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16.07.2014

REZEPT: Sommersalat mit neuen Kartoffeln, Brokkoli und Feta

Wenn man mich fragt, wieso ich Lehrerin werde, sage ich immer, dass ich anderen irrsinnig gern Sachen erkläre. Sachverhalte darstellen, Beispiele geben, Leute mitreißen, das sind Dinge, die ich mag.

Allerdings bin ich dafür, dass ich ab Herbst jungen Menschen beibringen soll zu lernen, in diesem Metier selbst verdammt schlecht. Und das ist leider so, obwohl ich regelmäßig autorisierte Lerntechnikseminare halten darf! Wissen will einfach nicht in meinen Schädel. Es ist ein wenig wie in der berühmten Simpsons-Szene mit Mr. Burns, in der ihm mitgeteilt wird, dass er alle Krankheiten der Welt hat, diese ihn aber deshalb nicht töten, weil sie alle gleichzeitig zuschlagen und deshalb keine zum Zug kommt.

Nun stellen wir uns das Ganze mit Wissen vor, das IN meinen Kopf will. Mich interessiert echt (viel zu) viel (?), ich lese auch jeden Tag brav die Zeitung und seit 4 Wochen meine Testunterlagen zu Georg Büchner, Language Anxiety und Learner Motivation, aber trotzdem scheint es mir oft, als ob mein umfangreiches Anime-, Serien, Bücher- und Rezeptewissen den Lernstoff, den ich mir seit Tagen ins Hirn prügeln will, eher blockiert. Aber hey, wenigstens hab ich mir nach 2 Folgen Orange is the new black schon alle Namen der vorkommenden Insassen gemerkt. Super, oder?

Manchmal treibt mich das schon knapp an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Wie kann es sein, dass ich wahrscheinlich die Hälfte aller gefühlten 3000 Pokémon mit Namen (und Klassen!) aufsagen kann, aber mir nicht merke, wann zur Hölle Büchner geboren ist und wann Dörnyei seine ver****** Motivational Self Theory verfasst hat? Der weltbeste Freund und mein Kumpel Simon sind ja der Meinung, dass ich schon zu lange lerne und dass das für meine Lerndemenz verantwortlich ist. Gut, dass am Montag endlich alles vorbei ist!

Zwischendurch koche ich – auch in der Prüfungszeit täglich, wenn auch bei weitem nicht so elaboriert wie sonst. Essen muss ich ja schließlich trotzdem irgendwas. In den letzten Wochen habe ich aber die Blogaktivität, wie ihr sicher gemerkt habe, sehr eingeschränkt, ich war einfach zu cranky und gestresst, um überhaupt so etwas wie ein ordentliches Foto oder Rezept zustande zu bringen. Aber heute, heute ist mir ein Geniestreich gelungen. Und den will ich euch trotz all des Lernstresses wirklich nicht vorenthalten.

Sommersalat
Für eine große Portion zu Mittag oder zwei kleine Vorspeisenportionen
Zutaten:
  • 3 EL Balsamico- oder Himbeeressig (Himbeeressig kann man sehr leicht selbst machen, indem man Essig und ein paar TK-Himbeeren in ein Schraubglas gibt und ein paar Tage stehen lässt)
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 TL Ahornsirup
  • 2 EL Olivenöl
  • 300g möglichst kleine neue Kartoffeln (ich hab meine vom Bauernmarkt am Lendplatz)
  • 120g Brokkoliröschen
  • 1 Frühlingszwiebel, fein gewürfelt, das Grün in feine Röllchen geschnitten 
  • 50g Feta, fein zerkrümelt
Optional - das heißt, diese Zutaten könnt ihr weglassen, aber wenn ihr beides auftreiben könnt, schmeckts halt noch ein bisschen besser: 
  • 70g Heidelbeeren
  • 1 EL Pinienkerne, in der Pfanne geröstet
Zubereitung: Essig, Sojasauce, Ahornsirup, Senf und Öl zu einem dickflüssigen Dressing aufschlagen – ich verwende dafür meinen Minimixer, es geht aber auch ganz wunderbar mit einem Schneebesen oder in einem kleinen Marmeladenglas. 
Kartoffeln und Brokkoli dämpfen und noch warm mit dem Dressing vermischen. Wenn alles etwas abgekühlt ist, das Weiße des Frühlingszwiebels, die Heidelbeeren und den Fetakäse hinzufügen. Mit in der Pfanne gerösteten Pinienkernen und dem kleingehackten Grün des Frühlingszwiebel verzieren und eventuell noch nachsalzen und -pfeffern. Der Salat schmeckt am besten lauwarm.

