.

Nun, nach unzähligen Wochen des Krieges, habe ich die Küche wieder für mich. Die Schränke sind wieder gefüllt, aber die Vorräte allesamt gut verpackt und sichtbar geschrumpft. So viel Zeug kommt mir nicht mehr ins Haus, das steht fest! Die Milbeninvasion ist also vorerst zurückgeschlagen. Offen etwas ins Regal zu stellen werde ich mich so schnell nicht wieder trauen, denn da sind ja auch noch die sogenannten Dauernymphen…

Erzählt mir von eurem schlimmsten Schädlingsbefall!

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15.03.2013

INFO: Wie man diesem Blog folgen kann

Durch die Bloggerwelt geht ein verzweifelter, gurgelnder Aufschrei – der Google Reader wird am 1. Juni eingestampft und somit kann man Google Friend Connect bald nicht mehr zum Verfolgen verwenden.(Und viele BloggerInnen werden wohl Selbstmord begehen, wenn sie ihre Followerzahlen nicht mehr dick und fett durch das Google-Friend-Connect-Tool präsentieren können, hihi~)

Ich persönlich verwende GFC sowieso nicht, weil der schon seit Ewigkeiten nicht mehr gscheit funktioniert, sondern lese wie meine Kollegin Christa von belleza e libri alles mit bloglovin’. Aber weil nicht jeder bloglovin mag und ich sowieso irgendwann im 21. Jahrhundert ankommen sollte, gibt’s jetzt auch eine Facebook-Fanpage zum Blog. Einfacher abonnieren geht nun wirklich nicht mehr. 
Facebookauftritt

Alle Facebookverweigerer haben auch noch die Möglichkeit, mir per RSS-Feed zu folgen. Die Verfolgemöglichkeiten findet ihr auf der linken Seite des Bildschirms - ich würd mich freuen, wenn ich euch als Leser und Leserinnen nicht verliere, sondern ihr mir weiter treu bleibt ;)

Wie verfolgt ihr eure Lieblingsblogs?

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10.03.2013

INFO: Moo Mini Cards


Ab und zu muss man sich was gönnen. Zum Beispiel Moo Minicards, die ich vor einiger Zeit bei Janneke von Orangenmond gesehen habe. Ihre winzigen Karten haben mir das Herz gestohlen – so ein schönes Design und eigene Bilder von ihrem Blog, solche musste ich auch haben, Geld sparen hin oder her.

moo cards 1

Und hier sind sie nun, meine Minicards, verpackt in einer feschen weißen Papierbox, sodass man sie immer und überall mit dabei haben kann. Vorbei die Zeiten, als ich die Blogadresse auf ein Stück Serviette oder Papier kritzeln musste ;)

Zu bestellen sind die Karten hier, sie kosten knappe 18€ für 100 Stück, die der weltbeste Freund für mich gezahlt hat. Das Erstellen der Karten ist ganz leicht – sogar Technikdeppen wie ich kriegen das hin - und die Freude, das eigene Design in Händen halten zu können, ist riesig. Und sie schauen wunderbar hochwertig aus, finde ich.

moo cards 2

Vier Motive von meinen Blogfotos habe ich mir ausgesucht: die Kokospancakes, die Erdnussbuttercupcakes, die süß-saure Suppe und die Kokos-Quinoa-Pfanne. Auf die Rückseite hab ich meinen Namen, die Adresse des Blogs und meine Emailadresse gepackt. Gott, ich fühle mich so wichtig mit meinen neuen Visitenkarten ;) So klein (siehe Größenvergleich) und so hübsch!

moo cards 3

Kennt ihr Moo? Habt ihr Visitenkarten für euren Blog?

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30.01.2013

INFO: Wie man Zeug los wird

Heute habe ich nur ein Bildchen für euch - die Prüfungszeit naht ja für alle Studenten und Studentinnen und ihr braucht sicher Ablenkung vom Lernen. Was ist da besser, als sich mit dem Aussortieren von Kram zu beschäftigen? Denkt immer an diese Tatsache: "Die Wohnung ist nie sauberer als zu dem Zeitpunkt,  wenn man für eine Prüfung lernt oder eine Seminararbeit schreibt". 


