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07.09.2014

GETESTET und REZEPT: Gefüllte Paprika mit Naturreis von Reishunger

Ich habe von Reishunger ja nicht nur ein Reissieb bekommen, sondern auch drei Sorten Reis, die ich mir selbst aussuchen durfte. Alle drei waren ausgezeichnet, wenn auch mengenmäßig eher etwas für den hohlen Zahn – ein 200g-Päckchen füllt gerade einmal eineinhalb Tassen meines Reiskochermaßes und ich koche normalerweise unter zwei Tassen keinen Reis, weil sich der ganze Aufwand nicht wirklich auszahlt.

Reishunger ist an sich schon eine feine Sache. Die verschiedenen Reissorten sind von toller Qualität, das angebotene Zubehör wahrscheinlich nicht so einfach online zu finden – die verschiedenen Reiskocher alleine sind ein Grund, dort einzukaufen, und sollte meiner irgendwann seinen Geist aufgeben, weiß ich, woher ich einen adäquaten Ersatz bekomme – und auch sonst ist es schön, dass man das Gefühl bekommt, die Menschen hinter Reishunger sind wirkliche Reisfans.

Der einzige Nachteil ist, dass ich in Österreich wohne. Die Versandkosten sind zwar mit 7,90 Euro nicht übertrieben hoch, aber im Gegensatz zu Deutschland, wo ab 30 Euro gratis versendet wird, fühlt man sich als Österreicherin schon etwas benachteiligt. Als Studentin wollte ich mehrmals Reis bestellen, aber die Versandkosten haben mich immer davon abgehalten. Da ich jetzt aber ein Gehalt bekomme, wird sich meine Einstellung dazu wohl etwas ändern, ich muss ja jetzt nicht mehr jeden Euro umdrehen.

Ich war ein bisschen unkreativ bei den Gerichten, die ich mit den Reissorten gekocht habe. Einmal gab es den Basmati-Naturreis mit Letscho nach Steph und dann japanischen Curry mit dem köstlichen Sushireis. Aber einmal hab ich mich richtig ins Zeug gelegt, weil ich Besuch aus Deutschland hatte, und habe zusammen mit meinem Freund René gefüllte Paprika gemacht. So lange es noch billig Paprika am Markt gibt, solltet ihr die unbedingt nachkochen. Wenn ihr nur zu zweit seid, könnt ihr dann locker mehrmals gefüllte Paprika essen, denn sie sind sehr sättigend!

Reishunger 5
Zutaten:
  • 2 Dosen Tomaten (400ml pro Dose)
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer, Chiliflocken
  • 8 große, von selbst stehende Paprikaschoten
  • 700g gekochter brauner Rundkornreis
  • Öl
  • 1 große weiße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 3 El Rosinen, in etwas Wasser eingeweicht
  • 2 gehäufte EL Pinienkerne, in einer Pfanne hellbraun geröstet
  • 1 Tomate, fein gewürfelt
  • 1 kleiner Bund Petersilie, fein zerzupft (etwas für die Deko beiseite legen)
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Garam Masala
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Szechuanpfeffer (optional)

Zubereitung: Reis nach Packungsanleitung zubereiten – ich habe meinen im Reiskocher gekocht.
Tomaten aus der Dose, Zucker, Salz, Pfeffer und eine Prise Chiliflocken in einem kleinen Topf erhitzen, die Tomaten mit einem Kochlöffel etwas zerdrücken und ca. 5 Minuten einkochen lassen. Nachwürzen und in eine ofenfeste Form gießen. 
Nun die Paprika waschen, den Deckel abschneiden und entkernen. In einem großen Topf Wasser kochen, salzen und die Paprika mit Deckeln im kochenden Wasser ca. 5 Minuten blanchieren. Herausnehmen, abtropfen lassen und die Paprika in die Tomatensauce stellen. Die Deckel beiseite stellen, die brauchen wir erst später.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Dann Knoblauch, Pinienkerne, Tomaten und Petersilie hinzufügen. Mit Gemüsebrühe aufgießen, mit Garam Masala und Tomatenmark würzen und dann den Reis hinzufügen. Gut durchrühren, dann würzen, kosten, eventuell nachwürzen und vom Herd ziehen. 
Mit Hilfe von zwei Löffeln nun die Paprika füllen (übrige Füllung am besten gleich naschen!). Die Deckel darauf setzen und die Paprika ins auf 180 Grad vorgeheizte Rohr schieben. So lange backen, bis die Paprika etwas schrumpelig geworden sind. Mit Petersilie garniert servieren.

reishunger 4

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17.08.2014

REZEPT: Sommersirup mit Brombeeren

Sommersirup mit Brombeeren

Dieser Sirup ist die Zutat für das Sommergetränk 2014, ist einfach köstlich, fruchtig... aber
weil ich schon immer bei Zwergenprinzessin Sassi Gastprinzessin sein wollte, findet ihr das Rezept heute nicht hier, sondern drüben bei ihr. Schaut doch vorbei!

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16.07.2014

REZEPT: Sommersalat mit neuen Kartoffeln, Brokkoli und Feta

Wenn man mich fragt, wieso ich Lehrerin werde, sage ich immer, dass ich anderen irrsinnig gern Sachen erkläre. Sachverhalte darstellen, Beispiele geben, Leute mitreißen, das sind Dinge, die ich mag.

Allerdings bin ich dafür, dass ich ab Herbst jungen Menschen beibringen soll zu lernen, in diesem Metier selbst verdammt schlecht. Und das ist leider so, obwohl ich regelmäßig autorisierte Lerntechnikseminare halten darf! Wissen will einfach nicht in meinen Schädel. Es ist ein wenig wie in der berühmten Simpsons-Szene mit Mr. Burns, in der ihm mitgeteilt wird, dass er alle Krankheiten der Welt hat, diese ihn aber deshalb nicht töten, weil sie alle gleichzeitig zuschlagen und deshalb keine zum Zug kommt.

Nun stellen wir uns das Ganze mit Wissen vor, das IN meinen Kopf will. Mich interessiert echt (viel zu) viel (?), ich lese auch jeden Tag brav die Zeitung und seit 4 Wochen meine Testunterlagen zu Georg Büchner, Language Anxiety und Learner Motivation, aber trotzdem scheint es mir oft, als ob mein umfangreiches Anime-, Serien, Bücher- und Rezeptewissen den Lernstoff, den ich mir seit Tagen ins Hirn prügeln will, eher blockiert. Aber hey, wenigstens hab ich mir nach 2 Folgen Orange is the new black schon alle Namen der vorkommenden Insassen gemerkt. Super, oder?

Manchmal treibt mich das schon knapp an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Wie kann es sein, dass ich wahrscheinlich die Hälfte aller gefühlten 3000 Pokémon mit Namen (und Klassen!) aufsagen kann, aber mir nicht merke, wann zur Hölle Büchner geboren ist und wann Dörnyei seine ver****** Motivational Self Theory verfasst hat? Der weltbeste Freund und mein Kumpel Simon sind ja der Meinung, dass ich schon zu lange lerne und dass das für meine Lerndemenz verantwortlich ist. Gut, dass am Montag endlich alles vorbei ist!

Zwischendurch koche ich – auch in der Prüfungszeit täglich, wenn auch bei weitem nicht so elaboriert wie sonst. Essen muss ich ja schließlich trotzdem irgendwas. In den letzten Wochen habe ich aber die Blogaktivität, wie ihr sicher gemerkt habe, sehr eingeschränkt, ich war einfach zu cranky und gestresst, um überhaupt so etwas wie ein ordentliches Foto oder Rezept zustande zu bringen. Aber heute, heute ist mir ein Geniestreich gelungen. Und den will ich euch trotz all des Lernstresses wirklich nicht vorenthalten.