Sommersalat 2
 
(So sieht das übrigens aus, wenn ich fotografiert habe – alles rein in eine Schüssel, vermatschen und dann wird gegessen. Mit einem großen Löffel. Ich hab ja meine Zeit nicht gestohlen :P)

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12.09.2013

REZEPT: Karotte-Feige-Kichererbsensalat mit Garam Masala

Ach Blog, wie sehr hab ich es vermisst, dich mit Artikeln und Fotos zu füllen! 

Leider kam mir der geilste Sommer seit Ewigkeiten dazwischen, und so war ich viel mehr damit beschäftigt, mit dem weltbesten Freund mit all meinen gefühlt 32828181919 Sachen in unsere Traumwohnung zu ziehen, auszumalen, mich einzuleben, zu gärtnern, mir im Schwimmbad an den Affenhitzetagen etwas Farbe zu holen, im Stadtpark herumzugammeln, Leute zu treffen, Kinder zu unterrichten und an meiner Diplomarbeit weiterzuarbeiten. 

Verzeihst du mir diese schreckliche Vernachlässigung? Ich hab dir auch ein neues Rezept für einen köstlichen Salat mitgebracht.  

Salat Garam Masala
Für eine große Mittagessenportion

Zutaten:
  • 200g Karotten
  • 60g Zwiebel
  • ½ EL Salz (optional)
  • 100g Feigen
  • 100g gekochte Kichererbsen
  • 2 EL Balsamico
  • 1 ½ EL Sojasauce
  • 1 bis 1½  TL Agavendicksaft (je nachdem, wie süß man es mag)
  • ¼ bis ½ TL Garam Masala (je nachdem, wie würzig man es mag)
  • Pfeffer und Salz zum Abschmecken
  • Minzeblättchen (optional)
Zubereitung:
Karotten der Länge nach halbieren, dämpfen oder kochen, dann in dünne Halbmonde schneiden. Zwiebel fein würfeln und, wenn man so wie ich keine rohen Zwiebel verträgt, mit Salz vermengen und 5 Minuten stehen lassen. Das zieht die Schärfe heraus. Nach fünf Minuten in einem Sieb gründlich abspülen und abtropfen lassen. Wer aber kein Problem mit rohen Zwiebeln hat, schneidet die Zwiebeln einfach klein. Feigen grob würfeln. Kichererbsen aus der Dose gründlich abwaschen und abtropfen lassen.
Karotten, Zwiebel, Feigen und Kichererbsen in einer Schüssel vermischen. Aus Balsamico, Sojasauce, Agavendicksaft und Garam Masala ein Dressing zubereiten und über die Zutaten geben. Vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann noch mit Minzeblättchen dekorieren.

Was habt ihr im Sommer gemacht?

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25.08.2012

REZEPT: Herbstsalat mit Sesamkürbis, Pfirsich und Himbeerdressing


Gegensätze sollen sich bei Ninas Blogevent zum zweiten Bloggeburtstag anziehen.