Es muss ja nicht 40 Tage dauern, bis man alles durch hat, das geht sicher auch schneller. ;) In diesem Sinne: Frohes Prokrastinieren!



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17.12.2012

INFO: Mein neuer Reiskocher

Ich hab einen Neuen. Er hält mich seit mehreren Wochen auf Trab und lenkt mich ab, denn er ist schlank, sexy und kann fast alles. Seine weiche, weiße Oberfläche glänzt im Licht meiner Küchenlampen verführerisch, seine tausend Funktionen machen ihn unersetzbar für den täglichen Einsatz. Seine sanfte Piepsstimme ruft mich zu Tisch, wenn er alles erledigt hat, und so habe ich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge (Science-Fiction-Romane lesen oder Animes schauen, zum Beispiel), ohne dass ich mich um ihn kümmern muss. Er ist mein neuer, aus Tokyo importierter Fuzzy-Logic-Reiskocher. Mein altes Gerät musste leider ausziehen, doch die Trennung fiel mir nicht allzu schwer. Ich bin verliebt!
der neue

Höre ich da Stimmen, die meinen, man brauche keinen Superduper-Reiskocher mit tausend Funktionen, denn am Herd oder mit einem billigen Reiskocher gehe Reiskochen genauso schnell und gut?

Höhöhöhö, mitnichten! Dieses Wunderding der Technik hat gegenüber den beiden anderen Methoden mehrere entscheidende Vorteile: Es brennt nichts an, es kocht nichts über und alles, was man einfüllt, kommt perfekt gekocht wieder heraus. ("Hallo, ich bin Nadja. Ich bin Reiskochlegasthenikerin.") Das muss aber nicht zwangsläufig japanischer weißer Rundkornreis sein, auch wenn dieser natürlich phänomenal gut wird ;) Nach einigen Experimentierversuchen kann ich berichten:
  • Hirse wird locker-flockig – nie mehr ein harter Kern oder angebrannte Reste!
  • Brauner Reis kocht ohne Anbrennen und schmeckt köstlich-nussig
  • Quinoa wird perfekt-körnig, tendiert aber zum Anbrennen, wenn man ihn nich 10 Minuten vor Ende der Garzeit umrührt und den Reiskocher aussteckt.
  • Porridge aus groben Haferflocken und Sojamilch kocht der Reiskocher über Nacht auf den Punkt
  • Gemüse dämpfen kann er auch!
  • Fliegen kann er nicht.
Und habe ich schon von der Zeitvorwahl und der Warmhaltefunktion geschwärmt? Himmelherrgott, an manch langem Tag hat mir diese Zusatzprogramme schon viel Zeit erspart, denn wenn ich in der Früh Reis und Wasser einfülle und abends wiederkomme, ist schon alles fertig und es muss nur noch ein Gericht zubereitet werden. Klingt nicht nach großem Aufwand, aber da (japanischer) Reis gründlich gewaschen und möglichst auch eingeweicht werden will, ist der Reiskocher in der Hinsicht schon zeitsparend, da ich ihn am Morgen füllen kann und nicht erst nach der Uni oder der Arbeit zu kochen beginnen muss.

Mein Reis kommt seit Japan nur noch aus dem Reiskocher, und da der Neue nur halb so groß ist wie mein alter, passt er auch wunderbar in den Küchenschrank und sieht dabei noch geil aus. Zwar kann ich jetzt keinen Reis mehr für eine asiatische Großfamilie kochen, aber die Größe von maximal fünf Cups reicht leicht aus, um den weltbesten Freund und mich zu versorgen (mehr als eine Cup Reis brauchen wir zu zweit eh nicht.)