Sommersalat
Für eine große Portion zu Mittag oder zwei kleine Vorspeisenportionen
Zutaten:
  • 3 EL Balsamico- oder Himbeeressig (Himbeeressig kann man sehr leicht selbst machen, indem man Essig und ein paar TK-Himbeeren in ein Schraubglas gibt und ein paar Tage stehen lässt)
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 TL Ahornsirup
  • 2 EL Olivenöl
  • 300g möglichst kleine neue Kartoffeln (ich hab meine vom Bauernmarkt am Lendplatz)
  • 120g Brokkoliröschen
  • 1 Frühlingszwiebel, fein gewürfelt, das Grün in feine Röllchen geschnitten 
  • 50g Feta, fein zerkrümelt
Optional - das heißt, diese Zutaten könnt ihr weglassen, aber wenn ihr beides auftreiben könnt, schmeckts halt noch ein bisschen besser: 
  • 70g Heidelbeeren
  • 1 EL Pinienkerne, in der Pfanne geröstet
Zubereitung: Essig, Sojasauce, Ahornsirup, Senf und Öl zu einem dickflüssigen Dressing aufschlagen – ich verwende dafür meinen Minimixer, es geht aber auch ganz wunderbar mit einem Schneebesen oder in einem kleinen Marmeladenglas. 
Kartoffeln und Brokkoli dämpfen und noch warm mit dem Dressing vermischen. Wenn alles etwas abgekühlt ist, das Weiße des Frühlingszwiebels, die Heidelbeeren und den Fetakäse hinzufügen. Mit in der Pfanne gerösteten Pinienkernen und dem kleingehackten Grün des Frühlingszwiebel verzieren und eventuell noch nachsalzen und -pfeffern. Der Salat schmeckt am besten lauwarm.

Sommersalat 2
 
(So sieht das übrigens aus, wenn ich fotografiert habe – alles rein in eine Schüssel, vermatschen und dann wird gegessen. Mit einem großen Löffel. Ich hab ja meine Zeit nicht gestohlen :P)

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21.06.2014

REZEPT: Frühstückssmoothie mit Erdbeeren

Vor einigen Monaten habe ich zum Frühstück noch Brot mit veganem Aufstrich und Gemüse drauf gegessen, aber seit ich auf der Veggie Planet den Personal Blender gewonnen habe, trinke ich jeden Tag einen Smoothie – schließlich hab ich das Ding jetzt und es will auch benutzt werden. Zum Smoothie greif ich, weil ich in der Früh immer so paniert wegen dem ganzen Diplomarbeits- und jetzt –prüfungsstress bin, dass ich sogar zu müde zum Kauen bin ;)

Grüne Smoothies schafft das kleine Ding nicht, denn dafür braucht man einen Mixer, der richtig viel Power hat. Der Personal Blender hat diese nicht und zerfasert Grünzeug nur zu grauslichen Fäden, die man dann zwischen den Zähnen hat oder einen am Gaumen kitzeln – nicht gut, wenn einem etwas flau im Magen ist in der Früh wegen niedrigem Blutdruck...

Ich bin aber gar nicht böse, dass mein kleiner Frühstückshelfer kein Gemüse zerhäckseln kann, denn eigentlich find ich diese Green-Smoothie-Suppen richtig schrecklich. Ich bin eher ein Fan der süßen, milchigen Variante, die so richtig schön die Zuckerspeicher nach einer langen Nacht auffüllt und mich bis zum Mittagessen satt hält. Rein müssen immer Banane, Joghurt und Sojamilch, sonst kommt noch Obst der Saison rein. Nie vermixe ich Süßungsmittel. Ich will ja schließlich satt werden und nicht schon in der Früh naschen.

Für Melissa und all die anderen, die genug haben vom Frühstückssemmerl mit Marmelade: Hier ist mein momentanes Standard-Smoothierezept. Wenn euch das zu fad ist, hier und hier findet ihr noch mehr Inspiration! 

Frühstückssmoothie 4
Für eine Frühstücksportion

Zutaten:
  • 1 überreife Banane
  • 150g frische Mango (oder Kiwi)
  • 150g frische Erdbeeren (oder TK-Himbeeren)
  • 150g Naturjoghurt (oder Sojaghurt)
  • Sojamilch zum Verdünnen
  • Eventuell 1 TL Erdnussbutter, Leinsamen oder Chiasamen für den Extra-Proteinkick
frühstückssmoothie 2
Ich muss die Früchte zuerst extra mixen, bevor ich den Rest der Zutaten dazugeben kann, weil der Mixbecher so klein ist.
Zubereitung: Alle Zutaten miteinander vermixen, bis die Masse glatt ist, danach Sojamilch hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Mögt ihr Smoothies? Oder findet ihr die richtig schrecklich?

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07.05.2014

BENTO und REZEPT: Kalte Sobanudeln mit Sauce, Frühlingszwiebeln, Gurken und Ei

Das heutige Bento war so gut, dass ich beim Mittagspicknick ein bisschen gequietscht habe – die Kombination aus Buchweizennudeln, Nudelsauce, frischem Gemüse und Gewürzen, die ich hier schon mal verbloggt habe, ist einfach so köstlich! 
Sobabento 2
Dazu gabs als Nachspeise noch Obstsalat. In den kleinen Döschen, die natürlich auch noch einen dazupassenden Deckel haben (ich hab sie von hier), sind geriebener Ingwer, Sesam und Chili.
Die Vorbereitungszeit war allerdings länger als bei den Bentos, die ich sonst so dabei habe, vor allem, weil ich alles in der Früh frisch zubereitet habe. Bis auf die Nudeln kann man aber wirklich alles schon am Abend zuvor vorbereiten, wenn man denn mitdächte. Aber was soll man machen, wenn einen der Guster überfällt... (Gehirn aus, Magen an. Hushust. Aber hey, ich hab schon 100 Seiten für meine Diplomarbeit geschrieben, da darf ich ab und zu gehirntot sein!)

Kalte Sobanudeln - für 1 Portion, Rezept von hier

Zutaten:
  • 100g Sobanudeln, getrocknet
  • 60ml Wasser
  • 60ml Kaeshi
  • 1 hartgekochtes Ei
  • Das Grün von 2 Frühlingszwiebeln, in Ringen
  • 1 kleinfingerlanges Stück Gurke, geschält, der Länge nach halbiert und in kleine Stücke geschnitten (optional)
  • 1 daumennagelgroßes Stück Ingwer, gerieben (optional)
  • 1 EL geröstete Sesamsamen (optional)
  • Shichimi Togarashi nach Belieben (optional)
Zubereitung: Wasser in einem großen Topf kochen. Das Wasser darf hierbei nicht wallen, sondern nur leicht blubbern. Sobanudeln darin in ca. 5 Minuten weichkochen, dann sofort abgießen, mit kaltem Wasser übergießen und 5 Minuten in einem Sieb unter fließendem Wasser abwaschen, bis sie nicht mehr kleben. Dieser Schritt ist essentiell, also nicht auslassen! Danach abtropfen lassen.
Wenn ihr gleich essen wollt, die Toppings auf den Nudeln drapieren und mit der Sauce übergießen. Wenn ihr die Nudeln als Jause mitnehmen wollt, packt die Zutaten in kleine Boxen/Gläschen und die Nudeln in eine größere Box, aus der ihr dann essen könnt. Zur Jausenzeit einfach alles miteinander vermischen und genießen. (Meine Box war etwas zu klein, dafür aber sehr hübsch ;))

sobabento 1
So sieht das dann aus, wenn ich esse - alles zusammenrühren und runter damit! Nicht, dass hier noch wer glaubt, mein Essen ist immer schick ;)
Bei der Zubereitung und Vorbereitung des kalten Nudelsalats gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit er dann auch wirklich gut schmeckt:
  • Die Nudeln nach dem Kochen wirklich wirklich wirklich (!!!) gut abspülen und -waschen (hier findet ihr eine genaue Anleitung, wie das funktioniert). Diesen Schritt bitte nicht auslassen, die Nudeln kleben sonst grauslich und schmecken eher mäh als mhhh.
  • Die Nudeln und die Sauce sollen kalt sein, wenn sie gegessen werden, daher ist für eine gute Kühlung zu sorgen. Kühltasche und Kühlakkus nicht vergessen!
  • Für eine Portion Nudelsalat nimmt man 60ml dieses Konzentrats und 60ml Wasser. Ich hab eine lustige Eiswürfelform, die Gehirneiswürfel macht, eines dieser Gehirne besteht aus 60ml Wasser. Wenn man also ein Gläschen mit der gewünschten Menge Konzentrat und einem Eiswürfel oder mehreren Eiswürfeln drin einpackt, bleibt die Sauce bis Mittag auch ohne Kühlschrank schön kühl.

