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20.02.2013

REZEPT: Orangen-Cashew-Himbeer-Muffins


Muffins sind wirklich unattraktive Zeitgenossen, wenn man sie mit ihre Kollegen, den Cupcakes, vergleicht. Zwar sind sie gesünder – objektiv betrachtet – weil sie normalerweise nicht so wild mit Buttercreme und Co. dekoriert werden, aber leider macht sie das auch nicht fescher. Beim Fotografieren von Muffins stoße ich daher immer wieder an meine Grenzen, denn ein fader Muffin ist halt auch mit schickem England-Baking-Cup nicht so ein tolles Fotomodell wie ein glitzernder Cupcake mit Cremehäubchen und Zuckerherzchen. Schade eigentlich, wenn das Foto nicht so toll aussieht und der geneigte Leser dann unter Umständen nicht zum Nachkochen verführt wird.

Bei diesem Rezept solltet ihr euch aber nicht täuschen bzw. von meinen weißen Fingerchen im Bild abschrecken lassen, denn die Muffins haben es in sich. Geschmacklich. Und ich habe bei der Zutatenliste auch gar kein schlechtes Gewissen, mir gleich noch einen zu gönnen.

orangenmuffins text

Zutaten für sechs Muffins:
(Das abgeänderte Originalrezept stammt aus diesem Buch.)
  • 120ml Orangensaft
  • Abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
  • 60ml neutrales Öl
  • Eine Prise getrockneter Kardamom
  • Eine Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1-2 Tropfen Mandelextrakt
  • 55g brauner Zucker
  • 130g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • ¼ TL Natron
  • 65g Cashews, gehackt (oder andere Nüsse)
  • 4g getrocknete Himbeeren (optional)
Zubereitung: Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden und den Backofen auf 190 Grad vorheizen.
Orangensaft, Orangenschale, Öl, Kardamom, Salz, Vanilleextrakt, Mandelextrakt und braunen Zucker verrühren. Mehl, Backpulver und Natron vermischen und über die Orangensaftmischung sieben.
Die trockenen mit den feuchten Zutaten bzw. die Cashews und Himbeerstückchen mit Hilfe eines Schneebesens vermischen. Vorsicht, nur so lange rühren, bis sich die Zutaten gerade eben vermischt haben, sonst werden die Muffins zäh. Bei 190 Grad ca. 23-25 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Muffin oder Cupcake?

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12.06.2012

REZEPT: Hirsesalat auf italienische Art


Am Wochenende war ich zur Hochzeit vom Bruder des weltbesten Freundes eingeladen und wie immer passierte das, was wohl alle Männer insgeheim ein bisschen fürchten: Ich kam in wilde Hochzeitsstimmung! Am liebsten plane ich meine eigene Hochzeit, wenn ich auf Hochzeiten anderer bin, denn da sieht man, was gut gelingt und was man doch anders machen würde, so ganz nach dem Motto: „Weltbester Freund, auf unserer Hochzeit…“ Er quittiert es meistens mit einem langgezogenen, neutralen „Hmmm“, was so ziemlich alles von „Au ja, lass uns gleich zum Standesamt düsen!“ bis „Himmelherrgottnochamalwiesoich“ heißen kann. Ist mir auch recht, so kann ich mich in Ruhe über Locations, Gäste und Musik ausspinnen, ohne dass mir wer dazwischenquasselt und mich wieder auf den Boden der Realität zurückholt!

Bei der Hochzeit am Wochenende waren viele Dinge sehr gut gelungen, z.B. der Auszug des Paares aus der Kirche. Alle Mädchen und Frauen bekamen Seifenblasen und durften die beiden einblubbeln – eine tolle Idee, die ich ganz ungeniert für meine eigene Hochzeit klauen werde ;)



Mit dem Hochzeitsessen hingegen war ich nicht allzu glücklich, wohl auch, weil es sehr traditionell gehalten war – und sehr tierproduktlastig! Als Vorspeise gab es Mozzarella mit Tomaten und Melone mit Schinken, als Suppenwahlmöglichkeiten Frittatensuppe, Leberknödelsuppe oder Spargelcremesuppe (alle Suppen mit Rindsuppe gekocht). Die Hauptgerichte habe ich mir nicht gemerkt, da alle mit Fleisch oder Fisch. Ich durfte zum Glück ein vegetarisches Gericht bestellen und habe einen Gemüseteller gewählt. Leider war der Koch nicht sehr kreativ und fast das gesamte Gemüse darauf war einfach nur gekocht, teilweise ohne jegliche Zugabe von Salz. Gschmackig ist anders, aber mir war schon von vorneherein klar, dass ich nicht die wichtigste Person auf der Hochzeit bin und daher natürlich nicht auf meine Sonderwünsche eingegangen werden kann oder soll. Die meisten Menschen sind ja durch und durch Fleischesser und daher denken sie auch an das, was sie selber gerne essen.

Bei meiner eigenen Hochzeit würd ich es allerdings anders machen, das mit dem Essen. Für Veganer bzw. Vegetarier muss auf jeden Fall eine ordentliche Option dabei sein! Vielleicht wäre die Hochzeit auch vollkommen vegetarisch, wer weiß? Vater spross meinte, dass er sich in diesem Fall ein ordentliches Stück Speck einpacken würde – soll er ruhig machen. Aber ob der weltbeste Freund da mitspielt, ist sowieso fraglich ;)

Hier ist aber auf jeden Fall ein Vorschlag für eine Hochzeitsvorspeise – ein italienischer Hirsesalat. Das Zeug schmeckt so unglaublich gut, ich bin hin und weg. Die Idee dazu, Hirse überhaupt zu kaufen bzw. daraus Salat zu machen, habe ich von Michaela, das Dressing mit Zitronensaft war aber nicht nach meinem Geschmack. So habe ich das Rezept zuerst ein bisschen und dann sehr umgebaut :)
Hirsesalat auf italienische Art (für eine Person als Hauptgericht oder als Vorspeise für viele)


