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08.04.2012

REZEPT: Radieschenblätterpesto

Osterdekoration bzw. Osterschokolade sind eine Sache für sich. Meistens entkommt man dem Osterhype nicht, denn die grinsenden Hoppelhasen, flauschigen Küken und bunten Eier sind einfach überall, oft auch in grausamen Ausführungen. Die Schokolade ist in fast allen Fällen nicht laktosefrei und so haben ich und die laktoseintolerante Verwandtschaft nach der Nestsuche oft nur die Wahl zwischen weiterschenken oder essen und dann grausam leiden. (Die Sojaosterhasen von Linzbichler, für die in einer Grazer Stadtzeitung geworben wurde, sind auch schon ausverkauft. Hmpf.) Aber irgendwas muss man den lieben Verwandten doch schenken, oder?

Bei unserem letzten Osterspaziergang haben der weltbeste Freund und ich also die Augen nach Geschenken offen gehalten und tatsächlich sind wir im Schaufenster meines absoluten Lieblingsgeschäfts (Achtung, Ironie) auf ein paar Deko-Schmankerl gestoßen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Ich selber dekoriere ja nicht nach Festen bzw. Anlässen, aber ein bisschen schauen bringt einen normalerweise nicht um, dachte ich. Beim Anblick der folgenden Sachen bin allerdings ich vor Lachen fast gestorben, weil so unglaublich hässlich bzw. überzahlt:

 Hallo, ich bin Psychohase. Ich esse gerne kleine Kinder.

Ein Alien-Falten-Hase. Ich glaub, ich hab noch nie so ein hässliches Ding gesehen. Es gibt Meister Lampe auch noch in allen anderen Farben des Regenbogens, falls jemand Interesse hat... (Im Schaufenster spiegelt sich übrigens der weltbeste Freund.)

Das Schaf fand ich ja fast süß mit seinem bekifften Blick. Aber schaut mal auf den Preis! O_O

Sowas bekommen die Verwandten sicher NICHT!

Stattdessen habe ich in einer groß angelegten Last-Minute-Aktion Radieschenblätterpesto nach diesem Buch gemacht. Radieschenblätter sind gerade gratis am Bauernmarkt zu haben, da die meisten KäuferInnen die Blätter nicht mitbezahlen wollen und daher bei den Standlern lassen. Ich habe einen riesigen Sack umsonst bekommen und den Rest, den ich nicht für die Pestoproduktion brauchte, an die Meerschweinchen verfüttert. Das Pesto schmeckt leicht nach Radieschen und ist ganz wunderbar frühlingshaft grün! Und die Zubereitung geht ruckzuck.

Radieschenblätterpesto (für 400ml oder 2 kleine Gläschen)

Zutaten:
  • 75g frische Radieschenblätter
  • 50g Pinienkerne
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • 75g geriebener Parmesan
  • 150ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung: Die sterilisierten Gläser vorbereiten. Radieschenblätter waschen und mit der Salatschleuder trocknen, dann zusammen mit Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan und dem Öl mit dem Stabmixer pürieren. Wenn die Konsistenz noch zu fest ist, etwas mehr Öl hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann in die Gläschen füllen. Das Pesto mit Rapsöl bedecken und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.


In diesem Sinne: Frohe Ostern! 

P.S: Auch Wanda mag Radieschenblätter:






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12.01.2012

REZEPT: Chicken Nuggets mit zweierlei Dips

Chicken Nuggets – wie oft habe ich sie beim Restaurant zu den goldenen Bögen gegessen, als ich noch ein Kind war. Zu undefinierbarem Brei vermatschte Hendlstücke mit pickrig-klebrig-süß-saurer Sauce gehörten damals zu meinen Highlights. Die Panier hatte damals noch dieses Knusprige, das nach der „Verbesserung“ der Nuggets irgendwie weggefallen ist.