Umgerechnet neunzig Euro hat das Wunderding gekostet – ein recht moderater Preis, denn ähnliche Geräte von großen Herstellern sind erst ab 200€ zu bekommen. Da mein neuer Liebling noch nicht lange im Dauereinsatz ist, werde ich erst in Zukunft sagen können, ob er hält, was er verspricht, aber ich bin zuversichtlich: Das war erst der Beginn einer wunderbaren, langen Freundschaft...

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12.11.2012

AUSWÄRTS ESSEN und INFO: Sukiyaki in Japan

Der weltbeste Freund ist schon wieder in Japan, diesmal beruflich, und wird sich wohl wieder durch die kulinarischen Köstlichkeiten des Landes schlemmen, während ich hier halskratzend und schniefend herumsitze, in den Regen starre, ein krankes Meerschweinchen pflege und mich ärgere, dass ich nicht mehr gespart habe und daher nicht noch einmal mitfahren konnte. Am meisten vermisse ich die Gerichte, die man abends total sozial zusammen in einem Restaurant in einem Topf/auf einer Herdplatte kocht und dann isst. Sukiyaki zum Beispiel.

sukiyaki 2

"Süße Sojabrühe schmiegt sich an knackiges Gemüse und zartes Rindfleisch" – so oder so ähnlich würde es sich wohl anhören, wenn es hierzulande Sukiyaki-Lokale geben würde. Genau diese Mischung macht nämlich die Quintessenz dieser japanischen Speise aus, die ich ganz ungeniert als „japanisches Suppenfondue advanced“ beschreiben würde.

Das Lokal, das wir in Tokyo besucht haben, war auf All-you-can-eat-Basis: Es gab ein Buffet mit diversen Gemüsesorten (Standards wie Lauch, Zwiebeln, Karotten und Exotisches wie Enoki-Pilze, Lotuswurzel, Shirataki-Nudeln), wo man sich genau 90 Minuten (die normale Reservierungszeit) nach Belieben nachholen konnte, und da war auch noch ein Kellner, der sofort höflich-stumm hauchdünn aufgeschnittenes Fleisch nachgelegt hat, sobald gierig danach verlangt wurde. (Und ich meine gierig. Bei manchen unserer Mitreisenden konnte man glauben, sie hätten extra Diät gemacht, um beim Sukiyaki ordentlich einhauen und die schlanken japanischen Kellner verblüffen zu können.)

sukiyaki 1

Die ganze Prozedur funktioniert dann wie folgt: In den Tisch ist ein Topf eingelassen, in dem lustig Brühe vor sich hin köchelt.  Dort wirft man dann das Gemüse rein und wartet, bis es durchgekocht ist, dann schwenkt man das hauchdünne, sehr fette Fleisch in der Brühe und isst es. Zu lange darf man natürlich nicht warten, sonst wird das Fleisch zach wie ein Stück Schuhleder. Bevor man das Fleisch und das Gemüse dann endlich essen darf, tunkt man es noch in ein zerschlagenes rohes Ei – schmeckt besser, als es klingt. Dazu gibt’s Reis (eh klar) und Misosuppe. Wenn die Brühe weniger wird, gießt man nach, und wenn die Mischung zu sehr kocht, schaltet man zurück. Spaßig!
sukiyaki 3

Der weltbeste Freund und ich hatten vor Urzeiten schon einmal Sukiyaki gemacht, und zwar mit Hilfe unseres treuen Silvesterraclettes. Dieses Experiment konnte man getrost als gescheitert sehen, denn das Raclette schaffte es nicht, die Brühe ordentlich hochzukochen, und so dünsteten Fleisch und Gemüse eher vor sich hin als dass da blitzschnell was gegart wurde. Da dem Herrn des Hauses aber das japanische Original so gut geschmeckt hat, haben wir in eine Induktionsherdplatte investiert. Das Höllending schafft es ohne Probleme, Flüssigkeiten höllisch schnell hochwallen zu lassen. Einer baldigen Sukiyaki-Orgie nach seiner Heimkehr sollte also nichts im Wege stehen!

