23.04.2014

VERSTREUTES: Ostern

Was habt ihr zu Ostern getrieben? Ich war drei, nein, vier Tage lang im Fresskoma und so hab ich vor lauter Käse und Osterbrot und Ostereiern keine besondere Lust verspürt, irgendetwas anderes zu tun als selbige in mich hineinzustopfen oder auf dem Sofa zu liegen und auf dem Bauch liegend Serien zu schauen. (Der ORF hat es schließlich endlich (hier denkt man sich ein ironisches “endlich”, bitte sehr) geschafft, Breaking Bad und die zweite (!!!) Staffel von Nurse Jackie zu senden. Für was zahl ich eigentlich GIS?)

Aber ganz untätig war ich am Wochenende dann doch nicht. Den Ostersamstag hab ich nach einer abenteuerlichen Autofahrt durch die Pampa mit der Liebelle bei Mitzia von cook'n'roll verbracht (Hier findet ihr noch einen Bericht über den tollen Tag!).  
Ganz mädchenhaft haben wir zusammen eingekauft.
Lebensmittel im Unimarkt.
Echt, es gibt kaum was Interessanteres als Supermarktketten, in denen ich noch nie war – im Ausland find ich den Besuch von Supermärkten ja noch eine Spur toller, aber Großklein ist für mich auch schon ein bisserl exotisch und so musste die arme, schon etwas genervte Mitzia uns zwei Stadtkinder und unsere Aufregung ertragen. Zitat: „Benehmts euch, ich muss da wieder her!“ Dafür gab es dann daheim eine köstliche vegane Spaghetti Bolognese – „Pasta Asciutta“. Man merkte richtig, wie unsere Gastgeberin beim Kochen wieder ganz ruhig und entspannt wurde ;)   
Ostern 1
Mit Bohnen und Tofu - so gut!
Während dann das von mir mitgebrachte Osterfleisch fröhlich vor sich hin köchelte und Mitzia Ostergeschenke aus Quark-Öl-Teig buk, haben haben die Liebelle und ich vegane Osterpinzen gebacken. Das Rezept las sich ganz gut und wir haben auch brav alle Anweisungen befolgt. 
Den Pinzen wars wurscht, sie wurden trotzdem zu flachen, kuhfladenähnlichen Gebilden, die zwar ausgezeichnet schmeckten, aber nicht sehr fotogen waren... Ich versprach, das Rezept dann in der nächsten Woche noch einmal nachzubacken, um zu prüfen, ob wir vielleicht einen Fehler gemacht hatten.
Ostern2
Beim Anschneiden in der Cook'n'roll'schen Küche.
Ostern 4
Zitat Mitzia: "Vegan und hässlich" - ja, einen Schönheitspreis gewinnen die Pinzen sicher nicht ;)
Am Ostersonntag und –montag waren der weltbeste Freund und ich dann brav bei allen Verwandten. Zweimal gab es auch Osterjause, was meinen Magen beide Male knapp an den Rand seiner Fassungskapazität brachte. Aber man geht nicht einfach zu seiner Oma/Schwiegermutter in spe und sagt dann: „Nein danke, ich hab genug“, wenn man erst vier Scheiben Osterbrot gegessen hat!
Ostern 3
Und der Flieder blüht auch schon.
Am Montagabend stand ich dann vorm Kühlschrank und stellte fest, dass der zum Bersten voll war mit Osterspeisen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber nach zweimal Osterjause hab ich wieder ein ganzes Jahr genug von Weißbrot, hartgekochten Eiern und Osterkrainern. Aber bei der Menge an Lebensmitteln mit Osterzeug war klar, dass wir bis Pfingsten daran essen würden, wenn mir nicht schleunigst eine Lösung für das Dilemma einfiele...

Zum Glück habe ich in meinem Freundeskreis sehr liebe Germanen und Germaninnen, die, weil sie einfach nicht aus der Steiermark sind, die Freuden einer gepflegten Osterjause nicht kennen. Problem gelöst. Und so bogen sich die Tische vor Gesottenem und Gebackenem und drei hungrige Menschen fielen darüber mit einem Elan, den man bei Bewohnern des schönen Steirerlandes am dritten Tag der österlichen Fressfeierlichkeiten wirklich lange suchen kann, her. Nicht ein Futzerl Osterfleisch oder Kren blieb übrig. Solche Gäste lob ich mir.
Ostern 7
Osterfleisch Allstars und hartgekochte Eier.
Ostern 6
Käse und Pinze (sehr flach...)