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04.05.2014

REZEPT: Tschufitl Rocks

Wäsche waschen, Diplomarbeitskapitel runterhacken, Meeting mit meiner Professorin, einkaufen, schnell was zu essen machen, Auftritt mit der Blaskapelle, Nachhilfe geben, Korrekturlesen eines Dissertationskapitels, Meerschweinchen versorgen, Balkongarten pflegen... Der Tag hat momentan zu wenige Stunden für all das, was ich mir vorgenommen habe und erledigen muss!

Weil Zeit momentan Mangelware ist, komm ich auch nicht wirklich dazu, sehr aufwändige neue Rezepte auszuprobieren. Aber backen geht immer. Backen ist nämlich Massage für die Seele. Deshalb: Backt Tschufitl Rocks (bei uns heißen die auch Felsenkekse, Schwarz-Weiß-Kekse oder Brotlaibe)! Die enthalten nämlich Kardamom (für Konzentration) und Schokolade (macht wach) und Zucker (gibt Energie) und das alles in kleinen, flusskieselsteingroßen Portionen. 

Und das Beste – man kann die Masse flugs zusammenrühren, dann muss der Teig rasten und nach zwei Stunden, in denen man schon allerhand Wichtiges machen konnte (wie zum Beispiel den Wocheneinkauf erledigen oder endlich das schon seit Tagen aufgeschobene vorletzte Kapitel der Diplomarbeit überarbeiten), bäckt man sie schnell fertig. Für den kleinen Energieschub zwischendurch.

Tschufitl Rocks 2
Originalrezept von hier, für 15 Kekse
Zutaten für die Kekse:
  • 50g Kristallzucker
  • 100g Zartbitterschokolade
  • 25g Butter
  • 2 EL Bailey’s
  • 1 Ei
  • 50g gemahlene Walnüsse
  • 50g Mehl
  • ¼ TL Kardamom, gemahlen
  • ¼ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
Zum Wälzen:
  • 50g Kristallzucker
  • 50g Staubzucker
Zubereitung: Zartbitterschoko gemeinsam mit Butter und Bailey’s in der Metallschüssel über dem Wasserbad schmelzen lassen. Kurz abkühlen lassen. Inzwischen das Ei und den Zucker in einer anderen Schüssel so lange verrühren, bis die Masse schaumig und hellgelb geworden ist. Die Schokomischung nur so lange unterrühren, bis sich alles verbunden hat.
Walnüsse, Mehl, Kardamom, Backpulver und Salz vermischen und zu den feuchten Zutaten geben. Ganz kurz verrühren, bis sich alles verbunden hat. Dann die Schüssel für 2 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Ofen auf 175 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auskleiden. Kristallzucker und Staubzucker zum Wälzen auf kleine Tellerchen verteilen. Aus der Masse 15 kleine Kugeln formen und sie zuerst in Kristallzucker, dann in Staubzucker wälzen. Die Kugeln sollten nicht allzu sehr verlaufen, setzt sie aber nicht zu nah nebeneinander aufs Blech. Ca. 12 Minuten backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Ganz frisch sind die Kekse noch sehr knusprig, wenn sie einen Tag herumstehen, verliert sich das etwas. Wenn man sie zu lange bäckt, werden sie etwas trocken, deshalb lieber einen Tick zu kurz backen.

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16.03.2014

INFO und REZEPT: Was mach ich mit... Erdnussbutter?

Denk ich an Erdnussbutter, fallen mir als Erstes fette amerikanische Kinder mit Peanutbutter-Jelly-Sandwiches ein. Aber die arme Erdnussbutter kann eigentlich nix dafür, dass sie aus diesem Grund von mir jahrelang im Supermarkt nur eines verächtlichen Blickes gewürdigt wurde. Sie hat nämlich noch viel mehr drauf, als die Unterlage für labbrige Sandwiches zu sein!

Erdnussbutter besteht eigentlich aus pürierten Erdnüssen – packt man Erdnüsse in einen leistungsstarken Mixer und bearbeitet sie zusammen mit etwas Salz und Öl lange genug, ist sie schon fertig. Ich habe keinen leistungsstarken Mixer und greife daher auf die fertige Variante zurück. Meistens kauf ich die von Alnatura, die schmeckt mir am besten.

Seit ich diverse Rezepte mit dem Zeug ausprobiert habe, fehlt es nie in meinem Vorratsregal. Außer als vegane Unterlage für Marmelade (aber auch Gemüse) ist Erdnussbutter nämlich unschlagbar als Zutat in asiatischen Gerichten wie diesem Pad Thai, vermischt mit etwas Zucker als Füllung für Cupcakes oder diese absolut geilen Kekse und als Teigzutat für diese Muffins. Ganz besonders mag ich auch einen großen Sack Spinat, gekocht, abgeschreckt und gut ausgedrückt, dann vermischt mit 1 EL Erdnussbutter, 1 EL Sojasauce und 1 TL Zucker. Und natürlich afrikanischen Erdnusseintopf - W., hier ist nun endlich das Rezept, von dem ich dir schon intensiv vorgeschwärmt habe!

Erdnusseintopf
Für ca. 4-6 Portionen, Rezept aus mehreren zusammengebastelt
 Zutaten:
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt (125g)
  • 1 kleine Selleriestange, grob gewürfelt (80g)
  • 2 Knoblauchzehen, gerieben
  • 350g Hokkaidokürbis (gabs noch beim Bioladen) oder Karotte, in 1-cm-große Würfel geschnitten
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • 1 geh. EL Tomatenmark
  • ½ Liter Wasser oder Suppe
  • 1 große Süßkartoffel, in 1-cm-große Würfel geschnitten (255g)
  • 130g Brokkoliröschen
  • 180g Erdnussbutter
  • 1 Prise Zimt
  • 1/8 TL gemahlener Cumin
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Spritzer Essig
  • Zur Deko und optional: feingeschnittene Frühlingszwiebel und gehackte Erdnüsse 
  • Optional: Chili oder Chilisauce nach Geschmack (hab ich aufgrund meiner Mitesserin A. weggelassen)
Zubereitung: Zwiebeln und Sellerie in Öl anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind. Kürbis bzw. Karotten dazugeben und kurz mitbraten, dann mit den Tomaten, Tomatenmark, 200ml Wasser und dem Knoblauch aufgießen und aufkochen. Nach 10 Minuten 125ml Wasser und die Süßkartoffeln hinzufügen. 5 Minuten köcheln, dann den Brokkoli hinzufügen, und, wenn notwendig, noch 125ml Wasser aufgießen. Erdnussbutter mit 50ml Wasser/Brühe vermischen und durchrühren. Dann zum Gemüse geben, mit Zimt, Cumin, Salz, Pfeffer und Essig würzen. Mit Reis servieren.

Austauschtipp: Wenn ihr keinen Sellerie mögt, Kürbis um diese Jahreszeit zum Kotzen findet oder Brokkoli euch zum Brechen bringt, verwendet einfach das, was ihr mögt. Kartoffeln und Kichererbsen sowie Erbsen passen sicher auch gut, und wenn ihr so wie ich sehr sehr SEHR (ähem) auf Bohnen steht, die gehen auch. Wichtig ist nur, dass ihr zuerst das harte Gemüse wie z.B. Kartoffeln kocht und das nicht ganz so harte Zeug später hinzufügt. Dosenbohnen oder -kichererbsen braucht ihr überhaupt nicht mitzukochen, sie werden erst am Schluss der Garzeit in der Soße erwärmt. Hier findet ihr übrigens weitere Rezepte für dieses Gericht, falls ihr nicht selbst experimentieren wollt.

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05.03.2014

REZEPT: Orangentörtchen mit Karamell-Mascarpone-Creme

Dieses Rezept kostete mich viele, viele Nerven. Ich wollte unbedingt ein Rezept mit der köstlichen Karamellcreme von Bonne Maman kreiieren, aber es wollte nicht so recht. Schließlich hab ich die Durststrecke aber überwunden und für das Ergebnis hat sich das viele Ärgern gelohnt!

Orangentörtchen 1
Mmmh.
Heute findet sich das Rezept nicht hier, sondern drüben bei Mitzia von cook'n'roll, weil ich bei ihr gastgebloggt habe Schaut doch mal vorbei!

