08.04.2012

REZEPT: Radieschenblätterpesto

Osterdekoration bzw. Osterschokolade sind eine Sache für sich. Meistens entkommt man dem Osterhype nicht, denn die grinsenden Hoppelhasen, flauschigen Küken und bunten Eier sind einfach überall, oft auch in grausamen Ausführungen. Die Schokolade ist in fast allen Fällen nicht laktosefrei und so haben ich und die laktoseintolerante Verwandtschaft nach der Nestsuche oft nur die Wahl zwischen weiterschenken oder essen und dann grausam leiden. (Die Sojaosterhasen von Linzbichler, für die in einer Grazer Stadtzeitung geworben wurde, sind auch schon ausverkauft. Hmpf.) Aber irgendwas muss man den lieben Verwandten doch schenken, oder?

Bei unserem letzten Osterspaziergang haben der weltbeste Freund und ich also die Augen nach Geschenken offen gehalten und tatsächlich sind wir im Schaufenster meines absoluten Lieblingsgeschäfts (Achtung, Ironie) auf ein paar Deko-Schmankerl gestoßen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Ich selber dekoriere ja nicht nach Festen bzw. Anlässen, aber ein bisschen schauen bringt einen normalerweise nicht um, dachte ich. Beim Anblick der folgenden Sachen bin allerdings ich vor Lachen fast gestorben, weil so unglaublich hässlich bzw. überzahlt:

 Hallo, ich bin Psychohase. Ich esse gerne kleine Kinder.

Ein Alien-Falten-Hase. Ich glaub, ich hab noch nie so ein hässliches Ding gesehen. Es gibt Meister Lampe auch noch in allen anderen Farben des Regenbogens, falls jemand Interesse hat... (Im Schaufenster spiegelt sich übrigens der weltbeste Freund.)

Das Schaf fand ich ja fast süß mit seinem bekifften Blick. Aber schaut mal auf den Preis! O_O

Sowas bekommen die Verwandten sicher NICHT!

Stattdessen habe ich in einer groß angelegten Last-Minute-Aktion Radieschenblätterpesto nach diesem Buch gemacht. Radieschenblätter sind gerade gratis am Bauernmarkt zu haben, da die meisten KäuferInnen die Blätter nicht mitbezahlen wollen und daher bei den Standlern lassen. Ich habe einen riesigen Sack umsonst bekommen und den Rest, den ich nicht für die Pestoproduktion brauchte, an die Meerschweinchen verfüttert. Das Pesto schmeckt leicht nach Radieschen und ist ganz wunderbar frühlingshaft grün! Und die Zubereitung geht ruckzuck.

Radieschenblätterpesto (für 400ml oder 2 kleine Gläschen)

Zutaten:
  • 75g frische Radieschenblätter
  • 50g Pinienkerne
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • 75g geriebener Parmesan
  • 150ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung: Die sterilisierten Gläser vorbereiten. Radieschenblätter waschen und mit der Salatschleuder trocknen, dann zusammen mit Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan und dem Öl mit dem Stabmixer pürieren. Wenn die Konsistenz noch zu fest ist, etwas mehr Öl hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann in die Gläschen füllen. Das Pesto mit Rapsöl bedecken und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.


In diesem Sinne: Frohe Ostern! 

P.S: Auch Wanda mag Radieschenblätter:





Kommentare:

  1. Danke für den Bericht von Deinem Schaufensterbummel. Selten so gelacht :-)

    Liebe Grüße und Frohe Ostern, Julia

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    1. Ja, bei der Firma kann man nur noch lachen...

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  2. Wir schenken nur den kleinen Kindern zu Ostern was, also hatte ich diesen Stress zum Glück nicht! Aber das Radieschenpesto finde ich eine gute Idee!! Besser als die viele Schokolade *würg*

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    1. Ach, gegen ein bisserl Schokolade hab ich nix, aber diese Massen sind schon übel.

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  3. haha so eine hässliche Deko!
    Die Geschenksidee finde ich aber wirklich sehr nett, und von so einem Pesto habe ich noch nie gehört - tolle Idee!
    Schönen Ostersonntag :)

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    1. Gell? Ich find die auch immer noch echt gruselig!

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  4. Der Psychohase sieht wirklich psycho aus und dein Pesto passt farblich perfekt zum Alienhasen! Und ich liebe selbstgemachtes Pesto und werde dein Rezept ganz bald ausprobieren

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    1. Vergiss nicht zu berichten, wie es dir geschmeckt hat :)

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