  Blog-Event: Ungleiche Duette – Gegensätze ziehen sich an 

Puoah, ich bin ja so was von kreativ, wenn es um so was geht. Tagelang hab ich überlegt, was ich kochen könnte, und am Ende ist es nur ein schnöder Herbstsalat geworden, wenn auch einer, der sich sehen lassen kann. Die Gegensätze, die sich anziehen sind… Achtung, Trommelwirbel:
  • Süß und salzig – ich mag meine Salate mit Zucker oder Agavendicksaft in der Marinade ;)
  • Obst und Gemüse – Obst im Salat find ich einfach geil, und selbstgemachter Himbeeressig ist sowieso spitze!
  • Asiatisch und steirisch (Sesam und Kürbiskernöl) – ohne Kernöl kein Salat.
Nja. Gut, den Preis für Kreativität gewinn ich mit meiner Kreation sicher nicht, aber dafür gibt es ja die anderen BloggerInnen mit mehr Fantasie ;) Geschmeckt hat mir der Salat übrigens hervorragend, und er sieht auch hübsch dekorativ aus, findet ihr nicht?

Herbstsalat mit Sesamkürbis, Pfirsich und Himbeerdressing – für eine Portion Salat


Zutaten:
  • ¼ von einem kleinen Hokkaidokürbis, die Kerne entfernt, in dicke Spalten geschnitten
  • Sesamsamen
  • ½ EL Butter oder Öl
  • 1 kleines Salatherz, gewaschen und in Stücke zerteilt
  • 2 gelbe Kirschtomaten, geviertelt
  • 2 rote Kirschtomaten, geviertelt
  • ½ rote Paprika, in kleine Stücke geschnitten
  • ½ Pfirsich, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Frühlingszwiebel, in kleine Stücke geschnitten
  • Etwas Petersilie, zerzupft
  • Für die Marinade 2 EL Himbeeressig, 3 EL Kürbiskernöl, ½ TL Agavendicksaft oder mehr nach Geschmack, ½ TL Senf, Salz
Zubereitung: Hokkaidokürbis in etwas Wasser fast weich kochen. Darauf achten, dass der Kürbis nicht zerfällt. Dann in einem Sieb abtropfen lassen.
Die Zutaten für die Marinade gut vermischen, am besten in einem Schraubglas verschütteln. Salat, Kirschtomaten, Paprika, Pfirsich, Frühlingszwiebel und Petersilie in einer Schüssel vermischen.
Butter in einer Pfanne erhitzen, ca. 1 ½  TL Sesamsamen darin erhitzen. Den Kürbis hineingeben und schwenken, bis er von Sesamsamen umhüllt ist. Etwas weiterbraten, bis der Kürbis die Butter etwas aufgesogen hat.
Die Marinade über den Salat geben, dann alles gut vermischen und eventuell noch etwas mit Öl oder Essig nachwürzen. Auf einen Teller häufen und die Kürbisstücke darauf legen.

Welche Gegensätze mögt ihr besonders gern?



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12.06.2012

REZEPT: Hirsesalat auf italienische Art


Am Wochenende war ich zur Hochzeit vom Bruder des weltbesten Freundes eingeladen und wie immer passierte das, was wohl alle Männer insgeheim ein bisschen fürchten: Ich kam in wilde Hochzeitsstimmung! Am liebsten plane ich meine eigene Hochzeit, wenn ich auf Hochzeiten anderer bin, denn da sieht man, was gut gelingt und was man doch anders machen würde, so ganz nach dem Motto: „Weltbester Freund, auf unserer Hochzeit…“ Er quittiert es meistens mit einem langgezogenen, neutralen „Hmmm“, was so ziemlich alles von „Au ja, lass uns gleich zum Standesamt düsen!“ bis „Himmelherrgottnochamalwiesoich“ heißen kann. Ist mir auch recht, so kann ich mich in Ruhe über Locations, Gäste und Musik ausspinnen, ohne dass mir wer dazwischenquasselt und mich wieder auf den Boden der Realität zurückholt!