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27.02.2014

BENTO und REZEPT: Kichererbsensalat mit Karotte, Sellerie und Eisalz

Gestern gab es Kichererbsensalat mit Mayonaise, Karotten, Sellerie und diesem geilen Salz und dazu zwei Scheiben Brot. So einfach, so gut.

Wenn ihr den Salat nachmachen wollt - was ich sehr empfehle! - hier ist das Rezept :) Er schmeckt ausgezeichnet und ist sehr sättigend.

Das Ei-Salz (oder Kala-Namak) ist das Tüpfelchen auf dem i, geht aber sparsam damit um, sonst wird es schnell zu viel des Guten. Es handelt sich bei diesem Wunderprodukt übrigens um ein sehr schwefelhaltiges Salz, das durch seine Inhaltsstoffe nach Eiern schmeckt.

Bento mit Kichererbsensalat
Für zwei Beilagenportionen oder eine Riesenmittagsportion

Zutaten:
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 Selleriestange, fein gewürfelt (125g)
  • 1 Karotte, fein gewürfelt (80g)
  • 1 kleine Zwiebel, gewürfelt (30g)
  • 50g Mayonnaise (hab vegane genommen)
  • 1 geh. TL Senf
  • Salz und Pfeffer nach Gusto
  • Optional 1 (oder mehr Prisen) Eisalz
  • Optional ½ Apfel, fein gewürfelt
Zubereitung: Kichererbsen in einem Sieb abbrausen und abtropfen lassen, dann mit der Gabel grob zerdrücken. Mit den restlichen Zutaten vermengen, salzen und pfeffern. Für den besonderen Ei-Geschmack noch mit einer (oder zwei) Prise(n) Eisalz würzen.

Bentotrick: Damit der Apfel nicht braun wird, die Stückchen kurz in gesalzenes Wasser legen und danach abtropfen lassen. So passen sie auch besser zum salzigen Salat.

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12.02.2014

REZEPT: Ingwer-Orangen-Muffins

Wie ist es euch bei der Kältewelle letzte Woche ergangen? Das Auto des weltbesten Freundes war ungelogen unter einem drei Zentimeter dicken Eispanzer begraben und die Straßen waren so unglaublich rutschig, dass ich beim Weg zum Spar gedacht habe, mich hat es auf mysteriöse Weise auf den Eislaufplatz verschlagen… Kalt war es auch, und dieser verdammte Schneeregen! Ich mag nicht mehr!

Das schreit nach wärmenden Lebensmitteln, findet ihr nicht auch? Gut, dass ich aufgrund einer gemeinsamen Kochaktion noch so viel Ingwer zum Verbrauchen hatte! Die Muffins schmecken angenehm danach und sind nicht zu süß. Das Originalrezept, das ich etwas abgewandelt habe, stammt aus diesem Buch.

Ingwer-Orangen-Muffins
Für 6-7 Muffins
Zutaten:
  • 100g Zucker
  • 30g Bio-Ingwerwurzel
  • 55g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei
  • 120 ml (Soja)-Milch mit 1 TL Essig vermischt und fünf Minuten stehen gelassen
  • fein abgeriebene Schale von 1 kleinen Bio-Orange
  • 125g Mehl
  • ¼ TL Salz
  • ¼ TL Natron
Zubereitung: Ein Muffinblech mit Formen auskleiden. Den Ingwer mitsamt der Schale sehr fein hacken. Dann mit 4 EL Zucker in einen kleinen Topf geben und aufkochen, bis der Zucker geschmolzen ist. Achtung, wir brauchen kein Karamell! Es soll nur alles schön heiß sein. Anschließend die Hälfte des übriggebliebenen Zuckers hinzufügen und vermischen.
In einer Schüssel Butter und den restlichen Zucker vermixen, bis alles schön vermischt ist. Das Ei, die Orangenschale und die Milch-Essig-Mischung hinzufügen und gut mixen. Zuletzt Mehl, Salz und Natron vermischen und zum Teig geben. Nur so lange mixen, bis alles vermischt ist.
Den Teig in die Förmchen geben und ca. 15-20 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Man kann die Muffins gleich essen oder noch mit Zuckerglasur oder Schoko verzieren.

Was kocht ihr bei Sauwetter?

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02.02.2014

INFO und REZEPT: Was mach ich mit... Linsen?

Als ich im Dezember auf Kurztrip in Potsdam war und meinen Freund R. besucht habe, machte er mich bei einem Essenseinkauf auf Folgendes aufmerksam: “Es gibt so viele tolles Zeug hier, aber ich hab keine Ahnung, was ich mit all dem Gemüse, das ich im Supermarkt sehe, anfangen kann. Was mach ich zum Beispiel damit?”  (Hier hielt er mir verzweifelt eine Süßkartoffel entgegen.) “Was zur Hölle ist das?! Und was mach ich damit? Du hast doch einen Blog. Kannst du da  nicht was machen?”

Sie wünschen, wir spielen.

Wie ich schon in diesem Beitrag zugegeben habe, bin ich ein ziemlicher Bohnencrack. Eigentlich steh ich auf alle Hülsenfrüchte (legumes sagen die Engländer, so ein schönes Wort, deshalb bitte anhören, wenn ihr dem Link folgt!), denn die sind so fürchterlich praktisch, wenn man etwas kochen will, von dem man billig satt werden soll. Und jetzt im Winter, wo die Gemüseauswahl nicht so toll ist, greife ich gern auf Eingedostes und Eingefrorenes zurück. Es lohnt sich also sehr, Erbsen Bohnen, Linsen oder Kichererbsen im Haus zu haben, besonders für Emergency-Küche, z.B. am Dreikönigstag, wenn man plötzlich vor verschlossenen Hofer-Türen steht, weil man als ehemalige Schülerin einer katholischen Privatschule auf diesen Feiertag einfach vergessen hat.
Dosenlinsen
Nicht hübsch (gerade Tellerlinsen sehen ja gern aus wie schon einmal gegessen), aber sättigend.
Da die Familie der Hülsenfrüchte eine große ist, beginne ich erst einmal mit den Linsen, von denen ich eigentlich nur die klassischen Tellerinsen richtig regelmäßig verwende. Mein Lieblingsgericht (bzw. das einzige Gericht, das ich wirklich oft damit koche), ist Linseneintopf. Den gibts dann auch nur im Winter und so ähnlich zubereitet, wie ihn auch meine Mama immer früher gemacht hat (nur tut sie auch noch Speck und Schlagobers hinein). Das Wichtigste ist übrigens, den Linseneintopf einen Tag vor dem Verzehr zuzubereiten. Wie alle Eintöpfe schmeckt er nämlich viel viel besser, wenn er in der Küche etwas herumgestanden ist.

Linseneintopf
Für 2-3 große Portionen

Zutaten:
  • 1 Dose Tellerlinsen, im Sieb ordentlich abgespült (sonst hat euer Schlafpartner in der Nacht sein persönliches Konzert ;))
  • 2 große Zwiebeln, feingewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben oder gehackt
  • 1 große Karotte (wenn keine Karotten vorrätig sind, dann nur Kartoffeln), in 2cm große Stücke geschnitten
  • 2 große speckige Kartoffeln, in zwei Zentimeter große Stücke geschnitten
  • 1 EL Tomatenmark
  • ca. 400ml Wasser oder Gemüsesuppe
  • ein Spritzer Balsamico- oder ein beliebiger anderer Essig
  • Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
  • Optional: 1 EL kleingehackte Petersilie + ein paar Spritzer Liquid Smoke
  • Optional für Fleischesser: Frankfurter, gekocht und kleingeschnitten bzw.  Speckwürfel, die man gleich mit den Zwiebeln am Anfang mitröstet
Zubereitung: Die Zwiebel bei mittlerer Hitze langsam hellbraun rösten (das kann schon etwas dauern, wenn man es langsam angeht, bei mir dauert es meistens ca. 10 Minuten). Den Knoblauch hinzufügen und kurz mitrösen, darauf achten, dass er nicht braun wird. Dann mit so viel Wasser/Suppe aufgießen, dass die Zwiebeln gerade ein bisschen schwimmen, 1 TL-Salz, 1 EL Tomatenmark, ½ TL getrockneter Oregano und 1 EL Essig dazu und 5 Minuten dünsten zugedeckt dünsten lassen.
Anschließend Karotten und Kartoffeln hinzufügen und mit so viel Wasser/Suppe aufgießen, dass das Gemüse bedeckt ist. So lange auf mittlerer Hitze kochen, bis alles gar ist. Wenn die Flüssigkeit zu schnell verdunstet, zwischendurch etwas nachschütten.
Die Linsen hinzufügen, kurz erwärmen und mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker abschmecken und den optionale Zutaten abschmecken. Nun kommt der schwerste Teil: Eine Nacht stehen lassen, dann essen. 
Linseneintopf-on-Tour
Schmeckt aufgewärmt und als Mittagspausenmahlzeit wirklich besonders gut!
Natürlich gibts auch noch andere tolle Rezepte mit Linsen, die ich schon mal gekocht, aber nicht verbloggt habe. Mit roten Linsen kann man z.B. Linsendal kochen, sie eignen sich aber auch wunderbar für Linsenaufstriche oder als Einlage für Suppen und Eintöpfe. Puy-Linsen und Berglinsen durfte ich schon öfter als Salat genießen – der da wäre doch ein Ausprobieren wert, jetzt, wo rote, vorgekochte Rüben am Bauernmarkt so billig sind!