skyline

Fun Fact: Convenience Stores oder Konbinis haben wir auf unserer Reise wirklich oft gesehen - und sie erhalten den weltbesten Freund gerade am Leben, wenn er nach einem anstrengenden Konferenztag nach Hause torkelt. Diese Mini-Supermärkte finden sich an großen Straßen, aber auch mitten in der Pampa und versorgen den Manga-Nerd und alle anderen Menschen rund um die Uhr mit den Notwendigkeiten des menschlichen Daseins: Snacks wie Reisbällchen, Nudelgerichte, Sushi (alles supergut!), Bananen, Süßigkeiten, Drogerieartikel wie Taschentücher und Kondome, Mangas, Pornohefte… (eingeschweißt, wohlgemerkt), Eis… Wirklich superpraktisch. Sobald wir irgendwo in hundert Meter Entfernung keinen Conbini hatten, wussten wir, wir sind im Nirgendwo gelandet. Ich muss zugeben, man kann sich schon an diese Art der Grundversorgung gewöhnen – praktisch sind sie ja schon, diese rund um die Uhr offenen Einkaufsmöglichkeiten. Dort arbeiten möchte ich aber nicht, denn sie haben wirklich immer offen. Welcher Irre geht um halb vier in der Früh Reisbällchen kaufen?

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22.10.2012

AUSWÄRTS ESSEN und INFO: Meine Reise nach Japan

Ich war eine Woche in Japan. Erzählt hab ich es euch nicht, weil Japan ein kostspieliges Reiseland ist und dann heißt es wieder: „Wiiiiiiiie du warst im teuersten Reiseland der Erde?! DU?! Die arme Studentin?“ – Zu meiner Verteidigung: Ich war mit Hoferreisen (genau, das ist ein Discounter +schäm+) und ich hab meinen Bausparer dafür aufgelöst. Aber ich musste dorthin, bevor ich a) alt und grau werde und b) zu arbeiten beginne, die beste Reisezeiten für Japan sind nämlich Frühling und Herbst, wo brave Lehrerinnen unterrichten und nicht in der Weltgeschichte herumploschn, ähm, herumzigeunern.
japan_goldener pavillon

Und so ging es also am fünften Oktober los. Gott, war ich nervös! Die weiteste Anreise zu einem Reiseziel war für mich bis jetzt Großbritannien, also war ich dementsprechend nervös, und das Klischee der Reisegruppe mit Altersdurchschnitt 70 hatte ich ja natürlich auch noch im Hinterkopf. Und das absolut schrecklich-dämliche Buch Hummeldumm von Tommy Jaud, das sich auch mit Reisegruppen beschäftigt. Allerdings ist es so schlecht, dass ich es niemandem hier als Lektüre für eine solche Reise empfehlen würde.

Wider Erwarten habe ich vielfältige Eindrücke gewonnen und die Reisegruppe war auch nur halb so schlimm ;) Gott, ich werd jetzt noch ganz hibbelig, weil ich gleich alles rauswürgen und erzählen will: die Plastikmodelle in den Schaufenstern, die Klos, die ewig lächelnden und auf japanisch palavernden Menschen, Autos, Fahrstühle, Tokyo, Kyoto, die Schreine und Tempel, die Konbinis, die Getränkeautomaten, die Roboter, das Essen (!!!)… Um das alles mit euch zu teilen – und gefühlte 727271818 Fotos - ist ein Post definitiv zu kurz, deshalb werde ich euch in den kommenden Wochen mit Japanberichten versorgen, dass es euch ganz schwindelig wird.

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In diesem Sinne: Mata ne und freut euch schon!