So, und jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt. Heut gibt’s für mich erst mal wieder einen veganen Quinoasalat. Irgendwann muss ja auch mal wieder Schluss sein mit dem ganzen Gefuttere ;)

P.S.: Auch die Neuauflage der Pinzen war ähnlich fladig wie Version 1. Hat vielleicht jemand von euch ein gutes (veganisierbares) Pinzenrezept?

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16.04.2014

BENTO: mit Gyoza, gedämpftem Gemüse und Salat

Das heutige Bento enthält übriggebliebene Gyoza vom Abendessen, etwas Sesam-Ingwer-Sauce im Elefantenfläschchen (versteckt sich ganz vorn unterm Silikontrennblatt), gedämpfte Karottenstücke und Zuckererbsen mit Salz sowie den obligatorischen Beilagensalat mit Dressing

Bento mit gyoza

Die Gyoza hat der weltbeste Freund in Anlehnung an dieses, bereits tausend Jahre verbloggtes, Rezept zubereitet, während ich faul wie eine müde Herbstfliege auf dem Sofa lag und Through The Ever Night gelesen habe. Gar so oft darf der arme Kerl ja nicht Hand in der Küche anlegen, denn die ist mein Reich und ich wache sehr eifersüchtig darüber, dass mir niemand meine Kreise stört. Dumm eigentlich, denn er macht das schon echt gut, wenn er auch einmal alleine kochen darf... Aber wenn er auch noch super kochen kann, dann kann er wirklich alles, und das kann man ihm ja auch nicht so einfach durchgehen lassen ;)

Das Zusammenbauen des Bentos war wieder denkbar unkompliziert - den Salat und das Dressing hab ich schon am Vorabend vorbereitet und verpackt. Das Gemüse hab ich während der morgendlichen Dusche gedämpft und Gyoza sowie Sauce mussten nur noch gepackt werden. Einfach gut!

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13.04.2014

REZEPT: Schoko-Kaffee-Torte mit weißem Guss

Preisfrage: Wieso ist dieser vegane, supersaftige, echt gute Schoko-Kaffee-Kuchen, den ich hier gefunden habe, so elaboriert dekoriert?

  • Antwort 1: Ohne das komplizierte Blumenmuster schmeckt er einfach nicht.
  • Antwort 2: Ich dekoriere irrsinnig gerne Torten. 
  • Antwort 3: Ich will davon ablenken, dass die weiße Glasur den fast schwarzen Kuchen nicht so gut abgedeckt hat, wie ich es gerne gehabt hätte.
Der Gewinner oder die Gewinnerin bekommt ein Stück imaginären Kuchen. Alle anderen können ihn selbst nachbacken und genießen  Macht es aber nicht wie ich und schmiert ihn vor dem Glasieren mit Marmelade ein, weil die Glasur sich sonst wieder löst ;)

Schokokaffeetorte1
Für eine Springform von 26cm Durchmesser
Zutaten:
  • 180ml Sojamilch
  • 1 TL Essig
  • 190g Apfelmus
  • 40ml Espresso
  • 80ml Sonnenblumenöl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 140g Zucker
  • 135g Mehl
  • 60g Kakaopulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
Für die Glasur:
  • 200g weiße Kuvertüre
  • 50g Kaffeekuvertüre
Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Backform mit Backpapier auskleiden. Sojamilch und Essig vermischen und 5 Minuten stehen lassen. Dann mit Apfelmus, Espresso, Sonnenblumenöl, Vanilleextrakt und Zucker schaumig schlagen.
Mehl, Kakaopulver, Natron, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen und über die feuchten Zutaten sieben. Alles vermischen, bis sich die Zutaten gerade verbunden haben. Den Teig in die Springform streichen und ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Abkühlen lassen und dann nach Belieben dekorieren.