Ich habe, seit ich drei Monate das Vergnügen hatte, bei McDonald’s zu arbeiten, keine Nuggets mehr gegessen, und schon gar nicht die, die es bei diversen Supermärkten im Tiefkühlregal gibt. Erstens schmecken die sicher schlimm und zweitens will ich wissen, welches Fleisch in mein Fastfood kommt. (Vor allem bei Hühnern ist mir die Herkunft ja enorm wichtig, weil die ähnlich wie Schweine wirklich auch unter den übelsten Bedingungen fett werden. Und jetzt auch noch der Antibiotikafund in vielen Hühnerteilen… Da vergehts einem ja echt! O_O)

Da von unserer großen Silvesterraclettesause noch etwas Bio-Hühnerfilet übrig war, haben der weltbeste Freund und ich beschlossen, endlich einmal das Projekt Hühnernuggets anzugehen. In diesem Buch haben wir ein Rezept gefunden, das viel versprach – knusprige Panier, butterzartes Fleisch und einen Geschmack, der perfekt für Kinder sein soll. Fastfood gibt’s hier eh viel zu selten, also hat der weltbeste Freund brav und akribisch nach meiner Anleitung alles paniert und frittiert. Frittieren kann der Mann: Als Bundesheerler war er in der Küche tätig und Frittieren seine Hauptbeschäftigung. Gut, wenn man wie ich eine irrationale Abneigung gegen heißes Fett und Frittieren hat ;)

Tatsächlich wurden wir vom Rezept nicht enttäuscht. Vor allem das japanische Panko-Paniermehl, das ich einmal aus London mitgebracht bekommen habe, verleiht der Panier eine Knusprigkeit, die kaum zu überbieten ist, und die Saucenrezepte sind ebenfalls sehr fein. Die angegebene Menge reicht übrigens locker für vier Personen – wir haben die Hälfte der Nuggets gleich gegessen und die andere Hälfe am nächsten Tag gejausnet, ich auf Salat und er mit den restlichen Saucen.

 Natürlich mit Kernöl, wir sind ja schließlich in der Steiermark!

Chicken Nuggets mit Dippings (für vier Hungrige)


Zutaten:
  • 2 Hühnerbrüste, in 3cm große Würfel geschnitten
  • 250ml Buttermilch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Worchestershire-Sauce
  • 1 TL Sojasauce
  • Etwas Paprikapulver
Für die Panier:
  • Mehl
  • 1-2 Eier
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Panko-Paniermehl (Semmelbrösel gehen sicher auch, haben aber nicht DEN CRUNCH)
  • Ein gehäufter Esslöffel geriebener Parmesan
  • Öl zum Frittieren
Zubereitung: Die Hühnerstücke in der Buttermilch, die mit Zitronensaft, W-Sauce, Sojasauce und Paprikapulver vermischt wurde, ca. 1-2 Stunden einlegen. Das macht das Fleisch zarter. Anschließend die Hühnerstücke in einem Sieb abtropfen lassen.
Drei Teller vorbereiten. In den ersten eine ordentliche Portion Mehl geben und das Mehl etwas salzen. Dann ein Ei in den zweiten Teller schlagen und versprudeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf den dritten Teller das Paniermehl geben.
Nun wird das Hendl paniert: Zuerst jedes Stück in Mehl wenden, bis alles bedeckt ist, dann mit Hilfe einer Gabel ins Ei tauchen und anschließend im Paniermehl wenden. Die fertig panierten Teile auf einen Teller legen. Wenn irgendeine Zutat ausgeht, dann legt man einfach Mehl, Ei oder Paniermehl nach.
Das Öl ca. 2 cm hoch in eine Pfanne gießen und erhitzen. Es ist dann heiß genug, wenn man ein Stück Panier hineinwirft, das Stück gleich zu brutzeln beginnt und schön goldgelb wird. Wenn das Fett raucht, ist es zu heiß, dann die Temperatur reduzieren. Nacheinander die Nuggets frittieren, jedes Nugget braucht ca. 3 Minuten. Während dem Frittieren umdrehen, damit alle Seiten schön gebräunt sind, und das erste fertigen Stück durchschneiden, um zu sehen, ob die Zeit ausreicht.
Die fertigen Nuggets zuerst auf einer Schicht Küchenpapier abtropfen lassen und dann im warmen, auf ca. 50 Grad vorheizten Backofen lagern, damit sie nicht auskühlen. (Wir haben zu den Nuggets Pommes gemacht und so mussten wir gar nicht vorheizen.) Den Rest der Nuggets frittieren.

Zu den Nuggets passen folgende Dippings, die man einfach nur zusammenrühren muss. Wer nach der anstrengenden Frittierprozedur keine Lust mehr auf das Zusammenrühren hat, kann Ketchup oder Mayo zu den Nuggets essen, diese Saucen veredeln das ganze Projekt jedoch noch!