Zutaten:
  • 110g Goldhirse
  • 220ml Wasser
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1-2 EL Olivenöl
  • ½ TL Senf
  • ¾-1 TL Agavendicksaft
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Karotte, fein gewürfelt
  • ½ roter Paprika, fein gewürfelt
  • 1 Frühlingszwiebel mit Grün, klein geschnitten
  • 1 fingerlanges Stück Gurke, geschält, entkernt, gewürfelt
  • 1 Tomate, entkernt und gewürfelt
  • 1 EL Pinienkerne, in der Pfanne geröstet
  • 3 Blätter Basilikum
  • Optional, aber dann nicht mehr vegan: Schafkäse zerkrümelt
Zubereitung: Die Hirse nach Packungsanleitung garen und abkühlen lassen, dabei darauf achten, dass sie ordentlich durch ist. Das Dressing zubereiten: Essig, Öl, Senf, Salz, Pfeffer und Agavendicksaft am besten in einem Schraubglas miteinander verschütteln. Karotte und Paprika in etwas Olivenöl anbraten, sodass die Karotte weicher wird. Abkühlen lassen.
Die Hirse mit allen Zutaten bis auf Pinienkerne, Basilikum und den optionalen Schafkäse vermischen. Zum Anrichten mit Pinienkernen und Basilikum dekorieren, eventuell noch Schafkäse darüber bröseln.

Was gibt’s bei euch als Hochzeitsvorspeise?

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29.12.2011

REZEPT: Wan-Tan oder Gyoza

Gyoza esse ich sehr gerne, vor allem im Babe in der Zinzendorfgasse. Selber machen habe ich mich bis jetzt nie getraut, man weiß ja nie – und außerdem gab es in ganz Graz bis jetzt keine Gyozawrapper aufzutreiben. (Zum Selberteigkneten war ich bis jetzt zu faul.) Hach, was konnte ich toll über diesen schrecklichen Zustand jammern…

Als ich letztens aber meine Nudelvorräte in Farmah’s Indien Supermarket aufstocken wollte, habe ich einen Blick in die reichhaltig gefüllte, wenn auch etwas chaotische Tiefkühltruhe geworfen. Zwischen halben Lachsen, tiefgekühlten Shrimps und Frühlingsrollen erblickte ich viereckige Wan-Tan-Blätter.

In meinem Hirn begann es zu rattern.

Wan-Tan = so was wie komisch aussehende Gyoza. Sogar Wikipedia verweist von A nach B, da wird’s wohl wurscht sein, ob ich runde Gyoza-Wrapper oder eckige Wan-Tan-Wrapper zum Knödelmachen nehme, oder? Mein Anti-Experimentiergehirn meldete sich natürlich gleich wieder zu Wort: „Bist du wahnsinnig, du kannst doch nicht etwas anderes nehmen als im Rezept!!!“, aber ich beschloss, es einfach zu versuchen. Ab und zu muss man einfach etwas wagen!

Unten präsentiere ich nun stolz das Ergebnis der ersten Wan-Tan-Gyoza-Fressorgie. Der weltbeste Freund und ich haben gemeinsam herumgetüftelt, wie man aus viereckigen Wan-Tan-Blättern runde Gyoza hinkriegt. Irgendwann haben wir beschlossen, dass uns das Aussehen blunzn ist, Hauptsache, es schmeckt – und das hat es definitiv. Gyoza hat es bei uns sicher nicht das letzte Mal gegeben, denn sie sind verflucht gut…

Das Originalrezept findet sich übrigens hier.

Vegetarische Gyoza aus Wan-Tan-Teig (für ca. 30 Stück – wir haben 25 verdrückt und 5 eingefroren.)


  • 1 Pkg. Wan-Tan-Blätter (Ich habe die zum Frittieren genommen)
  • Öl
  • Salz und Schnittlauchröllchen
Für die Füllung:
  • Ca. 100g Tofu, fein zerkrümelt
  • 90g Chinakohl, fein geschnitten
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Stangen Frühlingszwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • Ein kleines Stück Ingwer, fein gerieben
  • Zwei getrocknete Shiitakepilze, in Wasser eingeweicht und fein geschnitten
  • 1 EL Stärke
  • 1 EL Sake/Sherry
  • ½ EL Sojasauce
  • ½ EL Sesamöl
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • Schnittlauch nach Geschmack
Für die Sauce:
  • 2 EL Reisessig
  • Etwas Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL weißes Miso
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
Oder einfach Sojasauce nehmen, das schmeckt sicher auch gut! :)

Zubereitung: Die Wan-Tan-Wrapper auspacken und antauen lassen. Die Saucenzutaten verrühren und die Sauce beiseitestellen.
Alle Zutaten für die Füllung gut vermengen. Da nichts roh Ungesundes im Teig ist, kann man ohne Sorge probieren, ob die Füllung gut gewürzt ist. Wenn nicht, etwas nachsalzen.
Zum Falten ein Wan-Tan-Blatt in die linke Hand nehmen und zwei der vier Ränder mit etwas Wasser bestreichen. Einen TL Füllung in die Mitte geben und zu einem Dreieck formen. Die Spitzen des Dreiecks anschließend in die Mitte falten und gut zusammendrücken. (Wer sich nicht auskennt, was ich meine, schaut hier nach. Die Dame in diesem Video faltet etwas schöner als wir, aber auch unsere Methode hat funktioniert!)


Öl in einer Pfanne erhitzen und die Knödelchen hineingeben. Vorsichtig anbraten, bis der Boden schön gebräunt und knusprig ist. Dann etwa 50 ml Wasser hinzufügen und schnell einen passenden Deckel auf die Pfanne geben*, das Wasser spritzt höllisch! Hitze etwas reduzieren. Die Gyoza dämpfen nun so lange, bis fast das ganze Wasser verdampft ist. Den Deckel abnehmen und noch etwas in der Pfanne knusprig werden lassen.
Mit der Sauce servieren. Auf einer Platte oder einem Teller anrichten, etwas salzen und mit Schnittlauch bestreuen, jeder kann sich dann nehmen, was er mag.