Für alle, die jetzt richtig Lust auf Linsen bekommen haben – es gibt tatsächlich eine Linsenfanpage (musste sehr lachen, als ich die entdeckt habe ^_^) mit ganz vielen spannenden Rezepten.


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29.01.2014

REZEPT: Erdäpfelnockerl mit Äpfeln und Zwiebeln aus dem Ofen

Für viele Fast-nur-Fleisch-Esser sind die Beilagen eher Nebendarsteller am Teller. Die meiste Gedankenarbeit wird oft darauf angewendet, auf welch raffinierte Weise man die Hauptspeise zubereiten könnte. Braten? Grillen? Faschieren? Dem, was sonst noch auf dem Teller herumkugelt, wird oftmals nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt – anders ist es nicht zu erklären, wieso in diversen Landgasthäusern das Gemüse prinzipiell grau und totgekocht auf den Teller kommt und der Gemüseteller IMMER aus Tiefkühlmischgemüse, Reis, Pommes, gebackenen Champignons und einem Spiegelei besteht. Buärgh.

Seit der weltbeste Freund und ich aber nur mehr zu den seltensten Anlässen Fleisch kaufen und zubereiten, schenken wir den Beilagen – die in der Zwischenzeit ja zur Hauptspeise mutiert sind – immer mehr Aufmerksamkeit. Schließlich soll man ja nicht das Gefühl haben, es gehe einem etwas ab, wenn man auf Fleisch verzichtet.

Unser momentaner Liebling: Äpfel und Zwiebel in Saft gebraten aus dem Ofen, das Rezept stammt aus dem Frisch gekocht vom September. Klingt komisch? Schmeckt aber geil, besonders zu den Erdäpfelnockerl aus Österreich vegetarisch (Kauft das Buch, es ist großartig!). Ich würds ausprobieren. 

Also, wenn ihr genug habts von grauem, totgekochten Gemüse und so.

Erdäpfelnockerl
Alles für zwei Menschen bemessen

Für die Kartoffellaibchen:
  • 750g mehlige Kartoffeln
  • 3 Dotter
  • 1 EL Petersilie, gehackt
  • 1 TL Salz
  • Prise Muskatnuss
  • Pflanzenöl
Zubereitung: Kartoffeln waschen und bei 190 Grad im Ofen garen, bis sie durch sind. (Das dauert je nach Größe ca. 30-50 Minuten). Noch heiß schälen und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken bzw. durch ein engmaschiges Sieb drücken. Mit Dottern, Petersilie, Salz und Muskatnuss gut vermischen und sechs Laibchen daraus formen.
Laibchen in etwas Öl von beiden Seiten goldbraun braten.

Für die Zwiebel und Äpfel aus dem Ofen:
  • 500g kleine Zwiebeln (wenns größere sind, vierteln)
  • 500g Äpfel (ich würd eine Sorte nehmen, die im Ofen halbwegs ganz bleibt, z.B. Boskoop)
  •  4EL Olivenöl
  • ¼ TL getrockneter Thymian
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 150ml Apfel- oder Birnensaft
Zubereitung: Ofen auf 220 Grad vorheizen. Zwiebeln schälen und quer halbieren. Äpfel halbieren, entkernen und achteln. In eine ofenfeste Form geben, mit Öl, Thymian, Salz und Pfeffer mischen, dann mit Saft untergießen. Ca. 20 Minuten backen, bis der Saft fast verdampft ist und die Zwiebel eine schöne Farbe angenommen haben. (Achtung, nicht zu lang drin lassen, sonst werden die Äpfel Apfelmus.)

Was ist eure liebste Beilage?


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31.12.2013

REZEPT: Mohnnudeln

Na, schon genug von Keksen und fetten Fleischgerichten? 

Der weltbeste Freund und ich kochen am letzten Tag des Jahres was Vegetarisches, das man ganz leicht veganisieren kann, nämlich Mohnnudeln. (Obwohl, wenn man circa einen halbe Butterklotz schmilzt und über die Nudeln gießt, dieselben nicht mehr ganz so leicht sind…)

Vielen Dank an den tollen S., der mit mir im Herbst zum ersten Mal Mohnnudeln gekocht hat. Wieder ein Rezept der österreichischen Küche, das ich als erlernt abhaken kann! 
Mohnnudeln Silvester 2
Für zwei Menschen

Zutaten:
  • 1kg mehlige Kartoffeln
  • 250g Mehl
  • 50-100g Butter oder die vegane Alternative (je nachdem wie fettaufnahmebereit man sich fühlt)
  • 50g gemahlener Mohn
  • Staubzucker
Zubereitung: Die Kartoffeln schälen und weich kochen. Abseien und zurück in den Topf geben, dann mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel fein zerdrücken – es sollen keine Klumpen entstehen. Das Mehl über die Kartoffeln sieben und die Mischung 20 Minuten abkühlen lassen.
Eine Oberfläche mit Mehl bestäuben und die Kartoffel-Mehl-Mischung darauf geben. Rasch zu einem glatten Teig verkneten. Er fühlt sich ein bisschen wie Play-Doh an, wenn er fertig ist, also lasst euer inneres Kind raus. Eine lange Rolle formen und in kleine Stücke schneiden. Daraus Nudeln formen, die so lang und dick sind wie ein kleiner Finger. 
Eine großzügige Menge Butter in eine große Pfanne geben und bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Nudeln in Butter braten, bis sie unten leicht braun sind. Wenn es zu viele Nudeln sind, um sie alle in die Pfanne zu bekommen, dann in zwei Durchgängen braten. 
Mohnnudeln_Silvester 1
Es kann ganz schön eng in der Pfanne werden!
Wenn alle Nudeln fertig sind, in einem kleinen Topf Butter/Margarine schmelzen und über die Nudeln gießen, danach mit Mohn vorsichtig vermischen, auf die Teller aufteilen, mit Staubzucker garnieren und sofort servieren.

Habt ihr auch schon genug vom großen Fressen – und habt ihr Essensvorsätze für 2014?

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12.09.2013

REZEPT: Karotte-Feige-Kichererbsensalat mit Garam Masala

Ach Blog, wie sehr hab ich es vermisst, dich mit Artikeln und Fotos zu füllen! 

Leider kam mir der geilste Sommer seit Ewigkeiten dazwischen, und so war ich viel mehr damit beschäftigt, mit dem weltbesten Freund mit all meinen gefühlt 32828181919 Sachen in unsere Traumwohnung zu ziehen, auszumalen, mich einzuleben, zu gärtnern, mir im Schwimmbad an den Affenhitzetagen etwas Farbe zu holen, im Stadtpark herumzugammeln, Leute zu treffen, Kinder zu unterrichten und an meiner Diplomarbeit weiterzuarbeiten. 

Verzeihst du mir diese schreckliche Vernachlässigung? Ich hab dir auch ein neues Rezept für einen köstlichen Salat mitgebracht.  