BBQ-Sauce (der weltbeste Freund war sehr angetan)

Zutaten:
  • 50g Ketchup
  • 2 TL Ahornsirup
  • ½ TL Worchestershire-Sauce
  • ½ TL Sojasauce
  • Ein paar Tropfen Tabasco nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
Honig-Senf-Sauce (mein Favorit!)

Zutaten:
  • 40g Mayonaise
  • 1 TL Senf (Dijon-Senf passt gut :))
  • 1-2 TL Honig
  • 1 TL kaltes Wasser
  • Salz nach Geschmack.
Welches Fastfood mögt ihr? Was macht ihr lieber selbst?

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    06.07.2011

    REZEPT: Kaeshi

    Im Sommer mag ich gerne Salat, aber von ein paar grünen Blättchen mit Dressing wird man im Normalfall nicht wirklich satt. 
    Die Alternative heißt japanischer Nudelsalat - kalte Nudeln in köstlicher Brühe mit allerhand gschmackigen Toppings. Als Basis braucht man Kaeshi, japanische Suppenwürze, die man fertig kaufen kann, jedoch dodleinfach herzustellen ist und das Herz eines jeden japanophilen Koches höherschlagen lässt. 

    Kaeshi* (3 Tassen, ca. 0,75l)

    Zutaten:
    • 90ml Mirin
    • 75g weißer Zucker
    • 1/2 Liter dunkle Sojasauce

    Zubereitung: Mirin in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Bei kleiner Flamme 5-6 Minuten kochen lassen. Zucker hinzufügen und rühren, bis er sich aufgelöst hat. Sojasauce hinzufügen und bei kleiner Flamme erhitzen, bis die Flüssigkeit ganz leicht blubbert. Fünf Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und zum Beispiel in einer Glasflasche aufgewahren. Kaeshi sollte ein paar Tage durchziehen, bevor man es benutzt. Es hält sich mehrere Monate.

    Fazit: Das Konzentrat ist sehr sehr salzig, mit ordentlich Wasser bzw. Dashi (japanische Suppenbrühe) wird daraus aber eine tolle Nudelsuppe mit dem charakteristisch süßen Geschmack.

    So, und was kann man jetzt damit machen? 
    Na Nudelsalat, wie ich schon weiter oben erwähnte. Für eine Portion ca. 50ml Kaeshi mit 50ml Dashi (oder mehr, wenn nach einer kleinen Kostprobe das Angemischte zu salzig erscheint) mischen und kalt stellen.
    Nudeln (z.B. Udon oder Sobanudeln) kochen, dann unter fließendem Wasser abkühlen, die Stärke wegwaschen, damit sie nicht mehr kleben und abtropfen lassen.
    Gemüse bzw. Toppings nach Belieben kleinschnippeln (z.B. geriebene Karotten, Frühlingszwiebeln, gebratene Shiitakepilze, Spiegelei...), auf die abgetropften Nudeln geben und mit Kaeshi übergießen. Dann zuerst die Nudeln schlürfen und die Brühe am Schluss, wenn man mag, noch trinken. 

    Ein paar verschiedene Toppings:

    Sobanudeln mit hartgekochtem Ei und schnellen Gurkenpickles, Frühlingszwiebel und Sesam: 
    Die Sobanudeln muss man ziemlich lange vorsichtig unter fließendem Wasser rubbeln, damit sie nicht zusammenkleben. 



    Udonnudeln mit beidseitig gebratenem Spiegelei, Karotten, Petersilie und Gomashio:
    Beidseitig gebratenes Spiegelei kann man gut in Streifen schneiden und es ist mit Stäbchen leichter zu essen als hartgekochte Eier.


    Udonnudeln mit hartgekochtem Ei, selbstgemachtem Gari (eingelegtem Ingwer), Karotten, süßsauer eingelegten Ingwergurken, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Shichimi Togarashi:
    Das war GUT. Bei dieser Version habe ich veganes Dashi verwendet - einfach ein paar Shiitakepilze in Wasser einweichen und die Brühe als Dashi verwenden. 


    Für mich ist das Suppenkonzentrat eine Zutat, die andauernd in Verwendung ist, da ich zur Zeit sehr oft diese Art von Nudelsalaten esse. Da man immer wieder verschiedene Toppings verwenden kann, wird das Essen auch nicht langweilig :)

    Vorsicht ist aber geboten, wenn man wie ich das Zeug in handelsüblichen Glasmineralwasserflaschen im Kühlschrank aufbewahrt und man einen mineralwassersüchtigen Mitbewohner hat, der sich vom merkwürdigen Geruch nicht abschrecken lässt und gerne ohne hinzusehen einen ordentlichen Zug aus der Flasche nimmt. Pur ist Kaeshi nämlich echt gewöhnungsbedürftig. (Zitat: "Was zur Höll- UARGH!!! Willst du mich vergiften?!") 