~~

*Da wir nur eine kleine Pfanne mit Deckel haben, haben wir die Gyoza in zwei Durchgängen gemacht und die fertige Portion im Ofen warmgehalten. Frisch aus der Pfanne schmecken sie aber am besten!


Was war eure tollste spontane Lebensmittelentdeckung?

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19.11.2011

REZEPT: Muskatkürbissuppe mit Kokosmilch, Äpfeln und Orangensaft

Normalerweise bin ich beim ersten Ausprobieren von Rezepten sehr genau. Sklavisch halte ich mich an die Mengenangaben, schnipple alles nach Vorschrift und traue mich kaum, vom Gedruckten abzuweichen. Ich bin da so akribisch - "Komm ja nicht auf die Idee, hier noch Petersilie reinzutun, bist du des Wahnsinns?!" -, dass der weltbeste Freund mich regelmäßig veräppelt und behauptet, ich sei ein Küchen-Monk.

Bei diesem Rezept jedoch, das ich vor Tagen in meine Nachkochliste gespeichert hatte, haben sich mir beim genaueren Durchlesen die Nackenhärchen aufgestellt. WTF? Kürbis kochen, dann rausnehmen, dann pürieren und dann in die Suppe? Viiiel zu kompliziert! Die Kombination mit Apfel fand ich aber interessant, also habe ich meine Kreativität spielen lassen. Okay, viel hat sich nocht geändert, aber immerhin. Kleine Schritte muss man auch würdigen! ;)
Das Ergebnis meines Ausbruchs aus dem gewohnten Muster war eine angenehm säuerliche Suppe, die als Abendessen sehr sättigend war. Den Orangensaft würd ich das nächste Mal aber verdoppeln oder ganz weglassen.

Muskatkürbissuppe mit Kokosmilch, Äpfeln und Orangensaft


Zutaten für knapp 3 Portionen:
  • 1 große Zwiebel
  • Etwas Butter
  • 1 kleiner Apfel, fein gewürfelt
  • 2 große Knoblauchzehen, gewürfelt
 Viel Knoblauch. Mmmmm...
  • 1 kleines Stück Ingwer, gerieben
  • 500g geschälter, gewürfelter Kürbis
  • 400ml Gemüsesuppe
  • 100ml Kokosmilch
  • Saft einer halben Orange
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Bochshornklee
Zubereitung: Zwiebel in Butter anschwitzen, dann den Knoblauch und den Ingwer dazugeben und alles kurz andünsten. Darauf achten, dass der Knoblauch nicht verbrennt. Dann den Kürbis und den Apfel dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Brühe aufgießen, aufkochen und alles auf niedriger Flamme garkochen. Dann die Kokosmilch und den O-Saft dazugeben und mit dem Stabmixer pürieren. Anschließend mit den Gewürzen abschmecken. Wer ganz besonders dekadent sein will, dekoriert seine Suppe noch mit gerösteten Kürbiskernen und etwas extragutem steirischen Kürbiskernöl.



Seid ihr kreative Köche?

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17.10.2011

REZEPT: Arabische Linsen-Reis-Suppe

Irgendwann vor Urzeiten kaufte ich mir eine Packung roter Linsen, weil ich diesen grenzgenialen Linsenaufstrich nachbauen wollte, in den ich mich bei einer Essenseinladung verliebt hatte. Was soll ich sagen – der Versuch ging schief und die Linsen verstaubten in einem Schraubglas im hintersten Eck meines Vorratsregals.

Das gleiche Schicksal ereilte eine Packung braunen Langkornreis, den ich mir kochen wollte, nachdem ich in einem vegetarischen Restaurant diesen köstlichen Gemüsecurry mit eben diesem Reis zu mir genommen hatte. Ich traute mich einfach nicht, die Körner in meinen Reiskocher zu packen und einfach draufloszukochen… Ohne Rezept geht hier (zumindest das erste Mal – scheiß Unkreativität!) gar nichts, und da ich keine Anleitung finden konnte, wie man braunen Reis in meinem Reiskocher zubereitet, versteckte ich ihn verschämt gleich neben den roten Linsen und hoffte, dass er sich irgendwann in Luft auflöst – denn gibt es etwas Schlimmeres als Dinge, die man gekauft hat, aber dann nicht aufbraucht oder verwendet? Für mich kaum… Da schäme ich mich immer ganz schrecklich für meine Dummheit/Geldverschwendung und will gar nicht an das Zeug erinnert werden!

Vor einigen Tagen hatte ich aber dann endlich Gelegenheit, sowohl Linsen als auch Reis in einem Gericht zu verwenden, Heureka!
Es war ein grauenvoller Tag voller Stress – die arbeitende Bevölkerung hört jetzt kurz weg…Ja, ich hatte vier Stunden Uni, aber die Stunden waren geistig anstrengend! ;) Ich hatte keine Lust mehr, etwas Aufregendes zu produzieren, ich wollte mich nur aufs Sofa werfen und darauf warten, dass irgendein Auflauf, Eintopf oder Süppchen vor sich hin köchelt und mir erspart, vor dem Herd stehen zu müssen.

In diesem Buch wurde ich fündig, denn das Rezept warb damit, „perfekt für Tage zu sein, an denen man nicht mehrere Töpfe anbrauchen will, um etwas Essbares zu zaubern.“ (Für diese Übersetzung aus dem Englischen bekomme ich wohl keinen Preis, aber so inhaltsmäßig passt das schon ;))

(Beim Kochen hatte ich dann ein ganz merkürdiges Erlebnis: Als ich den Kümmel in den Topf gab, umwaberte mich plötzlich der typische Geruch, der mich stets umfängt, wenn ich es sonntags zu meinem werten Herrn Vater schaffe und er mir den obligatorischen Schweinsbraten auftischt. Ha, ich weiß jetzt, warum der so gut schmeckt! Er ist mit Kümmel paniert!)