Salat Garam Masala
Für eine große Mittagessenportion

Zutaten:
  • 200g Karotten
  • 60g Zwiebel
  • ½ EL Salz (optional)
  • 100g Feigen
  • 100g gekochte Kichererbsen
  • 2 EL Balsamico
  • 1 ½ EL Sojasauce
  • 1 bis 1½  TL Agavendicksaft (je nachdem, wie süß man es mag)
  • ¼ bis ½ TL Garam Masala (je nachdem, wie würzig man es mag)
  • Pfeffer und Salz zum Abschmecken
  • Minzeblättchen (optional)
Zubereitung:
Karotten der Länge nach halbieren, dämpfen oder kochen, dann in dünne Halbmonde schneiden. Zwiebel fein würfeln und, wenn man so wie ich keine rohen Zwiebel verträgt, mit Salz vermengen und 5 Minuten stehen lassen. Das zieht die Schärfe heraus. Nach fünf Minuten in einem Sieb gründlich abspülen und abtropfen lassen. Wer aber kein Problem mit rohen Zwiebeln hat, schneidet die Zwiebeln einfach klein. Feigen grob würfeln. Kichererbsen aus der Dose gründlich abwaschen und abtropfen lassen.
Karotten, Zwiebel, Feigen und Kichererbsen in einer Schüssel vermischen. Aus Balsamico, Sojasauce, Agavendicksaft und Garam Masala ein Dressing zubereiten und über die Zutaten geben. Vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann noch mit Minzeblättchen dekorieren.

Was habt ihr im Sommer gemacht?

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30.05.2013

REZEPT: Russischer Zupfkuchen

Deutschland und Österreich sind zwar irgendwie gleich, aber auch wieder nicht – auf unserer letzten Deutschlandreise musste ich das wieder einmal feststellen. Zwar sprechen wir auf dem Papier alle die gleiche Sprache, aber wer schon einmal mich – oder einen anderen Österreicher – „Deutsch“ reden gehört hat, weiß, dass das so nicht stimmt. Wer es nicht glaubt: Hier ein Link zu Lamas mit Hüten aufÖsterreichisch und hier die geballte Ladung Oststeirisch, der Dialekt meiner Verwandten. Die Essgewohnheiten sind auch anders, und vom Bier („Je weiter nach Norden, desto zahnloser!“, meinte mein Mitbewohner grummelnd) wollen wir erst gar nicht anfangen.

Kuchenrezepte gehören zu diesen merkwürdigen Unterschieden auch dazu. Ob in Deutschland jemand einen Kärntner Reindling kennt, wage ich zu bezweifeln, aber auch Kuchen, die in Deutschland heißgeliebt werden, kennt hier ungelogen keine Sau. Russischer Zupfkuchen zum Beispiel war mir komplett unbekannt, bevor ich ihn auf Cake Invasion zum ersten Mal gesehen habe. Ich musste ihn natürlich einösterreichern, weil es in ganz Österreich keinen Quark zu kaufen gibt, aber ich nehme an, dass diese kleine Änderung nicht viel ausgemacht hat. Beim ersten Biss in die flaumig-topfige Masse wünschte ich mir nämlich sofort noch mehr Rezepte zur österreichisch-deutschen Völkerverständigung und bitte daher um erzdeutsche Backideen, die ich als Ausländerin unbedingt versuchen sollte :)

Russischer Zupfkuchen
Für eine Springform von 24x24 Zentimeter oder ein halbes Blech. Das Rezept stammt aus diesem Buch.

Zutaten Teig:
  • 215g Mehl
  • 20g Kakaopulver
  • ½ TL Backpulver
  • 100g Staubzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 125g Butter
  • 1-2 EL Marillenmarmelade
Zutaten Füllung:
  • 185g Butter
  • 500g Topfen – 40%-Topfen macht den Kuchen schön schnittfest, aber sehr kompakt. 25%-Topfen gibt die beste Konsistenz
  • 125g Staubzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Pkg. Vanillepuddingpulver
  • 2 Eier
Zubereitung: Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Springform mit Backpapier auskleiden. Für den Teig Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Staubzucker und Vanillezucker in eine Schüssel sieben. Ei und Butter hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Den Teig dritteln und ein Drittel des Teiges zur Seite legen. Die anderen, übrigen zwei Drittel in die Springform als Kuchenboden einpassen. Den vorbereiteten, ungebackenen Boden mit Marillenmarmelade bestreichen.
Für die Füllung die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und leicht abkühlen lassen. Inzwischen den Topfen mit Staubzucker, Vanillezucker, Puddingpulver und den Eiern glattrühren, dann die Butter hinzufügen und alles verrühren. Auf den Kuchenboden geben und glattstreichen, dann das weggelegte Drittel Teig darüberzupfen, sodass ein dekoratives Muster entsteht. 

Ca. 40 Minuten backen und mehrere Stunden (am besten über Nacht) abkühlen lassen, bevor man ihn anschneidet.

Lasst mir doch ein Rezept da!

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06.05.2013

REZEPT: Quinoalaibchen mit Pecorino und Bärlauch


In der letzten Bones-Die-Knochenjägerin-Folge (der weltbeste Freund und ich sind leidenschaftliche Fans!) kochte Bones Quinoa und Booth beschwerte sich beim Essen darüber, dass es kein Steak dazu gab. 

Also echt, Booth. Quinoa geht wirklich immer, als Salat, als Müsli, als Beilage, als eigenständiges Hauptgericht und sogar als sehr knoblauchige Laibchen. Nachmittagsaktivitäten, die viel körperliche Nähe erfordern, sind nach Genuss des folgenden Gerichts übrigens nicht mehr empfehlenswert - der Knoblauchcontent ist atemberaubend ;)

Quinoalaibchen mit Pecorino und Bärlauch

Zutaten für sechs Laibchen
  • 250g gekochter Quinoa (ich koche immer eine Riesenportion, mache Quinoa-Salat und nehm von dem gekochten Zeug 250g für die Laibchen weg)
  • 1 Bund (30g) Bärlauch, grob gehackt
  • 2 Stangen Schnittknoblauch oder 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 50g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 10g Petersilie
  • 1 TL Tomatenmark
  • 50g geriebener Pecorino oder Parmesan
  • 30g Mehl
  • 2 Eier (lieber 3, wenn die Eier klein sind)
  • eventuell Salz und Pfeffer (hab ich gar nicht gebraucht, weil der Pecorino so würzig war)
  • Zum Panieren braucht man noch Mehl, Eier/Milch und Paniermehl/Panko
  • Öl zum Ausbacken
Zubereitung: Quinoa, Bärlauch, Knoblauch, Zwiebel, Petersilie, Tomatenmark, Pecorino, Mehl und Eier in einer Schüssel vermengen. Wenn die Mischung gar bröcklig ist, noch ein Ei hinzufügen. Aus der Mischung sechs Laibchen formen. Zuerst in Mehl wenden, dann in Eiern oder Milch drehen und anschließend mit Bröseln oder Panko panieren.
Öl in einem Topf erhitzen und die Laibchen ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salat servieren. Eine andere Beilage ist bei diesem mächtigen Gericht nicht notwendig ;)


Mein Mai-Beitrag zum Quinoa-Event von Sarah!

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03.05.2013

REZEPT: Pizza mit karamellisierten Zwiebeln

Über dem ganzen Küchenchaos der letzten Wochen hätte ich beinahe vergessen, dass ich bei der Aktion „Ein Kochbuch auf Reisen“ von La Gusteria mitmache und mich dafür schon vor Wochen angemeldet habe – ich und mein Siebgehirn! 


Schlussendlich hat das Kochbuch „Cucina Vegana – Vegan genießen auf italienische Art“ über Nadine von nade in the kitchen aber zu mir geschafft und ich habe dann noch rechtzeitig in meiner immer noch recht spärlich ausgestatteten Küche zwei Rezepte nachgekocht (bzw. im zweiten Fall die Zutaten zusammengeschnippelt).

