12.01.2012

REZEPT: Chicken Nuggets mit zweierlei Dips

Chicken Nuggets – wie oft habe ich sie beim Restaurant zu den goldenen Bögen gegessen, als ich noch ein Kind war. Zu undefinierbarem Brei vermatschte Hendlstücke mit pickrig-klebrig-süß-saurer Sauce gehörten damals zu meinen Highlights. Die Panier hatte damals noch dieses Knusprige, das nach der „Verbesserung“ der Nuggets irgendwie weggefallen ist.

Ich habe, seit ich drei Monate das Vergnügen hatte, bei McDonald’s zu arbeiten, keine Nuggets mehr gegessen, und schon gar nicht die, die es bei diversen Supermärkten im Tiefkühlregal gibt. Erstens schmecken die sicher schlimm und zweitens will ich wissen, welches Fleisch in mein Fastfood kommt. (Vor allem bei Hühnern ist mir die Herkunft ja enorm wichtig, weil die ähnlich wie Schweine wirklich auch unter den übelsten Bedingungen fett werden. Und jetzt auch noch der Antibiotikafund in vielen Hühnerteilen… Da vergehts einem ja echt! O_O)

Da von unserer großen Silvesterraclettesause noch etwas Bio-Hühnerfilet übrig war, haben der weltbeste Freund und ich beschlossen, endlich einmal das Projekt Hühnernuggets anzugehen. In diesem Buch haben wir ein Rezept gefunden, das viel versprach – knusprige Panier, butterzartes Fleisch und einen Geschmack, der perfekt für Kinder sein soll. Fastfood gibt’s hier eh viel zu selten, also hat der weltbeste Freund brav und akribisch nach meiner Anleitung alles paniert und frittiert. Frittieren kann der Mann: Als Bundesheerler war er in der Küche tätig und Frittieren seine Hauptbeschäftigung. Gut, wenn man wie ich eine irrationale Abneigung gegen heißes Fett und Frittieren hat ;)

Tatsächlich wurden wir vom Rezept nicht enttäuscht. Vor allem das japanische Panko-Paniermehl, das ich einmal aus London mitgebracht bekommen habe, verleiht der Panier eine Knusprigkeit, die kaum zu überbieten ist, und die Saucenrezepte sind ebenfalls sehr fein. Die angegebene Menge reicht übrigens locker für vier Personen – wir haben die Hälfte der Nuggets gleich gegessen und die andere Hälfe am nächsten Tag gejausnet, ich auf Salat und er mit den restlichen Saucen.

 Natürlich mit Kernöl, wir sind ja schließlich in der Steiermark!

Chicken Nuggets mit Dippings (für vier Hungrige)


Zutaten:
  • 2 Hühnerbrüste, in 3cm große Würfel geschnitten
  • 250ml Buttermilch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Worchestershire-Sauce
  • 1 TL Sojasauce
  • Etwas Paprikapulver
Für die Panier:
  • Mehl
  • 1-2 Eier
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Panko-Paniermehl (Semmelbrösel gehen sicher auch, haben aber nicht DEN CRUNCH)
  • Ein gehäufter Esslöffel geriebener Parmesan
  • Öl zum Frittieren
Zubereitung: Die Hühnerstücke in der Buttermilch, die mit Zitronensaft, W-Sauce, Sojasauce und Paprikapulver vermischt wurde, ca. 1-2 Stunden einlegen. Das macht das Fleisch zarter. Anschließend die Hühnerstücke in einem Sieb abtropfen lassen.
Drei Teller vorbereiten. In den ersten eine ordentliche Portion Mehl geben und das Mehl etwas salzen. Dann ein Ei in den zweiten Teller schlagen und versprudeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf den dritten Teller das Paniermehl geben.
Nun wird das Hendl paniert: Zuerst jedes Stück in Mehl wenden, bis alles bedeckt ist, dann mit Hilfe einer Gabel ins Ei tauchen und anschließend im Paniermehl wenden. Die fertig panierten Teile auf einen Teller legen. Wenn irgendeine Zutat ausgeht, dann legt man einfach Mehl, Ei oder Paniermehl nach.
Das Öl ca. 2 cm hoch in eine Pfanne gießen und erhitzen. Es ist dann heiß genug, wenn man ein Stück Panier hineinwirft, das Stück gleich zu brutzeln beginnt und schön goldgelb wird. Wenn das Fett raucht, ist es zu heiß, dann die Temperatur reduzieren. Nacheinander die Nuggets frittieren, jedes Nugget braucht ca. 3 Minuten. Während dem Frittieren umdrehen, damit alle Seiten schön gebräunt sind, und das erste fertigen Stück durchschneiden, um zu sehen, ob die Zeit ausreicht.
Die fertigen Nuggets zuerst auf einer Schicht Küchenpapier abtropfen lassen und dann im warmen, auf ca. 50 Grad vorheizten Backofen lagern, damit sie nicht auskühlen. (Wir haben zu den Nuggets Pommes gemacht und so mussten wir gar nicht vorheizen.) Den Rest der Nuggets frittieren.

Zu den Nuggets passen folgende Dippings, die man einfach nur zusammenrühren muss. Wer nach der anstrengenden Frittierprozedur keine Lust mehr auf das Zusammenrühren hat, kann Ketchup oder Mayo zu den Nuggets essen, diese Saucen veredeln das ganze Projekt jedoch noch!

BBQ-Sauce (der weltbeste Freund war sehr angetan)

Zutaten:
  • 50g Ketchup
  • 2 TL Ahornsirup
  • ½ TL Worchestershire-Sauce
  • ½ TL Sojasauce
  • Ein paar Tropfen Tabasco nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
Honig-Senf-Sauce (mein Favorit!)

Zutaten:
  • 40g Mayonaise
  • 1 TL Senf (Dijon-Senf passt gut :))
  • 1-2 TL Honig
  • 1 TL kaltes Wasser
  • Salz nach Geschmack.
Welches Fastfood mögt ihr? Was macht ihr lieber selbst?

    Kommentare:

    1. Ich liebe Burger. Leider bekomme ich sie nicht oft, weil ich seit einem gewissen Film nicht mehr zu den goldenen Bögen gehe *seufz*, aber wenn's auf der Speisekarte von einem Restaurant steht, bestell ich fast immer einen Farmerburger. *yam* Chicken nuggets mag ich auch. Aber selber machen tu ich Fast Food eigentlich fast nie. Schade eigentlich.
      Super Rezept übrigens, das mit der Buttermilch hab ich schonmal gehört - muss ich jetzt aber wirklich ausprobieren. Vor allem die Saucen klingen gut und außergewöhnlich!
      lg, Bernadette

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      1. Ich glaube, wir haben den gleichen Film gesehen. Farmerburger ist wirklich super, da geb ich dir recht. Normalerweise vermeid ich ja Fleisch, aber wenn es Rindfleisch kombiniert mit Speck gibt, da setzt die Vernunft aus.

        Danke :)

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    2. Ganz ehrlich, diese Chicken Nuggets schmecken nach allem, aber nicht nach Hühnchen. Ich kann die nicht ausstehen, und die Soßen schon gar nicht. ^^°

      McDouble!!! *__* Cheeseburger bei Mackes allgemein, aber die Gurken muss immer T. essen.

      Selber gar nichts. >__>

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