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27.06.2012

INFO: Fremdbloggen

Heute blogge ich nicht hier, sondern bei meiner Grazer Bloggerkollegin Bernadette von verkocht! Wer ihren neugeborenen Sohn Kilian kennenlernen will und außerdem ganz wild auf das Rezept für die tollen Ribiselcupcakes vom letzten Bake Sale ist, der sollte einen Ausflug zu Bernadettes Blog wagen ;)




Bloggt ihr manchmal fremd?

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16.05.2012

INFO: Maronencreme und was man damit anstellen kann

Meine Freundin V. hatte genau wie der weltbeste Freund am Sonntag Geburtstag - und ich Depp habs vergessen. Muttertag UND weltbester Freund-Geburtstag an einem Tag haben mich nämlich so eingespannt, dass für die arme V. keine Denkkapazität mehr übrig war. Das musste ich natürlich wieder gut machen, schließlich hatte ich ihr schon lange einen Cupcake mit Maronencreme gefüllt versprochen.

Als V. nämlich in Frankreich war, hat sie mich gefragt, was sie mir mitbringen kann. Ich denk bei solchen Fragen immer nur ans Essen (höhö~) und so kam ich auf Maronencreme. Zwar kann man die leicht selbermachen, aber ab und zu ist ein Fertigprodukt auch ganz nett, vor allem, wenn man es eilig hat.


Die Maronencreme ist irrsinnig toll zum Füllen von Cupcakes, und gefüllte Cupcakes sind natürlich viel toller als normale! Außerdem eignet sie sich wunderbar zum Verkleistern von Löchern und als Grundlage für Glasur (anstatt Marmelade). Weiters hält sie sich gut im Kühlschrank - deshalb bin ich ein bisschen traurig, dass meine drei mitgebrachten Tuben jetzt langsam zur Neige gehen... Also, falls wieder mal jemand nach Frankreich kommt, bringt mir doch was mit. Meine Adresse steht im Impressum, btw ;)

Hier könnt ihr sehen, was ich heute im Schweiße meines Angesichts mit Hilfe der Maronencreme gezaubert habe: Vanille-Zitronen-Cupcakes nach diesem Rezept mit Schokoganache, gefüllt mit Maronencreme und dekoriert mit Zuckerzeug. Ich garantiere, die sehen nicht nur super aus, sondern schmecken auch göttlich! Wenn ihr irgenwo Maronencreme herbekommt, probiert es doch aus :)

Der Dekoteller ist von Interio und hat die Form eines Blattes. Hübsch, oder?

Was lasst ihr euch aus dem Ausland mitbringen?







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18.03.2012

INFO: Eine Woche das Essen planen

Ein Wochenfutterplan – sowas nehme ich mir jede Woche vor und im Endeffekt steh ich dann doch regelmäßig vor dem Kühlschrank und frage mich: „Sch*****, was koch ich heute?“ Blöd, wenn man immer alleine zu Mittag essen muss - aber der weltbeste Freund muss ja arbeiten, und essen muss ich trotzdem was. Trotzdem kann ich fast nie dazu durchringen, mir schon am Samstag Gedanken zu machen, was ich in der nächsten Woche esse, da gibt es doch viel lustigere Dinge zu tun. Die Vorteile eines Wochenplans liegen aber auf der Hand: Billiger wär es auf jeden Fall. Und besser für die Umwelt, weil man ja nur einmal die Woche einkaufen muss. Und besser für die Nerven. Hach ja.

Gut, dass es Blogevents gibt! Peter vom Blog Aus meinem Kochtopf ruft zur Wochenspeiseplanerstellung auf, und weil man da auch aus dem Archiv bloggen darf (yay!), mach ich natürlich gerne mit. Und vielleicht ist ja auch der ein oder andere passende Wochenplan für mich dabei?

Blogevent Speiseplan

 
Gerade am Wochenanfang gibt es ein veganes Gericht vollgepackt mit Gemüse, wobei man die Gemüsezusammenstellung nach Jahreszeiten variieren kann. 

Dienstag - Kaiserschmarrn
 
Say no more. Der klassische Kaiserschmarrn mit Kompott ist für mich das ultimative Flottessen. Und er schmeckt so gut!