Kuchen und computer

Dekoriert ihr gerne Torten? Ich bin ja nicht so die große Dekoriererin, eigentlich mach ich das nur im Notfall ;)

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09.04.2014

VERSTREUTES: Die Don't-Do-List

Manchmal hab ich so viel auf meinen (oft imaginären) To-Do-Listen stehen, dass ich nachts schon davon träume, wie viel ich noch erledigen und erreichen muss. Dabei habe ich als Studentin/Diplomandin mit meinem Eigentlich-vom-Zeitaufwand-nicht-der-Rede-wert-Nebenjob gar nicht so viel zu tun - aber ich schaff es trotzdem immer wieder, mich wunderbar selbst zu stressen und halb wahnsinnig zu machen

Eins gleich vorweg: Es ist nichts Existenzbedrohendes, worüber ich mir Gedanken mache, sondern es handelt sich um first world problems, was aber NICHT heißt, dass diese Gedanken für mich weniger nervtötend sind. Schließlich hab ich ja nichts anderes, worüber ich mir Sorgen machen und mich ärgern muss, denn ich bin weder von nagendem Hunger noch von akuter Armut bedroht und ein Kriegsausbruch ist im friedlichen Österreich in nächster Zeit auch nicht abzusehen.

Und wenn man nichts wirklich Lebensbedrohendes hat, worüber man sich Gedanken machen kann, dann kommt sie, die To-Do-Liste, die eigentlich Ich-muss-besser-werden-Liste heißen sollte. Hier meine ganz persönliche:

Ich muss jeden Tag perfekt und gut kochen. Ich schimpfe mich Foodbloggerin, verdammt! Andere Foodblogger machen Blätterteig, Ricotta und Suppenwürze selbst. Wie machen die das, zur Hölle?!

Ich muss mich gesünder ernähren, ich muss meinen Eier- und Milchproduktkonsum einschränken. Die armen Tiere. Vegan essen ist so gesund. Und überhaupt. 

Ich muss jeden Tag etwas für meine Diplomarbeit tun. Andere Studenten arbeiten drei Monate an ihrer und sind fertig. Und ich? Ich bin eine Versagerin, die über ein Jahr an ihrer herumfuhrwerkt und immer noch nicht damit abgeschlossen hat.

Ich muss mehr Geld sparen, damit ich für den Notfall etwas habe. Zwar gebe ich schon viel weniger aus als vorher, aber von dem, was noch übrig ist, kann ich sicher noch was fürs Sparbuch abzweigen! Andere Leute haben in meinem Alter schon ein Auto abbezahlt!

Ich muss bis zu diesem Zeitpunkt mit allem fertig sein, sonst bekomme ich nächstes Jahr keine Stelle. 

Ich muss ordentlicher und kreativer beim Einrichten werden. Alle anderen haben immer so tolle, schöne, perfekt dekorierte Wohnungen!

Ich muss mehr Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten verbringen. Ich könnte zum Beispiel mehr Zeit mit Klarinettenüben verbringen oder endlich mal den Kasten ausräumen.
Moos
"Was, du rennst schon wieder in der Gegend herum und machst schlechte Fotos? Hopphopp, an den Schreibtisch!"
Ich muss meine vielen Freizeitaktivitäten einschränken. So viele Hobbys sind ja nicht normal und sie fressen so viel Zeit. Andere sind so organisiert und zielstrebig.

Ich muss nett zu allen Menschen sein. Nett sein ist wichtig. 

Ich muss mich besser schminken lernen. All diese Schminkblogger sind immer so toll angemalt, das sieht spitze aus. Ich will das auch. 

Ich muss mich mehr auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren. Focus, focus, focus.

Aaargh.

Dann kam dieser Artikel, den das Provinzkindchen auf Facebook geteilt hat. Wer mag, kann jetzt kurz rüberklicken und sich die schlauen Worte durch den Kopf gehen lassen. Für die unter euch, die nicht so gern auf Englisch lesen, hier die Kurzzusammenfassung
Die Autorin findet, dass To-Do-Listen oft Erwartungen in einem wecken, die nicht zu erfüllen sind, weil man einem Ideal nachjagt, das man nicht erreichen kann. Dies ist vor allem der Fall, wenn man so sein will wie andere, aber innerlich weiß, dass das nicht geht. Deshalb sollte man von der To-Do-List alles eliminieren, was einen zu jemand anderem macht, denn das geht nicht. Die Lösung? Eine Don’t-do-List, die sich auf die Dinge konzentriert, die einen selbst ausmachen. Ist das nicht schön?