Die Suppe war am ersten Tag ganz okay, am zweiten Tag, nachdem sich alles etwas gesetzt und der Reis mit Suppe angesoffen hatte, besser, da cremiger und voller im Geschmack, und ähnelte fast schon einem Eintopf. Es gab zwar keine Geschmacksexplosionen beim Essen, aber das Gericht ist relativ unkompliziert, macht satt und ich komme endlich dazu, alles aufzubrauchen, was ich immer schon aufbrauchen wollte… (Jetzt muss ich nur noch ein Rezept mit Pflaumenmus bzw. Austernsauce finden und alles wird gut.)

Arabische Linsen-Reis-Suppe (für 4 Portionen – wo die Kochbuchautorin hier 6 Portionen sah, ist mir schleierhaft…)

 Wer kann mir sagen, wie man Suppen dekorativ ablichtet? :(

Zutaten:
  • Olivenöl
  • 1 mittlerer Zwiebel, fein gewürfelt
  • 6 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Esslöffel gemahlener Kümmel
  • 1 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 115 Gramm gewürfelte Karotten
  • 200g rote Linsen
  • 100g brauner Langkornreis
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • Einen ordentlichen Schuss Zitronensaft (nach Geschmack)
Zubereitung:
Einen Schuss Olivenöl in einen großen Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten, dann Knoblauch, Pfeffer und Salz hinzufügen und mitbraten. Die Gewürze dazugeben – darauf achten, dass sie nicht anbrennen! – und ganz kurz anbraten. Karotten, Linsen, Reis und Brühe hinzufügen und zum Kochen bringen. Wenn die Mischung kocht, Hitze reduzieren und ungefähr 40 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich und der Reis durch ist. Ab und zu umrühren, um zu verhindern, dass die Suppe anbrennt. Wenn alles durch ist, den Zitronensaft hinzufügen und abschmecken.

Kennt ihr auch Gerichte, die am zweiten Tag besser sind?

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13.06.2011

REZEPT: Schoko-Knusper-Granola

Granola mag ich gerne zum Frühstück. Der weltbeste Freund nimmt es oft als Zwischenmahlzeit mit auf die Uni. Selbermachen statt selberkaufen macht viel mehr Spaß und deshalb haben wir schon unzählige Rezepte ausprobiert, unter anderem dieses und dieses.

Gesund ist die neueste ausprobierte Variante sicher nicht, aber dafür extrem schmackhaft... Man könnte es auch zu Mittag als Nachspeise essen, oder am Abend als Jause oder einfach zwischendurch oder-

Wie immer habe ich das Rezept an meinen Geschmack und an die zu Hause vorhandenen Zutaten angepasst. das Original für RezeptpuristInnen findet sich hier. 

Schoko-Knusper-Granola (für etwa 750g)


Zutaten:
  • 100g Zartbitterschokolade
  • 125g Rohrohrzucker
  • 50ml Sonnenblumenöl
  • 3 EL Ahornsirup
  • 500g feine Haferflocken
  • 50g Amaranth-Puffs
  • 50g Kokosraspel
  • 50g gehackte Haselnüsse
  • 2-3 EL Kakaopulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise feines Meersalz
Zubereitung:
Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Ein Backblech mit hohem Rand mit Backpapier auslegen. Die Schokolade hacken.
Den Zucker mit 1/8l Wasser unter Rühren aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, dann vom Herd nehmen. Öl, Ahornsirup und Schokolade unterrühren, bis sich alles aufgelöst hat.
Restliche Zutaten in einer Schüssel vermischen, die Schoko-Sirup-Mischung darübergießen und alles gut vermengen. Am besten geht das übrigens mit den Händen, da kann man das Granola so richtig zu festen Klumpen pressen. Auf das Blech geben, gleichmäßig verteilen und im Ofen (Mitte, Umluft, 160 Grad) 30-40 Minuten backen, bis das Granola gleichmäßig getrocknet ist. Alle 10 Minuten umrühren.
Wenn das Granola knusprig ist, aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech ganz auskühlen lassen, dann in ein luftdichtes Gefäß umfüllen. 

Fazit: Schokoladig, süß und knusprig. Einfach spitze!
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23.05.2011

REZEPT: Grüner Spargel mit Sesamdressing

Es gibt Gerichte, die sind so gut, dass man es kaum glauben kann. Dass ich bei diesem hier endlich mal alles befolgt habe, was das Rezept wollte, hat sicherlich dazu beigetragen, es perfekt zu machen... ;)

Grüner Spargel mit Sesamdressing* (als Beilage für zwei oder zum Alleine-Aufessen-und-Glücklichsein)


Zutaten:
  • 200g grüner Spargel
  • 1 TL Sojasauce
  • 4 EL Sesamsamen (bei mir weiße)
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 EL Sake
  • 1 EL Zucker (bei mir brauner Zucker)

Zubereitung: Holzige Enden abschneiden und Spargel, falls nötig, im unteren Drittel schälen. In ca. 4 Zentimeter große Stücke schneiden. Wasser in einem kleinen Topf aufkochen lassen, den Spargel darin etwa 4 Minuten kochen - mit den dicken Stücken anfangen und die feinen Spitzen nur ganz kurz mitkochen. Nicht verkochen lassen! Abtropfen. mit 1 EL Sojasauce beträufeln und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Die Sesamsamen in einer Pfanne rösten, bis sie zu springen beginnen. In einem Mörser zu einem feinen Pulver zerreiben. In einer kleinen Schüssel Sesamsamen, Sojasauce, Sake und Zucker mischen, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben. Anschließend den Spargel unterheben.

Fazit: Wenn Spargel nicht so verflucht teuer wäre, würd ich das ab jetzt jeden Tag essen. Morgen gibts das Gericht auf jeden Fall noch einmal!