Gewählt habe ich einen Karottensalat und eine köstliche Pizza. Ich habe mir erlaubt, die Originalrezepte jeweils zu halbieren, weil hier nur zwei Münder zu stopfen sind und nicht vier, ansonsten habe ich versucht, mich halbwegs an das Originalrezept zu halten.

karottensalat Text

Hauptzutaten für zwei Personen laut Buch :
  • Rosinen
  • Apfelsaft
  • Karotten
  • 1 Paprika-Schote (laut Rezept eine grüne, die war aber nicht zu kriegen und ich hab eine gelbe genommen)
  • 1 Zwiebel (bei mir rot)
  • ¼ Bund Petersilie
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer
  • Optional und so nicht im Rezept: Sonnenblumenkerne
Zubereitung: Rosinen in Saft einweichen (bei mir über Nacht). Die Karotten raspeln, die Paprikaschote und die Zwiebel fein würfeln, die Petersilie hacken und alles mit den abgetropften Rosinen in eine Schüssel geben. Aus Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren und über die Zutaten geben. Mit Sonnenblumenkernen bestreuen.

Karottensalat 2

Anmerkungen: Ich habe den Salat als schnelles Mittagessen gemacht und er war sehr einfach zuzubereiten, weil ich die Rosinen über Nacht eingelegt hatte und nur noch alles zusammenschmeißen musste. Geschmacklich war er ganz ok, wenn auch nicht weltbewegend, der weltbeste Freund bezeichnete ihn als „unauffällig“. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Rosinen (verschrumpelte Zecken, brrr), aber durch das Ansaufen mit Saft waren sie gar nicht mehr so verschrumpelt und sind weder positiv noch negativ aus dem Salat hervorgestochen. Das im Buch angegebene Verhältnis von Dressing und Salatzutaten war für meinen Geschmack nicht ganz passend und ich musste ordentlich nachölen und –essigen.
Zwiebelpizza

Zutaten laut Buch und für zwei Personen:

Teigvariante 1

Für den Vorteig:
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Roh-Rohrzucker
  • 50 ml lauwarmes Wasser
  • 5 EL Weizenmehl
 Für den Teig:
  • 400g Weizenmehl
  • 100g Hartweizengrieß
  • 1-2 TL Meersalz
  • 3 EL Olivenöl
  • Etwa 200ml lauwarmes Wasser
Teigvariante 2

Ich habe mir allerdings das Leben viel leichter gemacht und stattdessen einen einfachen Pizzateig zubereitet, der ohne Vorteig auskommt (Zeit ist Geld und ich hatte weder Weizengrieß noch frische Hefe im Haus.) Das Rezept für den Teig stammt aus diesem Buch.
  • 1 Pkg. Trockenhefe
  • 200g Mehl
  • ¼ TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/8 l lauwarmes Wasser
Zutaten für die Tomatensauce:
(reicht für 4 Personen, ich hab die angegebene Menge zubereitet, denn der Rest schmeckt vorzüglich am nächsten Tag zu Nudeln)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 EL Olivenöl
  • 400g geschälte Tomaten in Stücken
  • 2 EL getrocknete Pizzakräuter
  • 1 TL Roh-Rohrzucker
  • 1 TL Balsamico (bei mir eher 1 EL)
  • 5 EL Tomatenmark
  • Meersalz
  • Pfeffer
Für den Belag:
  • 4 rote Zwiebeln, geschält und geachtelt
  • 3-4 EL Olivenöl
  • ½ EL Roh-Rohrzucker
  • ½ EL Balsamico
  • Je 1 EL fein gehackter Thymian und Oregano (gibt’s um die Jahreszeit nicht, deshalb etwas getrockneter Thymian und Oregano)
  • 70g Walnusskerne
  • Meersalz
  • Pfeffer
Zubereitung: Entweder Teigvariante 1) zubereiten (zuerst einen Vorteig bereiten, den 15-20 Minuten gehen lassen, dann den Teig zubereiten und den Vorteig hinzugeben und alles kneten, bis der Teig geschmeidig ist. Anschließend an einem warmen Ort zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Oder Teigvariante 2) machen: Alle Zutaten vermischen und so lange kneten, bis der Teig nicht mehr klebt. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
Inzwischen die Tomatensauce zubereiten: Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Olivenöl anschwitzen. Tomaten, Kräuter, Zucker und Balsamico hinzufügen, aufkochen und auf kleiner Flamme ca. 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend Tomatenmark einrühren, salzen und pfeffern.
Für den Belag die Zwiebel in Olivenöl anschwitzen. Zucker, Balsamico und Kräuter hinzufügen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten bräunen. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt. Die Walnusskerne unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Pizzateig auf einem Blech ausrollen. Die Hälfte der Tomatensauce darauf verteilen und anschließend mit der Zwiebel-Walnuss-Mischung gelegen. Eventuell etwas Olivenöl über die Pizza träufeln. Im vorgeheizten Backrohr bei 220 Grad ca. 15 Minuten backen. Achtung, die Walnüsse verbrennen leicht.

Anmerkungen: Lasst euch vom Kunstlichtfoto nicht täuschen – dieses Gericht schmeckt, pardon, ziemlich geil, hat einen interessanten Geschmack (karamellisierte Zwiebeln!!!) und ist auch verdammt gut ohne Käse (ich würd die Pizza ohne mit der Wimper zu zucken allen Fleischliebhabern vorsetzen). Der weltbeste Freund hat allerdings noch etwas Pecorino über seine Pizzahälfte gegeben und meinte, mit Käse sei sie noch besser. Die Pizza wird aufgrund der positiven Resonanz definitiv noch einmal gebacken, das Rezept ist allerdings sehr zeitaufwändig und daher eher etwas für lange Nachmittage, das Wochenende oder geladene Gäste. Die Zwiebelmischung und die Sauce lassen sich allerdings gut vorbereiten.

Das Buch selbst ist optisch nicht der Burner, da es keine Bilder der Gerichte enthält, man muss sich also schon relativ gut vorstellen können, wie das fertige Essen ausschauen bzw. schmecken soll. Weiters fehlen Angaben, wie lange die Speisen brauchen, bis sie fertig sind, das macht die Zeitplanung etwas schwierig. Es enthält aber keine übermoralischen Veganer-Texte (super!) und kreative Rezepte ohne die üblichen Verdächtigen Sojamilch, Tofu, Ersatzfleisch etc., Ich finde, beides ist positiv hervorzuheben, denn gerade bei veganen Kochbüchern ist das nicht selbstverständlich. Die meisten Rezepte scheinen sich eher für die Sommerküche zu eignen – es kommt erst einmal auf meine Wunschliste, und wenn die Tomaten- und Paprikaschwemme dann losgeht, werde ich wieder einen Blick hineinwerfen ;)

Kochbuch auf Reisen

Schaut doch einmal bei meiner Tauschpartnerin Aurelia vorbei, sie hat das Buch als nächste :)

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30.03.2013

REZEPT: Kürbisquiche mit Pilzen und Brokkoli


Osterwetter? Fehlanzeige. Meinen Lieblingsmegaphonverkäufer John schüttelt es jeden Tag vor lauter grauslich und kalt und ich muss zugeben, dass mir langsam auch der Zweckoptimismus ausgeht. Man könnte das Gefühl kriegen, es sei wieder Herbst. Und anders kann ich mir auch nicht erklären, wie diese herbstliche Quiche entstanden ist…

quiche mit kürbis und pilzen

Für eine 26cm-Springform

Zutaten Teig:
  • 125g kalte Butter
  • 250g Mehl
  • 1 Ei
  • Etwas Salz
  • Etwas Wasser
Zutaten Füllung:
  • 120g grüner Hokkaido (hab ich beim Bioladen Matzer gekauft), in kleine Würfelchen geschnitten.
  • 90g braune Champignons, in dicken Scheiben
  • 70g Brokkoliröschen (nicht zu groß)
  • ½ rote Zwiebel, gewürfelt
  • Butter, Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian
  • Ein Spritzer Zitronensaft und eine Prise Zucker
  • 200ml Schlagobers
  • 3 Eier
  • Muskatnuss, Salz, Pfeffer
  • 100g geriebener Käse (bei uns ein würziges, namenloses Mitbringsel aus Südtirol)
Für den Teig Mehl und Salz mischen, die kalte Butter einarbeiten und das Ei hinzufügen. Durchkneten und nach Bedarf etwas Wasser hinzufügen. Den fertigen Teig zu einer Kugel formen, dann in Klarsichtfolie packen und ab in den Kühlschrank für 30 Minuten.
Nach dem Rasten eine Quicheform fetten, den Teig ausrollen und in die Form einpassen. Mehrmals mit der Gabel einstechen und 10 Minuten blindbacken. Danach noch 10 Minuten zusätzlich im Ofen backen.
Butter in einer Pfanne zerlassen, darin den Hokkaidokürbis, die Champignons, den Brokkoli und die Zwiebeln 5 Minuten anbraten. Die Pilze sollen schon etwas safteln ;) Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, getrocknetem Thymian und etwas Zucker würzen und zur Seite stellen.
Für den Guss Schlagobers, Eier, Muskatnuss, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verquirlen.
Gemüsemischung auf dem vorgebackenen Quicheboden verteilen, die Schlagobers-Eiermischung darüber gießen und mit Käse bestreuen. Die Quiche ca. 30-40 Minuten bei 180 Grad backen, bis sie schön golden geworden ist und die Füllung stockt. Vor dem Schneiden etwas auskühlen lassen. Schmeckt auch noch am nächsten Tag!

ostertulpen

In diesem Sinne: Fröhliches Erntedankfest Ostern!