    ~~

    Rezept aus: Itoh, Makiko: The Just Bento Cookbook. Everyday Lunches To Go. Tokyo: Kodansha 2010

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    17.05.2011

    REZEPT: Bolognese-Sauce

    Liebe Studenten und Studentinnen, habt ihr genug von Grün-Weiß-Fix und Fertigsugos aus dem Glas? Endlich mal wieder was Ordentliches muss her? Bitte sehr, euer Wunsch sei mir Befehl... und denkt immer an das alte Studentensprichwort "Mit Speckwürfeln und Rotwein schmeckt alles besser"!

    Sauce Bolognese (für viele Tage Spaghettigenuss)


    Zutaten:
    • 1 kleine Karotte, fein gewürfelt
    • 1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt
    • 30g durchwachsener Räucherspeck oder Speckwürfel (aber bitte den guten Tiroler Speck nehmen ;))
    • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
    • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt (oder mehr, wenn man es wie der weltbeste Freund und ich stinkig mag)
    • Olivenöl
    • 150g Rinderfaschiertes
    • 1 Dose geschälte Tomaten
    • 75ml Rotwein
    • 75ml Gemüsebrühe
    • getrocknete Kräuter wie Thymian, Oregano und Rosmarin
    • Salz, Pfeffer

    Zubereitung: Gemüse vorbereiten.


    Öl in einem Topf erhitzen, Speck, Gemüse, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und 3 Minuten andünsten. Fleisch untermischen und unter Rühren mitbraten, bis es braun und krümelig ist. 
    Tomaten mit Saft, Wein und Brühe dazugießen. Alles mit den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt bei geringer Hitze ca. 1 Stunde schmoren lassen. Mit Spaghetti (oder dekadenten Safranbandnudeln), Parmesan und frischem Basilikum servieren.

    Fazit: So gut wie bei Vatern ist es noch nicht, aaaaber fast. Diese Speckwürfel, der zarte Weingeschmack - Himmel! Oh, und es lässt sich hervorragend einfrieren. Für Zeiten, in denen man spontan Hunger auf etwas Seelenwärmendes bekommt...





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    04.05.2011

    REZEPT: Süßsaure Sauce

    Es muss nicht immer die Marke mit dem freundlichen Afroamerikaner sein. Selbermachen ist die Devise!

    Süßsaure Sauce (für viele Portionen)*


    Zutaten:


    • 1 EL rote Chilipaste
    • 4 EL Sojasauce
    • 120 ml Ketchup
    • 2 TL Zucker
    • 1/2 TL Salz
    • 1 EL Reisessig
    • 1 cm Ingwer, fein gehackt
    • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
    • 240ml Wasser (oder halb Ananassaft, halb Wasser)
    • 2 TL Maizena gemischt mit 4 EL Wasser

    Zubereitung: In einem kleinen Topf Chilipaste, Sojasauce, Ketchup, Zucker, Salz, Essig, Ingwer, Knoblauch und Wasser zuerst aufkochen, dann ca. 4 Minuten köcheln lassen. Die Maizenamischung einrühren und solange köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

    Fazit: Uncle Ben's machts auch nicht besser. Wir haben sie einmal ganz klassisch mit Hühnerbrust und einmal als veganes Gemüsegericht gegessen, man braucht die Sauce am Ende der Garzeit der Zutaten nur über das Gericht träufeln und kurz erwärmen. Das Zeug hält sich übrigens einige Tage im Kühlschrank!

    ~~

    *Aus: Parekh, Hema: The Asian Vegan Kitchen. Authentic and Appetizing Dishes from a Continent of Rich Flavors. Tokyo: Kodansha 2007.



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    04.03.2011

    REZEPT: Schnelle asiatische Lauchsauce

    Als ich bei Babette's war, habe ich mir ein Kochbuch von Harumi Kurihara gekauft. Irgendwie muss man als Japan-Fan doch so eines haben, oder? 
    Bis vor Kurzem lag das Buch allerdings unbenützt in der Küche herum. Ab und zu habe ich einen Blick hinein riskiert, aber irgendwie sprach mich nie etwas richtig an, schöne Bilder hin oder her.
    Gestern habe ich dann endlich ein Rezept ausprobiert und ich bereue es nicht!