Bei der Hochzeit am Wochenende waren viele Dinge sehr gut gelungen, z.B. der Auszug des Paares aus der Kirche. Alle Mädchen und Frauen bekamen Seifenblasen und durften die beiden einblubbeln – eine tolle Idee, die ich ganz ungeniert für meine eigene Hochzeit klauen werde ;)



Mit dem Hochzeitsessen hingegen war ich nicht allzu glücklich, wohl auch, weil es sehr traditionell gehalten war – und sehr tierproduktlastig! Als Vorspeise gab es Mozzarella mit Tomaten und Melone mit Schinken, als Suppenwahlmöglichkeiten Frittatensuppe, Leberknödelsuppe oder Spargelcremesuppe (alle Suppen mit Rindsuppe gekocht). Die Hauptgerichte habe ich mir nicht gemerkt, da alle mit Fleisch oder Fisch. Ich durfte zum Glück ein vegetarisches Gericht bestellen und habe einen Gemüseteller gewählt. Leider war der Koch nicht sehr kreativ und fast das gesamte Gemüse darauf war einfach nur gekocht, teilweise ohne jegliche Zugabe von Salz. Gschmackig ist anders, aber mir war schon von vorneherein klar, dass ich nicht die wichtigste Person auf der Hochzeit bin und daher natürlich nicht auf meine Sonderwünsche eingegangen werden kann oder soll. Die meisten Menschen sind ja durch und durch Fleischesser und daher denken sie auch an das, was sie selber gerne essen.

Bei meiner eigenen Hochzeit würd ich es allerdings anders machen, das mit dem Essen. Für Veganer bzw. Vegetarier muss auf jeden Fall eine ordentliche Option dabei sein! Vielleicht wäre die Hochzeit auch vollkommen vegetarisch, wer weiß? Vater spross meinte, dass er sich in diesem Fall ein ordentliches Stück Speck einpacken würde – soll er ruhig machen. Aber ob der weltbeste Freund da mitspielt, ist sowieso fraglich ;)

Hier ist aber auf jeden Fall ein Vorschlag für eine Hochzeitsvorspeise – ein italienischer Hirsesalat. Das Zeug schmeckt so unglaublich gut, ich bin hin und weg. Die Idee dazu, Hirse überhaupt zu kaufen bzw. daraus Salat zu machen, habe ich von Michaela, das Dressing mit Zitronensaft war aber nicht nach meinem Geschmack. So habe ich das Rezept zuerst ein bisschen und dann sehr umgebaut :)
Hirsesalat auf italienische Art (für eine Person als Hauptgericht oder als Vorspeise für viele)


Zutaten:
  • 110g Goldhirse
  • 220ml Wasser
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1-2 EL Olivenöl
  • ½ TL Senf
  • ¾-1 TL Agavendicksaft
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Karotte, fein gewürfelt
  • ½ roter Paprika, fein gewürfelt
  • 1 Frühlingszwiebel mit Grün, klein geschnitten
  • 1 fingerlanges Stück Gurke, geschält, entkernt, gewürfelt
  • 1 Tomate, entkernt und gewürfelt
  • 1 EL Pinienkerne, in der Pfanne geröstet
  • 3 Blätter Basilikum
  • Optional, aber dann nicht mehr vegan: Schafkäse zerkrümelt
Zubereitung: Die Hirse nach Packungsanleitung garen und abkühlen lassen, dabei darauf achten, dass sie ordentlich durch ist. Das Dressing zubereiten: Essig, Öl, Senf, Salz, Pfeffer und Agavendicksaft am besten in einem Schraubglas miteinander verschütteln. Karotte und Paprika in etwas Olivenöl anbraten, sodass die Karotte weicher wird. Abkühlen lassen.
Die Hirse mit allen Zutaten bis auf Pinienkerne, Basilikum und den optionalen Schafkäse vermischen. Zum Anrichten mit Pinienkernen und Basilikum dekorieren, eventuell noch Schafkäse darüber bröseln.

Was gibt’s bei euch als Hochzeitsvorspeise?

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08.08.2011

REZEPT: Grüne Bohnen mit Senfdressing

Grüne Bohnen waren für mich früher der Inbegriff von Quälgemüse. Schauerlich zerkochte Pampe, graue Bohnen, geschmacksneutrale Dinger der Marke "Ess ich halt, weil sie gesund sind."
Von diesem Bohnensalat allerdings kann ich gar nicht genug kriegen, vor allem jetzt, wo der Bauernmarkt vor Fisolen überquillt. Viva la Bohne!