~~

Aus: Parekh, Hema: The Asian Vegan Kitchen. Authentic and Appetizing Dishes from a Continent of Rich Flavors. Tokyo: Kodansha 2007.


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19.05.2011

BENTO und REZEPT: Thai-Tofu und Reis

Heute gibt es für mich ein komplett veganes Bento - und ich befürchte, es wird köstlich ;)

Thai-Tofu Bento

Drin:
  • Reis mit Gomashio und Shichimi Togarashi
  • Thai-Tofu mit Frühlingszwiebeln
  • gekochter Brokkoli
  • Kirschtomate

Nicht auf dem Bild: 
  • Döschen mit frischen Erdbeeren vom Bauernmarkt
  • veganer Schokomuffin
  • Flasche Wasser

Alles hat wunderbar in meine neue Thermostasche (hier erstanden) gepasst! :)




Thai-Tofu* (für 4 Portionen)

Zutaten:
  • 1 großer Block fester Tofu, in Würfeln
  • 1 TL Öl
  • 1/2 Tasse kleingeschnippelte Frühlingszwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL geriebener Ingwer
  • 1 EL rote Thai-Curry-Paste
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Agavendicksaft

Zubereitung: Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, den Tofu darin ca. 5 Minuten unter vorsichtigem Wenden braten. In der Mitte der Garzeit etwas von der Sojasauce darüber träufeln und gut vermischen.
Tofu aus der Pfanne nehmen und dann die Zwiebeln, den Knoblauch und den Ingwer darin ca. 5 Minuten braten. In einer kleinen Schüssel Currypaste,Wasser, die restliche Sojasauce und den Agavendicksaft mischen und dann zusammen mit dem Tofu wieder in die Pfanne geben. So lange köcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist. 

Fazit: Mag ich sehr. So ist Tofu essbar! ;)

~~

Aus: Moscowitz, Isa Chandra: Appetite for Reduction. 125 Fast and Filling Low-Fat Vegan Recipes. Cambridge: Da Capo Press 2011.
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05.05.2011

REZEPT: Vegane Vollkorn-Schoko-Nuss-Muffins

Bei uns in der Stadt gibt es ein vegetarisches Restaurant, das ganz wunderbare vegane Kuchen und Torten anbietet, die ganz und gar nicht vegan schmecken. Eines der Rezepte wurde in der Gratis-Stadtzeitung abgedruckt.

Vegane Schoko-Nuss-Muffins* (für 12 Muffins)


Zutaten:
  • 1 Becher Vollkornmehl
  • 1 1/2 Becher geriebene Haselnüsse oder Mandeln
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 EL Kakao
  • 1 Msp. Salz
  • 1/3 Becher Rohrzucker
  • 1/3 Becher Agavendicksaft
  • 1 EL Leinsamen, geschrotet
  • 2/3 Becher Pflanzenmilch
  • 1/3 Becher Rapsöl

Zubereitung: Ofen auf 170 Grad vorheizen. Alle flüssigen Zutaten zu einer homogenen Masse verrühren. Die festen Zutaten vermischen, sieben und vorsichtig unterrühren. Vorsicht, nicht zu lange rühren, da die Muffins sonst zäh werden. Muffins ca. 20 Minuten backen. Auskühlen lassen und nach Belieben dekorieren.

Fazit: "Schmecken gesund und gut" - O-Ton einer der Testesser. Mir waren sie etwas zu gesund, aber sie waren gut, auch wenn sie etwas gebröselt haben.

~~
* Aus: Der Grazer, 1. Mai 2011, Ausgabe 16.
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04.05.2011

REZEPT: Süßsaure Sauce

Es muss nicht immer die Marke mit dem freundlichen Afroamerikaner sein. Selbermachen ist die Devise!

Süßsaure Sauce (für viele Portionen)*


Zutaten:


  • 1 EL rote Chilipaste
  • 4 EL Sojasauce
  • 120 ml Ketchup
  • 2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Reisessig
  • 1 cm Ingwer, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 240ml Wasser (oder halb Ananassaft, halb Wasser)
  • 2 TL Maizena gemischt mit 4 EL Wasser

Zubereitung: In einem kleinen Topf Chilipaste, Sojasauce, Ketchup, Zucker, Salz, Essig, Ingwer, Knoblauch und Wasser zuerst aufkochen, dann ca. 4 Minuten köcheln lassen. Die Maizenamischung einrühren und solange köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

Fazit: Uncle Ben's machts auch nicht besser. Wir haben sie einmal ganz klassisch mit Hühnerbrust und einmal als veganes Gemüsegericht gegessen, man braucht die Sauce am Ende der Garzeit der Zutaten nur über das Gericht träufeln und kurz erwärmen. Das Zeug hält sich übrigens einige Tage im Kühlschrank!

~~

*Aus: Parekh, Hema: The Asian Vegan Kitchen. Authentic and Appetizing Dishes from a Continent of Rich Flavors. Tokyo: Kodansha 2007.



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26.03.2011

REZEPT: Spagetti mit Rotweinrestelsauce

Was tun, wenn der Kühlschrank leer ist, eine halbvolle Flasche Bushmann's Gully - was für ein Name! - vom Schrank herunterlacht und man fast keine Zeit zum Kochen hat? Na?
Man kocht Restlsauce. Wohl bekomms! 

Spagetti mit Rotweinrestlsauce (für zwei extrem hungrige Esser)


Zutaten:
  • 1 Dose geschälte Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • etwas Staudensellerie nach Geschmack, in Scheibchen geschnitten
  • 80 ml Rotwein
  • 1 getrocknete Chilischote
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • optional einen kleinen Schuss Balsamicoessig und Kräuter bzw. Parmesan zum Garnieren

Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und in reichlich Olivenöl glasig dünsten. Sellerie dazugeben und mitdünsten, danach Tomaten, Rotwein, Chili und Essig hinzufügen und alles zu einer leckeren Sauce einreduzieren lassen (dauerte bei mir ca. 20 Minuten). Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. 