    Schnelle Lauchsauce* (für zwei Miniportionen)


    Zutaten:
    • 1/2 Lauchstange, fein gehackt
    • 50 ml Sojasauce
    • 1/2 EL Sake
    • 1 EL Reisessig
    • 1 EL Zucker
    • 1/2 scharfe Chili, fein gehackt
    • etwas Öl

    Zubereitung: Die Lauchstange fein hacken, dazu zuerst den Lauch mit einem scharfen Messer rundherum einstechen, denn dann fällt das Hacken leichter. Sojasauce, Sake, Essig und Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und Lauch und Chili darin leicht anbraten. Unter ständigem Rühren die Sojasaucenmischung hinzufügen. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, ist die Sauce fertig.

    Fazit: Mmmmmm. Bei mir gab es die Sauce auf Reis und mit gebratenem Hühnerfleisch dazu. 
    Ich denke, dass sich das Gericht auch gut fürs Bento eignet. Kalte Gemüsesaucen sind einfach toll und da die Sauce sehr stark gewürzt ist, schmeckt sie bestimmt auch kalt gut.

    ~~

    * Aus: Kurihara, Harumi: Japanisch kochen ganz easy. München: Dorling Kindersley 2009.
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    26.01.2011

    REZEPT: Gorgonzolasauce

    Manche Speisen machen einfach die Seele warm - und deshalb gehören sie verbloggt, auch wenn sie dodleinfach zuzubereiten sind :)
    Nach einem langen Arbeits-/Unitag packte den weltbesten Freund und mich die Lust auf etwas Warmes, Fettes. Mmmmmm... Gorgonzola hatten wir zwar keinen, aber Österkron, der war grad im Angebot. Rezeptmäßig wurde ich in diesem Kochbuch: Reiger, Gertrud: 365x gesunde Schnellküche. Fettarme, ballaststoffreiche, frisch zubereitete Gerichte für Berufstätige, Singles und alle jene, die wenig Zeit zum Kochen haben. Wien: Orac Verlag 1994. Das Buch stammt aus dem Fundus meiner "Schwiegermutter" - ich mag es, weil es so unkompliziert ist.

    Gorgonzolasauce (für zwei Hungrige)


    Zutaten:
    • 10 g Butter
    • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
    • 2 kleine Zwiebeln, fein gewürfelt
    • 1/8 Schlagobers
    • 100g Österkron - oder Gorgonzola
    • frisch gemahlener Pfeffer, Salz
    • Schnittlauch - TK

    Zubereitung: Die Zwiebeln und den Knoblauch in der zerlaufenen Butter anschwitzen, den Schlag dazu und kurz aufkochen lassen. Dann den Österkron in der Sauce schmelzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf Nudeln servieren, mit Schnittlauch dekorieren.

    Fazit: Gott, ist das gehaltvoll. Aber guuuut!
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    02.01.2011

    REZEPT: Annabel's dressing

    Ich habe vor einiger Zeit ein kleines Buch einer in GB bekannten Kinderköchin gekauft: Karmel, Annabel: Lunch Boxes and Snacks. Over 120 healthy recipes, from delicious sandwiches and salads to hot soups and sweet treats. New York et al: Atria 2007. 
    Die Dame kann kochen und jedes Rezept schmeckt. Ich bin zwar kein großer Fan von Sandwiches und Salaten im Bento, aber die Ideen, die sie hat sind, allesamt gut und ich bin sicher, dass die Gerichte Kindern gut schmecken. Und was Kindern schmeckt, schmeckt auch Erwachsenen, wie z.B. dieses verflucht gute Dressing:

    Annabel's dressing

    • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
    • 1/4 cup Pflanzenöl (bei mir Sonnenblumenöl)
    • 1 1/2 tablespoons* Reisessig
    • 1 tablespoon Sojasauce
    • 1 tablespoon gehackter Sellerie (ich habe geriebenen Knollensellerie genommen)
    • etwas frisch geriebener Ingwer
    • 1 tablespoon Wasser
    • 1 1/2 teaspoons Tomatenmark
    • 1 1/2 teaspoons Staubzucker
    • 1 1/2 teaspoons Zitronensaft
    • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

    Zubereitung: Alle Zutaten in einem Mixer/mit dem Stabmixer fein pürieren.