Grüne Bohnen mit Senfdressing* (4 Portionen)


Zutaten:
  • Salz
  • 4 Hand voll grüne Bohnen/Fisolen (ich hab dickere genommen und sie in jeweils drei gleich große Stücke geteilt)
  • 2 EL Dijonsenf
  • 2 EL Weißweinessig oder weißer Balsamico
  • 1 Prise Zucker
  • 6 EL Olivenöl
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1/2 Knoblauchzehe, fein gerieben (optional)
Zubereitung: Bohnen nach gewünschter Bissfestigkeit in Salzwasser garen - ich mags, wenns quietscht, Jamie Oliver und der weltbeste Freund finden das eher schaurig. 
Senf, Essig in einer kleinen Schüssel verrühren, dann das Olivenöl unterrühren und alles zu einer sämigen Paste verarbeiten. Knoblauch dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Wenn die Bohnen fertiggekocht sind, in ein Sieb abgießen und dann sofort mit dem Dressing verrühren - klingt zuerst komisch, aber schmeckt köstlich! Zwiebeln dazu und entweder gleich auffuttern oder etwas abkühlen lassen. Herr O. warnt davor, den Salat in den Kühlschrank zu packen, da das den Geschmack verderben würde. Die Gefahr besteht hier selten, da das Gericht sehr schnell auf wundersame Weise zu verschwinden pflegt.

Fazit: So lasse ich mir Bohnen einreden, sie sind schön senfig-knackig. Bei uns gabs das Gericht schon mal mit gegrilltem Gemüse - sehr gut!

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Originalrezept aus: Oliver, Jamie: Essen ist fertig! Die besten Rezepte für jeden Tag. München: Dorling Kindersley 2005.



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05.04.2011

BENTO und REZEPT: Teriyakihuhn und asiatischer Karotten-Gurken-Salat

Teriyakihuhn ist einfach toll. Man kann es blitzschnell zubereiten und es schmeckt auch kalt ganz vorzüglich. Ich habe in meinem Tiefkühler immer Hühneroberkeulen in praktischen Portionen eingefroren, deshalb ist Teriyakihuhn für mich so etwas wie ein Notfallessen, wenn nichts anderes mehr im Haus ist.

Bento mit Teriyakihuhn und asiatischem Salat


Das Bento habe ich in meine kleinste Box (knapp 500ml) gepackt, es hat genau gereicht, um die Zeit zwischen zwei Vorlesungen zu überbrücken ;) Normalerweise nehme ich meine Lieblingsbox mit, die fast 900ml fasst.

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Teriyakihuhn* (für 2 Bentoportionen)

Zutaten:
  • 2 Hühneroberkeulen ohne Haut
  • 2 EL Sojasauce und Mirin
  • 1 EL Zucker
  • Öl
  • optional: ein paar Frühlingszwiebelringe
Zubereitung: Die Hühneroberkeulen von überschüssigem Fett befreien, dann aus Sojasauce, Mirin und Zucker eine Marinade bereiten und das Fleisch für mindestens 30 Minuten marinieren. Anschließend das Fleisch abspülen und trockentupfen, die Marinade für später aufbewahren. 
Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Hühneroberkeulen zuerst von der einen Seite, dann von der anderen Seite anbraten. Hitze reduzieren, die übriggebliebene Marinade mit 3 EL Wasser aufgießen und über das Fleisch gießen. Mit einem Deckel zudecken und das Fleisch darin kochen, bis es durch ist. Den Deckel abnehmen, die Hitze erhöhen, die Frühlingszwiebel hinzufügen und alles einreduzieren lassen. Das Huhn und die Zwiebel mit der Marinade überziehen, anschließend das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und servieren.