Fazit: "Das riecht aber gut", meinte der weltbeste Freund. Und geschmeckt hat es erst! Ha, ich habs wieder mal geschafft, am Ende des Monats aus so gut wie nichts etwas wirklich Gschmackiges zu kochen :) 
Dieses Rezept ist absolut studententauglich, ich würde aber beim nächsten Mal die Spagetti gegen andere Nudeln wie Rigatoni oder Penne tauschen, da die die Sauce sicher besser aufnehmen.
Und wenn man den Parmesan weglässt, ist das Gericht sogar vegan.

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04.03.2011

REZEPT: Schnelle asiatische Lauchsauce

Als ich bei Babette's war, habe ich mir ein Kochbuch von Harumi Kurihara gekauft. Irgendwie muss man als Japan-Fan doch so eines haben, oder? 
Bis vor Kurzem lag das Buch allerdings unbenützt in der Küche herum. Ab und zu habe ich einen Blick hinein riskiert, aber irgendwie sprach mich nie etwas richtig an, schöne Bilder hin oder her.
Gestern habe ich dann endlich ein Rezept ausprobiert und ich bereue es nicht!

Schnelle Lauchsauce* (für zwei Miniportionen)


Zutaten:
  • 1/2 Lauchstange, fein gehackt
  • 50 ml Sojasauce
  • 1/2 EL Sake
  • 1 EL Reisessig
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 scharfe Chili, fein gehackt
  • etwas Öl

Zubereitung: Die Lauchstange fein hacken, dazu zuerst den Lauch mit einem scharfen Messer rundherum einstechen, denn dann fällt das Hacken leichter. Sojasauce, Sake, Essig und Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und Lauch und Chili darin leicht anbraten. Unter ständigem Rühren die Sojasaucenmischung hinzufügen. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, ist die Sauce fertig.

Fazit: Mmmmmm. Bei mir gab es die Sauce auf Reis und mit gebratenem Hühnerfleisch dazu. 
Ich denke, dass sich das Gericht auch gut fürs Bento eignet. Kalte Gemüsesaucen sind einfach toll und da die Sauce sehr stark gewürzt ist, schmeckt sie bestimmt auch kalt gut.

~~

* Aus: Kurihara, Harumi: Japanisch kochen ganz easy. München: Dorling Kindersley 2009.
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03.03.2011

REZEPT: Pilaw mit Mangold

Ein Pilaw ist schon etwas Tolles - man wirft einfach ein paar Zutaten zusammen, wartet ein bisschen und schon ist ein komplettes Hauptgericht fertig. Währenddessen kann man dann schon andere tolle Dinge machen, z.B. nach Rezepten stöbern, die Küche ausmisten oder einfach nur herumgammeln. Ich tat übrigens Letzteres ;)

Pilaw mit Mangold* (für zwei große Portionen)


Zutaten:
  • 200g Basmatireis
  • 500ml Wasser + Brühwürfel oder selbstgemachte Brühe
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 1 Spitzpaprikaschote, gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1/2 scharfe Chilischote, fein gehackt
  • 2 TL Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Rosinen
  • 70g Mangoldblätter, in breite Streifen geschnitten
  • 6 Kirschtomaten, geviertelt
Zubereitung: Das Gemüse vorbereiten. Dann Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und Chili in einem Topf kurz anbraten. Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Reis, Brühe und Rosinen zum Gemüse geben, alles zum Kochen bringen und zugedeckt bei schwacher Hitze das Wasser verkochen lassen. In der Zwischenzeit Mangold und Tomaten in etwas Olivenöl anbraten und etwa 2 Minuten dünsten. Die Mischung unter den fertig gekochten Reis heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Fazit: Fruchtig, scharf und gemüsig zugleich. Ich habe keine Beilage und keinen Salat gebraucht, das Pilaw sättigt sehr befriedigend auch ohne. 

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Aus: Hess, Reinhard; Schinarl, Cornelia und Szwillus, Marlisa: Spezialitäten aus aller Welt. Mit über 250 Rezepten aus 50 Ländern. München: GU 2004.

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14.02.2011

REZEPT: Udon-Nudeln mit Pilzen

Udon sind einfach toll - Packung auf, kurz kochen, mit irgendetwas vermischen, das grad im Kühlschrank herumfliegt et voilà: Fertig! Ja, selbermachen könnte man sie auch.
Hier ein weiteres Rezept für alle, die einfach nicht genug von den besten Nudeln der Welt bekommen können:

Udon-Nudeln mit Pilzen* (für eine sehr hungrige Studentin)


Zutaten:
  • 1 Pkg. Udon (200g)
  • Sonnenblumenöl
  • 1/2 rote Zwiebel, in Ringen
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 80g frische Shiitakepilze, in Scheibchen
  • 80g Chinakohl (oder Mangold), in mundgerechten, aber nicht zu kleinen Stücken
  • 2 EL Mirin
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 Schuss Sake
  • Sesamsamen

Zubereitung: Nudeln bissfest kochen und kalt abspülen, damit sie nicht zusammenkleben.
Öl in einem Wok erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin pfannenrühren (darauf achten, dass der Knoblauch nicht Feuer fängt anbrennt). Die Pilze dazugeben und pfannenrühren, bis sie durch sind, dann den Chinakohl, Mirin, Sojasauce und Sake hinzufügen und alles kurz köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt. Zusammen mit den Nudeln servieren.

Fazit: Dieses Gericht könnte ich den ganzen Tag essen. Schade, dass meine Udonvorräte bald zur Neige gehen...

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Aus: Wok. Unwiderstehliche Rezeptideen mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Bath: Parragon.
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13.01.2011

REZEPT: Miso-Udon

Das heutige "Bento" bestand aus einem Weckerl mit Käse und Gemüseaufstrich, einem Apfelstückchen in Orangensaft und selbst Joghurt mit Kokosflocken, Haferflocken, Bananen, TK-Himbeeren und Orangensaft – am Abend musste also etwas Warmes her.
Vom Wientrip habe ich allerlei Nudeln mitgebracht, unter anderem auch frische, abgepackte Udon-Nudeln. Auf der Suche nach einem schnellen Rezept wurde ich in einem Kochbuch*, das mir mein Vater vor einiger Zeit aus London mitgebracht hat, fündig. 