Also:
Ich muss nicht jeden Tag mit frischen Zutaten kochen. Auch wenn ich gerne koche und ausprobiere: Es ist auch okay, ab und zu Halbfertig- und Fertigprodukte wie Golden Curry oder Blätterteig zu verwenden. Meine Zeit ist mir nämlich zu schade, um täglich alles selbst zu produzieren und dreimal am Tag den Geschirrspüler ein- und auszuräumen. 

Ich muss mich nicht einschränken, was meine Ernährung betrifft, denn ich bin schon ziemlich brav. Wenn ich Lust auf Eier und Milchprodukte habe, dann esse ich sie. Bei den Mengen, die ich zu mir nehme, brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben.
Frühstück mit Spiegelei
Wirklich nicht.
Ich muss nicht jeden Tag an meiner Diplomarbeit arbeiten, denn mein Thema ist sehr umfangreich. Klar, es gibt Themen, sie sind übler als meins, aber ich hab es mir schon selbst sehr schwer gemacht – zynischer O-Ton einer Kollegin, nachdem ich ihr von meinem Forschungsaufbau erzählt habe: „Oh, du schreibst also eine Diss?“. Dass man da ab und zu etwas Abstand braucht, sollte selbstverständlich sein, doch wie schon mein Freund Egmont sagte: „Als Student hat man nie frei – man sollte immer was tun, weil man ja eh nichts zu tun hat“. Und genau deshalb nehme ich mir sonntags frei. 

Ich muss nicht mehr Geld sparen. Dass ich überhaupt etwas zurücklege und jedes Monat auf die Bank trage, ist schon ein großer Sieg, denn Sparen habe ich eigentlich nie richtig gelernt. 

Ich muss nicht bis zu diesem speziellen Zeitpunkt mit allem fertig sein – auch wenn ich natürlich fertig werde! – denn selbst wenn etwas dazwischen käme, ergibt sich nächstes Schuljahr etwas Positives. Der weltbeste Freund hat schon recht: „Cross the bridge when you face it“. 

Ich muss nicht ordentlicher werden und eine Innenarchitektin in spe werden, um jemand anderem etwas zu beweisen. Inneneinrichtung ist wirklich nicht meine Stärke, wie jeder erkennen kann, der einmal bei uns zu Besuch war. Aber ich mag unsere Wohnung trotzdem sehr, weil sie unsere Höhle mit unseren Sachen ist. Ob die Blumenvase zur Tischdecke und die Tischdecke zur Wandfarbe passt, ist mir eigentlich, ganz ehrlich gesagt, auch komplett wurscht. 

Ich muss nicht mehr Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten verbringen. Freizeit und Freizeitaktivitäten sind immens wichtig, damit man nicht durchdreht. Ja, mir hilft es beim Runterkommen, wenn ich die neuen Pokémonfolgen auf Japanisch mit englischen Untertiteln anschaue. Und nein, ich schäme mich NICHT dafür! ;)

Ich muss nicht meine vielen Freizeitaktivitäten einschränken. Anime, Manga, kochen, lesen, bloggen, fotografieren, zwei Musikgruppen. zwei Romane gleichzeitig schreiben – ganz schön viel zu tun! Aber dass ich so viel tun kann und will, geht nur noch jetzt. Solange es geht, werde ich es auskosten. 

Ich muss nicht nett zu allen Menschen sein. Es hilft zwar in vielen Lebenslagen, wenn man prinzipiell anderen freundlich gegenüber tritt, aber wer arschig zu mir ist, hat es nicht verdient, freundlich behandelt zu werden. Punkt.