Fazit: Ich habe schon viele Teriyakirezepte ausprobiert, aber das hier finde ich am besten, auch wenn das Fleisch für untrainierte Gaumen wahrscheinlich widerlich süß gewürzt ist ;)

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Asiatischer Salat ( 1 Bentoportion)**
Zutaten:
  • 1 kleine Karotte, mit dem Sparschäler in Streifen gehobelt
  • 5 cm Stück Gurke, entkernt, geschält und mit dem Sparschäler gehobelt
Dressing:
  • 1 EL Sesamsamen
  • 1 ES Sojasauce
  • 1 EL Reisessig
  • 1 EL Sonenblumenöl
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Mirin
  • 1 TL Sesamöl
Zubereitung: Dressingzutaten gut vermischen und über das Gemüse geben.

Fazit: Mag ich. :)
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* Aus: Kijima, Naomi: Japanese Meals on the Go. Bento Boxes. Tokyo: Graph-sha 2001.
** Aus: Karmel, Annabel: Lunch Boxes and Snacks. Over 120 healthy recipes, from delicious sandwiches and salads to hot soups and sweet treats. New York et al: Atria 2007.






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25.02.2011

REZEPT: Japanischer Kartoffelsalat

Ich hasse Erdäpfelsalat. Diese widerliche Pampe aus dem Plastikeimer, die es bei uns zu jedem Kotelett, zu jedem Bratwürstel gibt und vor der man auch in Gasthäusern nicht sicher ist, verfolgt die gestandene Österreicherin überall hin wie ein Fluch. Auch selbstgemachtem Wiener Erdäpfelsalat kann ich nichts abgewinnen - ich finde kalte Kartoffeln im Normalfall einfach BÄH.
Schön, dass andere Länder bessere Methoden gefunden haben, um Kartoffeln kalt halbwegs erträglich schmecken zu lassen:

Japanischer Kartoffelsalat (für zwei Bentos)


Zutaten:
  • 2 mittlere speckige oder festkochende Kartoffeln
  • 1 kleine Karotte
  • 2 Esslöffel japanische Majonaise
  • 2 Radieschen
  • Salz und Pfeffer
  • Frühlingszwiebel

Zubereitung: Kartoffeln und Karotte zusammen weich kochen, dann schälen und kleinschnippeln. Etwas abkühlen lassen, dann mit Majonaise und klein geschnittenen Radieschen vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Frühlingszwiebeln garnieren.

Fazit: Einfach, gut und bentotauglich. Wer braucht da schon Plastikpampe? Japanische Majo ist übrigens einfach toll. Hier im Hause spross wird die "Dickes-Kind-Majonaise" verwendet, die besonders der weltbeste Freund liebt.

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10.01.2011

REZEPT: Sellerie-Karotten-Salat

Heute habe ich mein neues Bentokochbuch eingeweiht – Itoh, Makiko: The Just Bento Cookbook. Everyday Lunches To Go. Tokyo: Kodansha 2010.
Das lange Warten hat sich gelohnt: Das Kochbuch ist wirklich sehr hübsch gestaltet, alle Rezepte kommen ohne schwer zu bekommende Zutaten aus und die Bentos sind angenehm unaufgeregt. Morgen gibt es dann ein erstes Bento nach Maki, ich bin schon gespannt, wie es schmecken wird.
Das allererste Rezept, das ich ausprobiert habe, ist ein Salat, den man gut vorbereiten kann.

Sellerie-Karotten-Salat  (6-8 Bentoportionen)


Zutaten:
  • 1 große Sellerieknolle, ordentlich geschält
  • 2 mittelgroße Karotten, geschält
  • 1 Esslöffel O-Saft + 1 Teelöffel Reisessig (oder der Saft einer Zitrone, wie im Originalrezept. Ja, wenn mir die Zitronen nicht immer schneller verschimmeln würden, als ich sie verbrauchen kann...)
  • ½ Teelöffel Salz
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Olivenöl
Zubereitung: Den Sellerie und die Karotten mit der Gemüsereibe in feine Streifen hobeln. Die Dressingzutaten vermischen und über den Salat geben, nach Geschmack nachwürzen. Der Salat schmeckt besser, wenn er etwas steht.