    Fazit: Bei uns gab es das Dressing zu Silvester als Sauce fürs Raclette. Die Gäste waren begeistert und ich finde auch, dass dieses Dressing einen ganz besonders feinen Geschmack hat. Die Autorin des Buches reicht das Dressing übrigens zu Nudelsalat.

    ~~

    *Da es sich um ein sehr amerikanisiertes Kochbuch handelt, habe ich die Originalmaße übernommen.
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    29.12.2010

    REZEPT: Einfache Tomatensauce

    Was zaubert sogar im tiefsten Winter ein Lächeln auf das Gesicht? Tomatensauce, die genauso schmeckt, als habe man sie im Hochsommer im Schweiße des Angesichts produziert. 

    Jamie Oliver hat in seinem Kochbuch "Essen ist fertig!" (Oliver, Jamie: Essen ist fertig! Die besten Rezepte für jeden Tag. 5. Aufl. (2009). München: Dorling Kindersley 2005.) ein Rezept für eine der besten Tomatensaucen, die ich jemals gemacht bzw. gegessen habe. Gott weiß, wieso diese Sauce aus nur knapp 5 Zutaten so gut schmeckt, aber sie ist einfach genial. Ich habe sie wie immer nach eigenem Geschmack etwas abgewandelt.

    Einfache Tomatensauce


    Zutaten:
    3 Knoblauchzehen, fein gehackt
    Olivenöl
    Prise getrockneter Oregano
    Ein Schuss Chilisauce (ich benutzte etwas Hot Mamas-Chilisauce aus dem Fundus des weltbesten Freundes*)
    1 Dose Eiertomaten
    Salz, Pfeffer
    1 Schuss Balsamico
    1 Prise Zucker

    Zubereitung: Knoblauchzehen und Oregano in Olivenöl anschwitzen, die Eiertomaten dazu geben. Die Tomaten im Ganzen zusammen mit dem Knoblauch, etwas Salz und Pfeffer bei niedriger Hitze etwa 30 
    Minuten köcheln lassen. 

    Danach die Eiertomaten zerteilen, nochmals mit Salz und Pfeffer würzen und mit Balsamico und Zucker abschmecken. 

    Fazit: Einfach super und so billig in der Herstellung!

    ~~

    * Ich bin ein Food-Tourist. Komme ich in ein fremdes Land, wird dort zuerst einmal der erstbeste Supermarkt gestürmt. Essen eignet sich einfach super als Souvenir, finde ich, vor allem, weil Essbares nicht lange herumsteht und Staub ansammelt, sondern glücklich macht. 
    Die Chilisauce haben der weltbeste Freund und ich in einem Supermarkt in München gekauft, wo wir wie die letzten Hinterwäldler herumgelaufen sind und alles in den Einkaufswagen geschaufelt haben, das uns unbekannt war. Hihi~ 


      

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    09.12.2010

    REZEPT: Räuchertofu mit Ramennudeln, Gemüse und Ingwerkokossauce

    Im letzten Post habe ich ja diese wunderbare Sauce zubereitet - nur was damit machen? Ein Blick in das schwarze Loch den Vorratsschrank förderte eine Packung Räuchertofu zu Tage, den ich aus Jux und Tollerei vor Urzeiten gekauft habe. Zum Glück hält das Zeug unendlich lange, aber ich will nicht wissen, was da drin ist...

    Aus einigen Restln habe ich nun dieses Gericht zusammengezaubert. Nicht wirklich was Besonderes, aber es geht schnell und schmeckt hungrigen StudentInnen.

    Räuchertofu mit Ramennudeln, Gemüse und Ingwerkokossauce (für eine sehr hungrige Person)




    Zutaten:
    • 100g Räuchertofu in kleinen Würfeln, auf Küchenpapier abgetropft
    • etwas neutrales Pflanzenöl
    • 1 kleine Karotte, geschält, halbiert und in dünne Halbmonde geschnitten
    • 1 kleine Zwiebel, geschält, geachtelt und in die Segmente zerteilt
    • 1 halbe Hand voll TK-Erbsen (hier natürlich die Markenerbsen von Iglo: "Iss was Gscheits!")
    • Ramennudeln für eine Person
    • 100ml Ingwerkokossauce

    Zubereitung: Nudeln nach Packungsanweisung garen, aber darauf achten, dass sie nicht zu weich werden. Dann in einem Küchensieb abtropfen lassen.
    Pflanzenöl (ich habe Rapsöl genommen) im Wok erhitzen, Zwiebel und Karotten darin pfannenrühren, bis die Karotten etwas weicher sind, aber immer noch Biss haben. Tofu dazu und weiterrühren, bis der Tofu an einigen Stellen angebraten ist.
    Nudeln und Erbsen* in den Wok geben, kurz mitbraten, dann mit der Kokossauce aufgießen. Die Sauce sollte im Wok in Sekundenbruchteilen verkochen, deshalb darauf achten, dass nichts anbrennt. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken.