Mittwoch - Happosai
Zur Wochenmitte ein bisschen Fleisch – Happosai ist ein Gericht, das man aus billigen Zutaten (hier ist sogar Biofleisch für den Wenigverdiener leistbar :)) relativ schnell zubereiten kann. Ein Klassiker, wenn bei uns im Hause Spross das Geld langsam wieder knapp wird.

Ja, Sauce aus dem Glas geht schneller, aber besser ist sie sicher nicht – diese Tomatensauce überzeugt damit, dass sie aus nur 5 Zutaten besteht und einfach köstlich schmeckt. Die kriegen sogar Leute hin, die behaupten, nicht kochen zu können! Mit leckeren Nudeln und einer ordentlichen Portion Parmesan obendrauf einfach gut.

  Mmmh. Freitag ist ja bekanntlich Fischtag, und mit dieser Suppe kann man energiegeladen ins Wochenende starten :)

Macht ihr Wochenpläne oder seid ihr so faul wie ich? :)


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04.02.2012

INFO: Frischschoggi von Läderach

Ich bin ein richtiges Mädchen – Schokolade ist mir ein Grundnahrungsmittel, vor allem, wenn es draußen gefühlte -30 Grad hat. Die liebe Tini denkt ähnlich, auch für sie ist Schokolade etwas sehr Wichtiges. Vor allem die Schokolade von Läderach, einer Schweizer Firma. Ich schwöre ja eher auf die heimische Zotter Schokolade, und habe Tini auch ein Paket mit meinen Lieblingssorten geschickt.

Nachdem ich jetzt aber von Tini ein kleines Paket mit Kostproben von Läderach bekommen habe, muss ich Zotter wohl abschwören – Holy Shit, ist die Schokolade gut! Die Pralinen habe ich bis auf die eine, die auf dem Foto zu sehen ist, schon alle verschnurpst, und die Schokolade wird auch nicht mehr lange leben. Mehr! MEEEEHR!!! >____< (Vor allem von der weißen, die ist dermaßen köstlich, schmilzt im Mund und hat eine tolle Süße, sowas kenn ich ja von normaler Billigsdorferschokolade gar nicht.




Leider gibt’s in Österreich keinen Läderach-Shop. Und online bestellen scheint auch nicht zu gehen. Ungerecht. Man kann die tolle Schokolade übrigens auch online bestellen, und zwar hier. Danke an die netten Menschen von Läderach, die mir bezüglich der Versorgungslage gleich ein Mail geschrieben haben! 

Was ist eure Lieblingsschokolade?

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06.12.2011

INFO: 1 Jahr wintersprosskocht! Gewinnspiel :)

Heute wird mein Blog ein Jahr alt – ich kann es fast nicht glauben. Alles Gute kann man ja einem Blog kaum wünschen, aber die Wise Guys passen einfach immer, finde ich!

 Verspeist mit mir ein Stück imaginären Schoko-Schoko-Schoko-Geburtstagskuchen!

Kann sich jemand noch an diesen Post erinnern? Irgendwer? Damals bestand mein Blogleben noch aus mehr oder weniger hübschen Fotos und wenig Persönlichkeit – ich hab mich halt noch nicht so getraut ;)

Über das letzte Jahr bin ich besser geworden, mache geilere Fotos – dank der Spiegelreflex des weltbesten Freundes - und habe mehr Spaß daran. Diese Freude möchte ich mit euch teilen!