Ich muss mich nicht besser schminken – auch wenn ich dank der Liebelle mittlerweile gelernt habe, einen Lidstrich zu ziehen, der nicht aussieht wie von einem Parkinsonleidenden gemalt – ungeschminkt geht es mir, meiner Haut und meinen Augen besser. (Und hey, ich seh auch ohne Make-up gut aus, wird behauptet ;))

Ich muss mich nicht mehr auf die „wichtigen Dinge des Lebens“ konzentrieren. Wer bestimmt überhaupt, was diese wichtigen Dinge sind? Und wer weiß schon heute, was mir in zehn Jahren wichtig sein wird? 

Puh, das war richtig befreiend, das alles niederzuschreiben! Kennt ihr diesen Druck, anderen nachzueifern und immer "besser" werden zu müssen, auch? Wie geht ihr damit um? Und was wäre auf eurer Don’t-do-Liste?

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06.04.2014

REZEPT: Zitronen-Mohnkuchen

Puh... Irgendwie hat es was momentan. Dieses Wochenende lag ich mit einer grausigen Magensache darnieder, wurde vom weltbesten Freund liebevoll und geduldig mit Fenchel-Anis-Kümmel-Tee (den sonst nur die Meerschweinchen bei Bauchweh bekommen!) und Wärmeflaschen aufgepäppelt und ich wurde auch sonst nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Jetzt geht’s mir endlich wieder ein bisschen besser – ich hab wieder Kreislauf, yay! – und so kann ich meine neueste Kuchenentdeckung mit euch teilen.

Seit ich die Kombination Zitrone mit Mohn in Form eines Lemon-Poppyseed-Muffins bei einem Bake Sale genießen durfte, bin ich ihr vollkommen verfallen. Nur leider wollte es nie so recht mit dem Nachbacken klappen – einmal schmeckte das Backwerk nach Zitronenputzmittel und ein ganz besonders schlimmes Rezept produzierte nur merkwürdig zähe Kuchenwürfel, die wohl wieder gummiballartig zurückgesprungen wären, hätte ich sie auf den Boden geschleudert. Fast wollte ich die Suche nach dem perfekten Lemon-Poppyseed-Cake schon aufgeben... Bis ich dieses Rezept entdeckt habe.

Dieser Kuchen kommt ohne Margarine aus (find ich gut!) und verwendet stattdessen Öl, und die Zutaten sind nicht so exotisch, dass man erst zu drei verschiedenen Geschäften rennen muss, bis man alles zusammen hat. Als letzten Überzeugungspunkt kann ich nur Folgendes anbringen: Der Kuchen schmeckt so unvegan, dass sogar meine ganz und gar nicht vegetarierfreundliche Oma beim letzten Besuch ganz angetan war.

Zitronenmohnkuchen
Zutaten:
  • 250g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • ¼ TL Salz
  • 170g Kristallzucker
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 85ml geschmacksneutrales Öl
  • 250ml Sojamilch
  • 2 TL Essig
  • 2 EL Zitronensaft
  • fein abgeriebene Schale von 3 Zitronen
  • 30g Mohn
Zubereitung: Ofen auf 180 Grad vorheizen und eine Kastenform mit Backpapier auskleiden. Mehl, Backpulver und Salz vermischen. In einer anderen Schüssel Zucker, Ahornsirup, Vanilleextrakt, Öl, Sojamilch, Essig, Zitronensaft, Zitronenschale und Mohn verrühren und kurz stehenlassen, bis die Sojamilch ausflockt. Dann die trockenen Zutaten darübersieben und alles nur so lange verrühren, bis die Zutaten sich verbunden haben. Ca. 30-40 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Wer mag, kann den Kuchen dann noch mit einer Zuckerglasur verzieren. 

Habt noch einen schönen Restsonntag! (Ich werf mich jetzt wieder aufs Sofa.)