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22.03.2013

REZEPT: Karottenkuchen


Wenn fünf hungrige Mitstudentinnen und Diplomarbeitskampftruppenmitglieder um neun Uhr morgens in die Wohnung einfallen, dann muss man sich eine gute Methode überlegen, um alle Versammelten bei Laune zu halten.

Bei all dem aufgestauten Frust, der sich beim Diplomarbeitschreiben nun einmal ansammelt und sich in solchen Treffen entladet, wäre so eine Versammlung sonst glatter Selbstmord. Denn wenn Kollegin A erzählt, dass sie sich vor lauter Datenmaterial regelrecht erschlagen fühlt und nicht weiß, wo sie anfangen soll alles zu analysieren, Kollegin B grummelnd von ihrer seit Monaten abgetauchten (und inzwischen verstorbenen? Man weiß es nicht!) Betreuerin berichtet und Kollegin C nur noch traurig auf ihren schwarzen Tee starrt, ist es gut, wenn auf dem Tisch ein köstlich-saftiger Kuchen steht, dessen Geschmack für einen kurzen Moment alle Sorgen vergessen lässt…

karottenkuchen vegan
  Nach diesem Rezept, aber umgewandelt in Gramm. So geht das Backen leichter.

Zutaten für eine viereckige Form von 24x24 Zentimetern oder ein halbes Blech:
  • 270g Mehl
  • 2 TL oder 8g Backpulver
  • 1/2 TL oder 3g Natron
  • 1 TL oder 2g gemahlener Zimt
  • 215g Kristallzucker
  • 50g brauner Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 150ml Pflanzenöl (bei mir Sonnenblumenöl)
  • 125ml Orangensaft
  • Schale einer Bioorange1 TL amerikanischer Vanilleextrakt oder 1 EL Vanillezucker
  • 300g mit der Vierkantreibe geriebene Karotten
  • 40g Kokosraspeln
  • 45g grob gehackte Walnüsse
Für den Zuckerguss:
  • 100g Staubzucker
  • 2-3 EL Orangensaft
  • ein paar Walnussstückchen zum Verzieren
Zubereitung: Backrohr auf 180 Grad vorheizen und die Form mit Backpapier auskleiden. 
Mehl, Backpulver, Batron und Zimt in einer kleinen Schüssel verrühren. In einer anderen Schüssel weißen und braunen Zucker, Salz, Öl, Orangensaft, Orangenschale und Vanille vermischen. Das Mehl darübersieben und so lange verrühren, bis alle Zutaten fast verbunden sind. Dann Karotten dazugeben und so lange rühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Zum Schluss die Kokosraspeln und die Walnüsse unterheben und die Mischung 40-45 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 
Wer mag, kann den Kuchen jetzt jetzt noch mit Zuckerguss verzieren. Dazu den Kuchen vorsichtig in Stücke schneiden (bei mir wurden es 16 Stück) - Vorsicht, der Kuchen ist sehr saftig und lässt sich nur schwer schneiden, das Messer daher am besten zwischendurch abwaschen und abtrocknen. Staubzucker in eine Schüssel sieben und den Orangensaft dazugeben. Alles verrühren, bis ein dicker Guss enstanden ist, der sich gut auf die Kuchenstücke tropfen lässt. Mit Walnussstückchen dekorieren.

An alle Diplomanden und Diplomandinnen da draußen – wir schaffen das! (Zur Not auch unter Einsatz dieses Kuchens, der vollgepackt ist mit Karotten, Zucker und Nüssen ;))

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06.03.2013

REZEPT: Korokke mit Erbsen


Okay, ich muss euch was gestehen: Eigentlich habe ich gar nicht frei. Es ist ja schließlich Mittwoch, und das ist ein ganz normaler Wochentag für Normalsterbliche und die, die zur arbeitenden Bevölkerung gehören. Ich allerdings bin Studentin, und seit gestern bin ich Diplomatin, denn ich hatte meine allerletzte Prüfung! In knapp eineinhalb Stunden habe ich mein gesamtes, die letzte Woche aufgestautes Wissen über die psychoanalytische Deutung von mittelalterlichen Texten erbrochen zu Papier gebracht und danach war ich so leer. Die Batterien müssen aufgeladen werden, bevor ich mich wieder der Diplomarbeit widmen kann!

Grund genug, die Uni heute Uni sein zu lassen und den Tag zu genießen, auch wenn sich die Sonne leider schon wieder verabschiedet hat. Ich bin ja sonst eh schon eine richtige Höhlenbewohnerin und fahr unter der Woche jeden Vormittag brav auf die Uni, um in der Bibliothek zu lernen und zu schreiben, da ist das schon okay. Deshalb war ich heute das erste Mal seit Wochen unter der Woche am Bauernmarkt, um die Gemüsevorräte aufzustocken, habe weiter an diesem Roman gelesen und dann habe ich Korokke gekocht. Die mach ich sonst auch niiiie, weil unter der Woche zu frittieren und dann stundenlang lüften, wenn man immer irgendwo anders als in der Wohnung sein sollte, ist mir zu stressig.

Korokke, was soviel wie Kroketten heißt, sind übrigens eine kulinarische Sensation aus Japan. Was an faden Kroketten so genial sein soll, versteht der geneigte Leser wohl erst, wenn er sie auch probiert hat, denn sie sehen jetzt nicht gerade außergewöhnlich aus. Aber der Geschmack! Die Textur! Die Befriedigung, in was Frittiertes zu beißen! Die Cremigkeit der Krokette! Unglaublich. Wenn der weltbeste Freund Glück hat, kriegt er noch eine halbe ab, wenn er heut heimkommt. Wenn nicht, dann… nicht.
korokke mit erbsen

Zutaten für 8 Kroketten:
  • 250g Kartoffeln, mehlig
  • 1 kleine rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 kleiner eingeweichter Shiitakepilz, fein gewürfelt
  • 2 EL TK-Erbsen
  • 1 EL fein geschnittener Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Prise Muskatnuss
  • 1 Ei, etwas Mehl und Panko-Brösel zum Panieren
  • Öl zum Ausbacken
Zubereitung: Die Zwiebeln und den Shiitakepilz in etwas Öl anbraten, bis die Zwiebeln weich werden. Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser weich garen. Abtropfen lassen und mit der Gabel oder ganz fancy mit dem Kartoffelstampfer zu Brei zerdrücken. Zwiebeln, Pilzstücke, TK-Erbsen und Schnittlauch dazugeben, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und alles gut vermischen.
Aus der Masse 8 kleine Laibchen formen, diese nacheinander in Mehl, Ei und Panko-Brösel wenden und Öl in einem Topf erhitzen. Dabei sollte so viel Öl verwendet werden, dass die Laibchen darin schwimmen können. Die Kroketten nacheinander frittieren, bis sie goldbraun sind – dabei nicht zu viele auf einmal zubereiten, da das Öl sonst schnell abkühlen kann. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Ich habe dazu eingelegtes Gemüse, Reis und blanchierten Spinat mit Sesam gegessen.

Was macht ihr an freien Tagen?

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