Fazit: Mir sind beim Hobeln fast die Hände abgefallen – so kann man kochen gleich mit Oberarmmuskeltraining verbinden! :) Geschmacklich ist der Salat erstaunlich gut. Das Dressing verleiht dem doch sehr einfachen Gericht eine fruchtige Note und in diesem Salat schmeckt mir sogar Sellerie, den ich sonst nicht so gerne mag.

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02.01.2011

REZEPT: Annabel's dressing

Ich habe vor einiger Zeit ein kleines Buch einer in GB bekannten Kinderköchin gekauft: Karmel, Annabel: Lunch Boxes and Snacks. Over 120 healthy recipes, from delicious sandwiches and salads to hot soups and sweet treats. New York et al: Atria 2007. 
Die Dame kann kochen und jedes Rezept schmeckt. Ich bin zwar kein großer Fan von Sandwiches und Salaten im Bento, aber die Ideen, die sie hat sind, allesamt gut und ich bin sicher, dass die Gerichte Kindern gut schmecken. Und was Kindern schmeckt, schmeckt auch Erwachsenen, wie z.B. dieses verflucht gute Dressing:

Annabel's dressing

  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1/4 cup Pflanzenöl (bei mir Sonnenblumenöl)
  • 1 1/2 tablespoons* Reisessig
  • 1 tablespoon Sojasauce
  • 1 tablespoon gehackter Sellerie (ich habe geriebenen Knollensellerie genommen)
  • etwas frisch geriebener Ingwer
  • 1 tablespoon Wasser
  • 1 1/2 teaspoons Tomatenmark
  • 1 1/2 teaspoons Staubzucker
  • 1 1/2 teaspoons Zitronensaft
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Mixer/mit dem Stabmixer fein pürieren.

Fazit: Bei uns gab es das Dressing zu Silvester als Sauce fürs Raclette. Die Gäste waren begeistert und ich finde auch, dass dieses Dressing einen ganz besonders feinen Geschmack hat. Die Autorin des Buches reicht das Dressing übrigens zu Nudelsalat.

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*Da es sich um ein sehr amerikanisiertes Kochbuch handelt, habe ich die Originalmaße übernommen.
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31.12.2010

REZEPT: Maissalat mit Wagamama-Dressing

Heute ist der letzte Tag des alten Jahres und deshalb gibt es heute wie jedes Jahr eine Party mit viel Essen. Wir machen Raclette und werden auch den heißen Stein anwerfen - und alle Leute dürfen erst gehen, wenn sie sich einen Buckel gefressen haben :) Dazu gibt es allerhand Saucen und Beilagen, z.B.: 

Maissalat mit Wagamama-Dressing* (für viele hungrige Partygäste)


Zutaten:
  • 3 Dosen Mais
  • 1 halbe Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Sojasauce (ich habe dunkle genommen)
  • Etwas geriebener Ingwer (ein halber Zentimeter war es bei mir)
  • 2 EL Reisessig
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2 EL Ketchup (Heinz!)
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Sonnenblumenöl
Zubereitung: Mais (hoffentlich Bioqualität! ^^) in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Alle Saucenzutaten bis auf das Öl in eine kleine Schüssel geben und so lange rühren, bis die Sauce eine sämige Konsistenz hat. Dann nach Geschmack Öl zugeben und verrühren. (Ich gebe so viel Öl zu, dass der Ketchupteil gerade mit Öl bedeckt ist.)

Fazit: Ich liebe diese Kombination, mag sie auch noch so pervers sein. Und ich schwöre, auch im Wagamama Dublin war der Salat nicht besser ;) So ein Maissalat passt übrigens super ins Bento - so wie in dieses - und lässt sich auch gut vorbereiten. Er wird besser, wenn er etwas steht. 

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Originalrezept aus: Arnold, Hugo: das wagamama kochbuch. München: Christian Verlag 2008.



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