Miso-Udon mit Gemüse


Zutaten:
  • 1 Pkg. Udon (vorgegart)
  • Sesamöl
  • 1 Karotte, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Frühlingszwiebel mit Grün, kleingeschnitten
  • ein paar Shiitakepilze, eingeweicht
  • Sauce aus 2 EL rotem Miso, 1 EL Mirin und ½ El Sojasauce
  • gehackte Frühlingszwiebel und etwas gerösteter Sesam zum Garnieren
Zubereitung: Nudeln nach Packungsanleitung kochen, in einem Sieb abtropfen lassen und kalt abspülen, damit sie nicht zusammenkleben. Beiseite stellen.
Sesamöl in einem Topf erhitzen, Frühlingszwiebel darin anbraten, bis sie leicht braun geworden sind. Dann die Karotten und Shiitakepilze hinzufügen und weiterbraten, bis das Gemüse mit Öl überzogen ist. Mit etwa eineinhalb Tassen Wasser + dem Einweichwasser der Pilze aufgießen, aufkochen und 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Die Sauce einrühren, die Nudeln hinzufügen und kurz köcheln (nicht kochen!) lassen, dann mit Sesam und Frühlingszwiebel garnieren und servieren.

Fazit: Im Originalrezept ist da auch noch Schweineschulter drin. Die hab ich weggelassen, aber es hat dem Rezept überhaupt nicht geschadet und vegan wird es dadurch auch. Das Gericht war insgesamt sehr sättigend, hat gut geschmeckt und wird sicher wieder gekocht.

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*Kobayashi, Kentaro: Noodle Comfort. Easy Japanese Cooking. New York: Vertical 2009. Fast alle Rezepte sind mit Fleisch und viel Sesamöl, scheint mir also eher ein Männerkochbuch zu sein als eines für die figurbewusste Frau von heute ;)


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10.01.2011

REZEPT: Sellerie-Karotten-Salat

Heute habe ich mein neues Bentokochbuch eingeweiht – Itoh, Makiko: The Just Bento Cookbook. Everyday Lunches To Go. Tokyo: Kodansha 2010.
Das lange Warten hat sich gelohnt: Das Kochbuch ist wirklich sehr hübsch gestaltet, alle Rezepte kommen ohne schwer zu bekommende Zutaten aus und die Bentos sind angenehm unaufgeregt. Morgen gibt es dann ein erstes Bento nach Maki, ich bin schon gespannt, wie es schmecken wird.
Das allererste Rezept, das ich ausprobiert habe, ist ein Salat, den man gut vorbereiten kann.

Sellerie-Karotten-Salat  (6-8 Bentoportionen)


Zutaten:
  • 1 große Sellerieknolle, ordentlich geschält
  • 2 mittelgroße Karotten, geschält
  • 1 Esslöffel O-Saft + 1 Teelöffel Reisessig (oder der Saft einer Zitrone, wie im Originalrezept. Ja, wenn mir die Zitronen nicht immer schneller verschimmeln würden, als ich sie verbrauchen kann...)
  • ½ Teelöffel Salz
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Olivenöl
Zubereitung: Den Sellerie und die Karotten mit der Gemüsereibe in feine Streifen hobeln. Die Dressingzutaten vermischen und über den Salat geben, nach Geschmack nachwürzen. Der Salat schmeckt besser, wenn er etwas steht.

Fazit: Mir sind beim Hobeln fast die Hände abgefallen – so kann man kochen gleich mit Oberarmmuskeltraining verbinden! :) Geschmacklich ist der Salat erstaunlich gut. Das Dressing verleiht dem doch sehr einfachen Gericht eine fruchtige Note und in diesem Salat schmeckt mir sogar Sellerie, den ich sonst nicht so gerne mag.

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02.01.2011

REZEPT: Annabel's dressing

Ich habe vor einiger Zeit ein kleines Buch einer in GB bekannten Kinderköchin gekauft: Karmel, Annabel: Lunch Boxes and Snacks. Over 120 healthy recipes, from delicious sandwiches and salads to hot soups and sweet treats. New York et al: Atria 2007. 
Die Dame kann kochen und jedes Rezept schmeckt. Ich bin zwar kein großer Fan von Sandwiches und Salaten im Bento, aber die Ideen, die sie hat sind, allesamt gut und ich bin sicher, dass die Gerichte Kindern gut schmecken. Und was Kindern schmeckt, schmeckt auch Erwachsenen, wie z.B. dieses verflucht gute Dressing:

Annabel's dressing

  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1/4 cup Pflanzenöl (bei mir Sonnenblumenöl)
  • 1 1/2 tablespoons* Reisessig
  • 1 tablespoon Sojasauce
  • 1 tablespoon gehackter Sellerie (ich habe geriebenen Knollensellerie genommen)
  • etwas frisch geriebener Ingwer
  • 1 tablespoon Wasser
  • 1 1/2 teaspoons Tomatenmark
  • 1 1/2 teaspoons Staubzucker
  • 1 1/2 teaspoons Zitronensaft
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Mixer/mit dem Stabmixer fein pürieren.

Fazit: Bei uns gab es das Dressing zu Silvester als Sauce fürs Raclette. Die Gäste waren begeistert und ich finde auch, dass dieses Dressing einen ganz besonders feinen Geschmack hat. Die Autorin des Buches reicht das Dressing übrigens zu Nudelsalat.