    Fazit: Schmeckt angenehm unaufdringlich, aber nicht fad, da die Kokossauce sich an die Nudeln anlegt und sich ja einiges an Gewürzen in eben dieser Sauce befindet. Kalorienarm ist es allerdings nicht. Das Gericht ist außerdem vegan :)

    ~~

    * Ich mag meine Erbsen fast roh, also gerade warm innen drin. Andere (wie der weltbeste Freund) finden sie so eher widerlich. Wer die Erbsen gerne gut durch hat, kann sie vorher auftauen oder vorkochen.
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    07.12.2010

    REZEPT: Ingwer-Kokos-Sauce

    Im Tiefkühlfach befindet sich eine Tiefkühlbeutelsammlung mit Essensresten, die dermaßen unübersichtlich ist, dass ich mich immer wieder frage, wann zur Hölle ich eigentlich diese Riesenwurze Ingwer eingekauft habe oder warum zum Teufel ich diese Unmengen an passierten Tomaten angeschleppt habe – und was genau ich mit eben dieser Unmenge vorhatte. Ich denke, ich bin in Wirklichkeit gar keine arme Studentin, sondern eine Überlebende des zweiten Weltkriegs. (Mit meinen Vorräten könnte man ungelogen eine zweiwöchige Ausgangssperre überleben und ich hätte wahrscheinlich nachher immer noch Essen übrig, das ich am Schwarzmarkt für Meerschweinchenpelze und ähnlich Brauchbares eintauschen könnte…)

    Ab und zu muss ich mich also dazu zwingen, meine Vorräte etwas zu minimieren. Was liegt da näher, als einen Klotz eingefrorene Kokosmilch, ein paar kümmerliche Zwiebelchen und etwas tiefgekühlten Ingwer zu einer köstlichen Sauce zu verarbeiten?

    Das Original-Rezept stammt aus folgendem Kochbuch: Arnold, Hugo: das wagamama kochbuch. München: Christian Verlag 2008.*

    Kokos-Ingwer-Sauce (abgewandelt nach Studentenart und ohne teure Zutaten)

    Zutaten:
    • neutrales Pflanzenöl
    • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
    • Ca. 1 cm eingefrorener Ingwer, gerieben
    • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
    • Ein Spritzer Zitronensaft
    • 400ml Wasser
    • ½ TL Salz
    • 2 TL Rohrzucker
    • 150ml aufgetaute Kokosmilch (Bio und Fair Trade – soviel Geld muss drin sein!)
    • Ein Esslöffel TK-Petersilie
    • Pfeffer
    Zubereitung:
    Kokosmilch in der Mikrowelle auftauen (hier unten der Beweis, dass man Kokosmilch wirklich einfrieren kann :))


    Öl in einem Topf bei niedriger Temperatur erhitzen, den Knoblauch, die Zwiebel und den Ingwer darin bei mittlerer Hitze 6-8 Minuten dünsten. Darauf achten, dass nichts braun wird oder anbrennt. Fertig ist die Mischung, wenn es aromatisch duftet ind das Gemüse weich ist.
    Wasser aufgießen, alles zum Kochen bringen. Salz und Zucker hinzufügen und die Hitze reduzieren. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf die Hälfte eingekocht ist.
    Kokosmilch und Zitronensaft einrühren, 2 Minuten erhitzen und vom Herd nehmen. Petersilie einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


    Fazit: Eine wirklich schmackhafte Sauce, die zwar fad ausschaut, aber einen leicht würzigen und dennoch dezenten Geschmack hat.

    Laut Kochbuch hält sich die Sauce 2 Tage im Kühlschrank - Leute, die wie ich einen Saumagen haben, können sie aber auch später noch essen, solange sie den Geruchs- und Geschmackstest übersteht.
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