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02.04.2014

BENTO: Bunter Nudelsalat

Die letzte Woche hatte es wirklich in sich – vielleicht hat der eine oder die andere gemerkt, dass ich über all der Aufregung sogar meinen Sonntagspost vergessen habe! Dafür durfte ich ein Lerntechnikseminar in Hartberg halten, das war auch schön – aber auch so stressig, dass ich den ganzen Samstagabend und Sonntag zu nichts zu brauchen war. Ich bin nur am Sofa gelegen und hab mit dem weltbesten Freund Serien geschaut (aktuell grad das Finale von The Walking Dead – hat da sonst noch wer gesehen?).
Bento mit Nudelsalat

Das heutige Bento, bestehend aus Nudelsalat, ist perfekt geeignet, um leere Energiereserven wieder aufzufüllen. Früher mochte ich keinen Nudelsalat, weil ich ihn nur mit Majonaise kannte, und von der Variante werde ich immer so fürchterlich müde – vielleicht, weil mein Magen so beschäftigt mit dem Verdauen des vielen Fetts ist?

Also mache ich den Salat, seit ich ihn so im Grünzeug kennengelernt habe, immer mit einer Vinaigrette ab. Schafkäse, Apfel und Samen und natürlich nach dem Kochen gut abgeschreckte Nudeln müssen auch immer rein, der Rest ist variabel. Diesmal waren noch Erbsenschoten aus dem Tiefkühler, ein hartgekochtes Ei, selbstgeszogene Kresse und Asiasalat vom Balkon mit drin. Oh, und Gurken. Jetzt, wo es schon Glashausgurken aus Österreich gibt, schmeckt er schon fast ein bisschen nach Sommer!

Zubereiten lässt sich der Salat schon am Vorabend, das Dressing kommt aber wie immer im Extradöschen mit, sonst werden die Nudeln gatschig.

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26.03.2014

BENTO: Salat, Frittata und Mangostückchen

Das Bento der Woche besteht aus dem obligatorischen Salat, frischen Mangostücken und übriggebliebener Frittata mit gemischtem Gemüse. Nicht auf dem Bild ist das Dressing für den Salat im Extragläschen.

bento mit frittata

Das Zusammenbauen der Jause hat mich knappe 5 Minuten in der Früh gekostet, da ich alles nur noch einpacken und dekorieren musste (ähem, ja das war unbedingt notwendig ;)). Das Löwen-Deko-Pick ist ein Mitbringsel aus Japan, die Trennblätter aus Silikon habe ich bei Token gewonnen. Beides eignet sich wunderbar, um etwas Farbe ins Bento zu bringen, und das Auge isst ja schließlich mit UND, was mir persönlich ja fast am wichtigsten ist, die Esskollegen und -kolleginnen werden immer so schön neidisch, wenn man hübsche Jausen auspackt. Ja, da bin ich schon ein kleiner Show-off! Wenn ihr euer inneres Kindergartenkind rauslassen wollt und jetzt auch unbedingt so tolles Zubehör braucht, beim Bentoshop haben sie allerhand Tolles, womit man seine Jause aufpimpen kann.

Okay, genug Werbung gemacht - ist auch fies am Ende des Monats, oder? ;) - wenn ihr euch jetzt fragt, was eine Frittata eigentlich ist: Das ist ist so etwas Ähnliches wie ein Omelette, aber besser, denn man muss die Frittata nicht umdrehen, sondern bäckt sie im Ofen und kann sie dann nach dem Abkühlen in schicke Würfel schneiden. Und man kann allerhand Reste, übriggebliebene Kartoffeln oder Nudeln zum Beispiel, darin verarbeiten.

Wie bei Quiche finde ich, dass auch Frittata kalt fast besser schmeckt als warm. Und im Gegensatz zu Quiche kann bei Frittata auch nicht viel schief gehen, weil sie keinen Mürbteigboden hat, der bröckelig, geschmacklos oder angebrannt werden kann. Das Wichtigste ist nur, dass man das, was dann mit den Eiern übergossen wird, sei es nun Gemüse oder Fleisch, ordentlich würzt. Also ORDENTLICH. Es darf beim Probieren ruhig etwas zu salzig sein, die Eier, die nicht gesalzen werden, nehmen das wieder alles auf.

So eine Frittata sättigt wirklich gut. Es zahlt sich daher durchaus aus, eine ordentliche Portion am Abend zuzubereiten und den Rest dann als Jause mitzunehmen. Rezepte wie dieses gibt es genügend online, daher gibt es heute keines hier. Probiert dieses Gericht unbedingt aus!

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