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*Da es sich um ein sehr amerikanisiertes Kochbuch handelt, habe ich die Originalmaße übernommen.
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31.12.2010

REZEPT: Maissalat mit Wagamama-Dressing

Heute ist der letzte Tag des alten Jahres und deshalb gibt es heute wie jedes Jahr eine Party mit viel Essen. Wir machen Raclette und werden auch den heißen Stein anwerfen - und alle Leute dürfen erst gehen, wenn sie sich einen Buckel gefressen haben :) Dazu gibt es allerhand Saucen und Beilagen, z.B.: 

Maissalat mit Wagamama-Dressing* (für viele hungrige Partygäste)


Zutaten:
  • 3 Dosen Mais
  • 1 halbe Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Sojasauce (ich habe dunkle genommen)
  • Etwas geriebener Ingwer (ein halber Zentimeter war es bei mir)
  • 2 EL Reisessig
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2 EL Ketchup (Heinz!)
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Sonnenblumenöl
Zubereitung: Mais (hoffentlich Bioqualität! ^^) in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Alle Saucenzutaten bis auf das Öl in eine kleine Schüssel geben und so lange rühren, bis die Sauce eine sämige Konsistenz hat. Dann nach Geschmack Öl zugeben und verrühren. (Ich gebe so viel Öl zu, dass der Ketchupteil gerade mit Öl bedeckt ist.)

Fazit: Ich liebe diese Kombination, mag sie auch noch so pervers sein. Und ich schwöre, auch im Wagamama Dublin war der Salat nicht besser ;) So ein Maissalat passt übrigens super ins Bento - so wie in dieses - und lässt sich auch gut vorbereiten. Er wird besser, wenn er etwas steht. 

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Originalrezept aus: Arnold, Hugo: das wagamama kochbuch. München: Christian Verlag 2008.



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29.12.2010

REZEPT: Einfache Tomatensauce

Was zaubert sogar im tiefsten Winter ein Lächeln auf das Gesicht? Tomatensauce, die genauso schmeckt, als habe man sie im Hochsommer im Schweiße des Angesichts produziert. 

Jamie Oliver hat in seinem Kochbuch "Essen ist fertig!" (Oliver, Jamie: Essen ist fertig! Die besten Rezepte für jeden Tag. 5. Aufl. (2009). München: Dorling Kindersley 2005.) ein Rezept für eine der besten Tomatensaucen, die ich jemals gemacht bzw. gegessen habe. Gott weiß, wieso diese Sauce aus nur knapp 5 Zutaten so gut schmeckt, aber sie ist einfach genial. Ich habe sie wie immer nach eigenem Geschmack etwas abgewandelt.

Einfache Tomatensauce


Zutaten:
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
Olivenöl
Prise getrockneter Oregano
Ein Schuss Chilisauce (ich benutzte etwas Hot Mamas-Chilisauce aus dem Fundus des weltbesten Freundes*)
1 Dose Eiertomaten
Salz, Pfeffer
1 Schuss Balsamico
1 Prise Zucker

Zubereitung: Knoblauchzehen und Oregano in Olivenöl anschwitzen, die Eiertomaten dazu geben. Die Tomaten im Ganzen zusammen mit dem Knoblauch, etwas Salz und Pfeffer bei niedriger Hitze etwa 30 
Minuten köcheln lassen. 

Danach die Eiertomaten zerteilen, nochmals mit Salz und Pfeffer würzen und mit Balsamico und Zucker abschmecken. 

Fazit: Einfach super und so billig in der Herstellung!

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* Ich bin ein Food-Tourist. Komme ich in ein fremdes Land, wird dort zuerst einmal der erstbeste Supermarkt gestürmt. Essen eignet sich einfach super als Souvenir, finde ich, vor allem, weil Essbares nicht lange herumsteht und Staub ansammelt, sondern glücklich macht. 
Die Chilisauce haben der weltbeste Freund und ich in einem Supermarkt in München gekauft, wo wir wie die letzten Hinterwäldler herumgelaufen sind und alles in den Einkaufswagen geschaufelt haben, das uns unbekannt war. Hihi~ 


  

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10.12.2010

REZEPT: Marinierte Champignons

Bald ist wieder Sylvester, was heißt, dass ich und der weltbeste Freund die alljährliche Party veranstalten. Dieses Jahr möchte ich die Sache etwas geordneter angehen und abgesehen von Raclette auch ein paar Speisen zum Dazuessen auftischen (nur Fleisch so wie letztes Jahr erscheint mir dann doch etwas... naja... einseitig.)

Zu teuer soll der Spaß allerdings nicht werden, also kam mir dieses Rezept genau zur rechten Zeit. Champignons (in Österreich Schwammerl, im Hause spross  "Schwemm") sind immer billig zu bekommen, der Rest der Zutaten war im Haus. Das Originalrezept findet sich hier.
Alsdann:

Marinierte Champignons

Zutaten:
  • 500g Champignons, geviertelt
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Zweig Rosmarin getrockneter Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian getrockneter Thymian
  • 1/8 l trockener Weißwein
  • TK-Petersilie
  • Salz + Pfeffer


Zubereitung: Champignons putzen, den Stiel abschneiden und vierteln. Zwiebel schälen und fein schneiden, in etwas Olivenöl anschwitzen. Pilze zufügen und mitdünsten, bis sie stellenweise leicht braun geworden sind. Mit Weißwein aufgießen, mit Rosmarin und Thymian würzen und zugedeckt etwa 10 Minuten köcheln lassen. Dann im offenen Topf noch die Sauce etwas einreduzieren lassen. Mit Petersilie bestreuen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit: Ich bin kein Freund von Thymian, sei er nun getrocknet oder frisch. Bei meinem ersten Durchgang habe ich definitiv zu viel erwischt und alles wurde leicht bitter... +schüttel+
Das nächste Mal - also zu Sylvester - werde ich entweder den Thymian weglassen oder versuchen, an frische Kräuter zu kommen.
Das Gericht schmeckt warm und kalt, man kann es also gut vorbereiten. Ich könnte mir vorstellen, dass ein noch warmes Baguette gut dazu schmeckt.  




Mist, jetzt hab ich schon wieder Hunger. :(



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