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07.09.2014

GETESTET und REZEPT: Gefüllte Paprika mit Naturreis von Reishunger

Ich habe von Reishunger ja nicht nur ein Reissieb bekommen, sondern auch drei Sorten Reis, die ich mir selbst aussuchen durfte. Alle drei waren ausgezeichnet, wenn auch mengenmäßig eher etwas für den hohlen Zahn – ein 200g-Päckchen füllt gerade einmal eineinhalb Tassen meines Reiskochermaßes und ich koche normalerweise unter zwei Tassen keinen Reis, weil sich der ganze Aufwand nicht wirklich auszahlt.

Reishunger ist an sich schon eine feine Sache. Die verschiedenen Reissorten sind von toller Qualität, das angebotene Zubehör wahrscheinlich nicht so einfach online zu finden – die verschiedenen Reiskocher alleine sind ein Grund, dort einzukaufen, und sollte meiner irgendwann seinen Geist aufgeben, weiß ich, woher ich einen adäquaten Ersatz bekomme – und auch sonst ist es schön, dass man das Gefühl bekommt, die Menschen hinter Reishunger sind wirkliche Reisfans.

Der einzige Nachteil ist, dass ich in Österreich wohne. Die Versandkosten sind zwar mit 7,90 Euro nicht übertrieben hoch, aber im Gegensatz zu Deutschland, wo ab 30 Euro gratis versendet wird, fühlt man sich als Österreicherin schon etwas benachteiligt. Als Studentin wollte ich mehrmals Reis bestellen, aber die Versandkosten haben mich immer davon abgehalten. Da ich jetzt aber ein Gehalt bekomme, wird sich meine Einstellung dazu wohl etwas ändern, ich muss ja jetzt nicht mehr jeden Euro umdrehen.

Ich war ein bisschen unkreativ bei den Gerichten, die ich mit den Reissorten gekocht habe. Einmal gab es den Basmati-Naturreis mit Letscho nach Steph und dann japanischen Curry mit dem köstlichen Sushireis. Aber einmal hab ich mich richtig ins Zeug gelegt, weil ich Besuch aus Deutschland hatte, und habe zusammen mit meinem Freund René gefüllte Paprika gemacht. So lange es noch billig Paprika am Markt gibt, solltet ihr die unbedingt nachkochen. Wenn ihr nur zu zweit seid, könnt ihr dann locker mehrmals gefüllte Paprika essen, denn sie sind sehr sättigend!

Reishunger 5
Zutaten:
  • 2 Dosen Tomaten (400ml pro Dose)
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer, Chiliflocken
  • 8 große, von selbst stehende Paprikaschoten
  • 700g gekochter brauner Rundkornreis
  • Öl
  • 1 große weiße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 3 El Rosinen, in etwas Wasser eingeweicht
  • 2 gehäufte EL Pinienkerne, in einer Pfanne hellbraun geröstet
  • 1 Tomate, fein gewürfelt
  • 1 kleiner Bund Petersilie, fein zerzupft (etwas für die Deko beiseite legen)
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Garam Masala
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Szechuanpfeffer (optional)

Zubereitung: Reis nach Packungsanleitung zubereiten – ich habe meinen im Reiskocher gekocht.
Tomaten aus der Dose, Zucker, Salz, Pfeffer und eine Prise Chiliflocken in einem kleinen Topf erhitzen, die Tomaten mit einem Kochlöffel etwas zerdrücken und ca. 5 Minuten einkochen lassen. Nachwürzen und in eine ofenfeste Form gießen. 
Nun die Paprika waschen, den Deckel abschneiden und entkernen. In einem großen Topf Wasser kochen, salzen und die Paprika mit Deckeln im kochenden Wasser ca. 5 Minuten blanchieren. Herausnehmen, abtropfen lassen und die Paprika in die Tomatensauce stellen. Die Deckel beiseite stellen, die brauchen wir erst später.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Dann Knoblauch, Pinienkerne, Tomaten und Petersilie hinzufügen. Mit Gemüsebrühe aufgießen, mit Garam Masala und Tomatenmark würzen und dann den Reis hinzufügen. Gut durchrühren, dann würzen, kosten, eventuell nachwürzen und vom Herd ziehen. 
Mit Hilfe von zwei Löffeln nun die Paprika füllen (übrige Füllung am besten gleich naschen!). Die Deckel darauf setzen und die Paprika ins auf 180 Grad vorgeheizte Rohr schieben. So lange backen, bis die Paprika etwas schrumpelig geworden sind. Mit Petersilie garniert servieren.

reishunger 4

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03.09.2014

GETESTET: Reishunger - Reiswaschsieb

Reishunger ist eine dieser Seiten, die mich sehr traurig machen – Reis ess ich nämlich wirklich kiloweise, da ich ja einen Reiskocher besitze, aber ich hatte irgendwie nie das Kleingeld, um mir eine Luxusreisbestellung samt Versandkosten von Reishunger leisten zu können. Dabei hätte ich so gern richtig guten Reis getestet und saß immer sabbernd vor dem MacBook, weil der Reis so verlockend aussah und die Beschreibungen so köstlich klangen. 