Deshalb gibt es hier eine kleine Verlosung für alle, die genau so gerne kochen, backen, schlemmen und ausprobieren wie ich. Im Gewinnerpaket drin sind:
  • Schokolade und Kuvertüre von der Schokoladenmanufaktur Zotter - beste Schoki wo gibt.
  • Kermanns Kürbiskerne Schoko Minze - wenn Knabberkerne, dann die!
  • Kleindienst Steirischer Junker Schilcher Gelee mit Kren und Preiselbeeren - perfekt zum Wiener Schnitzel oder zum gebackenen Camembert
  • Ein fesches Miniserviertablett aus Schweden mit Tiermotiv
  • Ein Stoffbeutel aus der Offline-Werkstatt - gegen Plastik, fürs Lebensmittelshopping und mit Mehrwert
  • selbstgemachte vegane Lebkuchen - yummy!
  • selbstgemachtes Sesamsalz - super für asiatische Gerichte
Mitmachen kann jede/r (ja, auch Leute aus dem Ausland!), der/die mag, hier unten sind die „Regeln“. Neue LeserInnen sind herzlich willkommen, aber das Lesen meines Blogs ist nicht Pflicht.

Hinterlasst mir einfach bis zum 30.12.2011 im Kommentarfeld dieses Posts einen Kommentar mit Email-Adresse und beantwortet mir folgende Fragen:

1. Was findet ihr an meinem Blog gut?
2. Was kann man noch verbessern? Was würdet ihr gerne öfter sehen?
3. Habt ihr bereits etwas aus meinem Blog nachgekocht und wurdet von einem bestimmten Rezept inspiriert? (Wenn ein Foto davon existiert, bitte den Link zum Blog/Album posten!) Wenn ihr noch nichts dergleichen habt, sagt mir einfach, ob es ein Rezept gibt, das ihr irgendwann gerne nachkochen würdet.

Bitte vergesst nicht, eure richtige E-Mail-Adresse beim Kommentieren anzugeben, sonst kann ich keinen Kontakt mit euch aufnehmen.

Ich freue mich schon auf eure Antworten!



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18.10.2011

INFO: Shiitake-Wahnsinn

Lebensmittel einkaufen sollte ja, außer, dass es uns mit gutem Futter versorgen soll, eigentlich Spaß machen. Ab und zu muss ich mich aber so ärgern, dass ich am liebsten die Küche kurz und klein hacken würde! (Okay, ich bin sehr impulsiv, aber das war wieder einmal zu viel...) 

Heute passiert: Ich will Reis mit Pilzen fürs Abendessen machen, also wühle ich in meinem Vorratsregal nach den getrockneten Shiitakepilzen. Zu Tage fördere ich Pilze der Marke Shan-Shi, die hier in Österreich bei Spar erhältlich sind. Ich öffne also die Packung und nehme ein paar der Pilze heraus. Args. Das Zeug sieht aus wie die Restln, die bei der Shiitake-Produktion abfallen! Na gut, denke ich mir. Man soll ja nie nach dem Äußeren gehen, also weiche ich die Pilze ein. Eine Stunde. Nix rührt sich, die Pilze bleiben hart wie Beton. Ich bekomme meinen ersten grausig-wütenden Anfall.

Zum Glück fällt mir da aber ein, dass ich ja einst noch andere Shiitake-Pilze gekauft  habe - man weiß ja nie, wann der nächste Atomunfall ist - nämlich im Asialaden gleich um die Ecke. Eine gute Wahl, wie sich im Direktvergleich zeigen sollte:

Vorne Shan-Shi-Pilze, hinten die aus dem Asialaden. Vorne Müll mit betonharten Stengeln, hinten ordentlich erkennbare Pilze. Hach.

Die neuen Pilze lassen sich anstandslos weich-weichen und dann auch hauchfein schneiden, so mag ich das!

Der spätere Vergleich der Packungsgröße zeigte ebenfalls einiges...

Links eine lächerlich winzige Packung Pilze, rechts die Portion aus dem Asialaden. Rein optisch und inhaltsmäßig gewinnt rechts.

Leider weiß ich nicht mehr, was die Müllpilze gekostet haben, aber ich fürchte, dass die Asialaden-Pilze auch hier gewinnen. Und da soll noch mal einer sagen, Markenware sei das Beste.

Für mich nur noch genmanipulierte Riesenpilze aus China!

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