Obwohl ich ja eigentlich ungern Werbung für Firmen mache bzw. noch nie mit einer Firma kooperiert habe, konnte ich also nicht nein sagen, als mir meine liebe Bloggerfreundin Mitzia von cook'n'roll anbot, mich mit Max von Reishunger bekannt zu machen. Durch ihre Initiative durfte ich dieses Monat nicht nur drei Premium-Reise (schon wieder so ein zweifelhafter Plural) testen, sondern darf nun auch endlich ein original japanisches Reiswaschsieb mein Eigen nennen!

Zum Testen habe ich von Reishunger drei Sorten erhalten, nämlich Sushireis, braunen Rundkornreis in Bioqualität und Vollkornbasmatireis in Bioqualität. Ich hab mich dabei eher an Standardsachen gehalten, weil ich dachte, dass ich die am ehesten mit denen vergleichen kann, die ich schon kenne.  Schwarzer und roter Reis sind ja schön und gut, aber wenn der köstlich ist, woher weiß ich dann, dass er auch der beste ist, wenn ich noch nie solche exotischen Reissorten gegessen habe?

Reishunger 1
Als Handmodel stellte sich mein Freund René dankenswerterweise zur Verfügung.
Das Reischwaschsieb wollte ich auch testen, weil man ja viele Reissorten wie z.B. japanischen Reis vor dem Verzehr gründlich waschen muss, das aber immer zu einer unendlichen Aktion ausartet. Wer das von euch nicht kennt, Sushireis muss vor dem Essen noch gut gewaschen werden, denn wenn das Wasser zu milchig ist, schmeckt er nicht gut. Und bis all das Milchige weg ist, kann es dauern. Und dauern. Und…Graaah! Weil ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, führen meine Waschkünste oftmals nicht zum gewünschten Ergebnis, vor allem, weil ich ziemlich häufig Reis bei den Waschungen verliere, wenn ich nach dem x-ten Mal Wasser-in-die-Schüssel-Nachgießen etwas aggressiv werde.

Weiters braucht diese Methode Unmengen an Wasser, da das Sieb unter fließendes Wasser gehalten wird, dann eine kleine Schüssel mit Wasser gefüllt wird, das Wasser da reinkommt, das Sieb wieder reingestellt wird, der Reis gewaschen wird, das Wasser weggeschüttet wird… You are getting the idea.

Das Reiswaschsieb, natürlich eine japanische Erfindung (für gestresste Hausfrauen, wie ich annehme), soll die Arbeit erleichtern. Es ist eine Schüssel mit lustigen kleinen Löchern knapp neben dem Ausguss, und eigentlich ist es selbsterklärend. Man gibt die gewünschte Menge Reis in die Schüssel, gibt Wasser dazu, poliert den Reis sanft und gießt dann das Wasser ab. Das macht man so lange, bis das Wasser klar ist.

Hier seht ihr meine zwei Methoden – die linke ist die alte, sehr provisorische, die rechte zeigt das Reischwaschsieb.

reishunger 6

In der Theorie ist das Ding super, und auch in der Praxis schlägt es sich wacker. Da kaum Reis mehr verloren gehen kann. Das Waschen geht ganz einfach, man braucht nicht so viel Wasser und ich ärger mich viel weniger, weil keine Reiskörner durch die Maschen schlüpfen oder einfach beim Polieren aus dem Sieb geschleudert werden. Für Reis ist so ein Ding also nice to have, wenn auch kein absolutes Muss. Menschen, die weniger Reis als ich verdrücken, brauchen so ein Ding sicher nicht, aber für heavy user ist es eine tolle Arbeitserleichterung. Besonders mit japanischem Reis, für den es wohl auch konzipiert ist, funktioniert es echt gut!

reishunger 2

Wenn ich jetzt noch etwas jammern müsste, würde ich anbringen, dass man leider den Reis nicht direkt im Reissieb abtropfen lassen kann, dafür braucht man also wieder ein Sieb. Will man also wirklich perfekten, weil auch abgetropften Reis, kommt man um die umständliche Siebmethode nicht herum. Weiters ist es nicht geeignet für Quinoa und andere kleinere Körner, da die Abgießlöcher zu groß sind.

Wer jetzt auch unbedingt so ein Reiswaschsieb braucht, schaut doch mal bei Reishunger vorbei. Für knappe 7 Euro ist es auch wirklich ein leistbares Gadget. Für den Fall des Falles, dass ihr mit euch hadert, ein Küchengerät mit nur einem Nutzen anzuschaffen: Falls es sich doch nicht als so praktisch entpuppen sollte, kann man es immer noch als Schüssel verwenden ;)

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