22.03.2013

REZEPT: Karottenkuchen


Wenn fünf hungrige Mitstudentinnen und Diplomarbeitskampftruppenmitglieder um neun Uhr morgens in die Wohnung einfallen, dann muss man sich eine gute Methode überlegen, um alle Versammelten bei Laune zu halten.

Bei all dem aufgestauten Frust, der sich beim Diplomarbeitschreiben nun einmal ansammelt und sich in solchen Treffen entladet, wäre so eine Versammlung sonst glatter Selbstmord. Denn wenn Kollegin A erzählt, dass sie sich vor lauter Datenmaterial regelrecht erschlagen fühlt und nicht weiß, wo sie anfangen soll alles zu analysieren, Kollegin B grummelnd von ihrer seit Monaten abgetauchten (und inzwischen verstorbenen? Man weiß es nicht!) Betreuerin berichtet und Kollegin C nur noch traurig auf ihren schwarzen Tee starrt, ist es gut, wenn auf dem Tisch ein köstlich-saftiger Kuchen steht, dessen Geschmack für einen kurzen Moment alle Sorgen vergessen lässt…

karottenkuchen vegan
  Nach diesem Rezept, aber umgewandelt in Gramm. So geht das Backen leichter.

Zutaten für eine viereckige Form von 24x24 Zentimetern oder ein halbes Blech:
  • 270g Mehl
  • 2 TL oder 8g Backpulver
  • 1/2 TL oder 3g Natron
  • 1 TL oder 2g gemahlener Zimt
  • 215g Kristallzucker
  • 50g brauner Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 150ml Pflanzenöl (bei mir Sonnenblumenöl)
  • 125ml Orangensaft
  • Schale einer Bioorange1 TL amerikanischer Vanilleextrakt oder 1 EL Vanillezucker
  • 300g mit der Vierkantreibe geriebene Karotten
  • 40g Kokosraspeln
  • 45g grob gehackte Walnüsse
Für den Zuckerguss:
  • 100g Staubzucker
  • 2-3 EL Orangensaft
  • ein paar Walnussstückchen zum Verzieren
Zubereitung: Backrohr auf 180 Grad vorheizen und die Form mit Backpapier auskleiden. 
Mehl, Backpulver, Batron und Zimt in einer kleinen Schüssel verrühren. In einer anderen Schüssel weißen und braunen Zucker, Salz, Öl, Orangensaft, Orangenschale und Vanille vermischen. Das Mehl darübersieben und so lange verrühren, bis alle Zutaten fast verbunden sind. Dann Karotten dazugeben und so lange rühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Zum Schluss die Kokosraspeln und die Walnüsse unterheben und die Mischung 40-45 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 
Wer mag, kann den Kuchen jetzt jetzt noch mit Zuckerguss verzieren. Dazu den Kuchen vorsichtig in Stücke schneiden (bei mir wurden es 16 Stück) - Vorsicht, der Kuchen ist sehr saftig und lässt sich nur schwer schneiden, das Messer daher am besten zwischendurch abwaschen und abtrocknen. Staubzucker in eine Schüssel sieben und den Orangensaft dazugeben. Alles verrühren, bis ein dicker Guss enstanden ist, der sich gut auf die Kuchenstücke tropfen lässt. Mit Walnussstückchen dekorieren.

An alle Diplomanden und Diplomandinnen da draußen – wir schaffen das! (Zur Not auch unter Einsatz dieses Kuchens, der vollgepackt ist mit Karotten, Zucker und Nüssen ;))

Kommentare:

  1. Oh ja, so ein Kuchen muntert bestimmt auf! Ich liebe Karottenkuchen, und deiner sieht wirklich sehr lecker aus.

    An der Masterarbeit zu schreiben ist übrigens vergleichbar frustrierend... D: Naja, bis Juli hab ich noch Zeit. Aber es geht wirklich nru sehr schleichend voran, und ständig finde ich was Neues, was ich eigentlich noch gelesen haben sollte.
    Wir sitzen jeden Tag leidend in der Bibliothek rum und fiebern unsrer gemeinsamen Mittagspause entgegen. Aber gemeinsam leiden ist irgendwie doch besser als alleine.

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    1. Genau meine Rede :) Zusammen ist man stark!

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  2. Ich kanns euch nachfühlen, Diplomarbeit schreiben ist grausam. Aber es hat irgendwann ein Ende und dann ist man unwahrscheinlich stolz auf sein Werk!
    Der Kuchen sieht super aus!

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    1. Danke sehr :) Ich hoffe auch, dass es irgendwann ein Ende hat und ich dann hier stolz präsentieren kann, was ich geschaffen habe. Das wär so schön.

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  3. Er war einfach köstlich *sabber*
    Aber sag amal, wo bekommt man denn Natron her? Hab ich nämlich noch nie verwendet ^^
    Ich hab sie übrigens erreicht, meine Betreuerin! Heureka! Und getroffen! Doppeljuhu!
    Jetzt muss ich nur mehr auf ein Feedback zu meinem bisher Gekritzelten warten *g*

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    1. Natron ist Speisesoda, das kann man normalerweise in der Backabteilung oder in der Gewürzabteilung kaufen (Gibts von Kotany und Dr. Oetker.)

      Super, dass du deine Betreuerin erreicht hast, das war ja eine schwere Geburt... Hoffentlich wird das Feedback gut! :)

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  4. Huhuu Nadja :)!
    Ich hab dich mal getaggt, weil ich dich einfach mal mit Fragen löchern möchte ;). Naja, und weil ich deinen Blog mag :D.
    Würd mich freuen, wenn du darauf Lust hättest!
    http://cakeinvasion.de/persoenliches/
    Ganz liebe Grüße und schöne Feiertage,
    Shia

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  5. Ich wollte nur berichten, dass ich das Rezept ausprobiert hab' und es war SPITZE! Hatte zwar nicht genug Karotte, die hab ich aber dann durch geriebenen Apfel ersetzt - war trotzdem sehr sehr gut!
    Danke für das Rezept, wird's bei uns jetzt öfters geben!
    glg, Bernadette

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    1. Coolio, das freut mich sehr :)
      Lg Nadja

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  6. Wie macht man eigentlich ein halbes Blech? Ich meine, der Teig ist ja meist ein bisschen flüssig. Wie verhindert man, dass man am Ende ein ganzes Blech hauchdünnen Kuchen hat?

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    1. Entweder man verwendet einen Backrahmen ODER man hat eine Halbes-Blech-Blechkuchenform :)

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    2. Woah, es gibt ja voll coole Backrahmen. Kann man die benutzen wie z. B. Springformen? Ich meine, kann man da einfach jeden Kuchenteig reinfüllen oder nur bestimmte Sorten Teig?

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    3. Wenn du sie mit Backpapier auskleidest und auf ein Backblech stellst, dann geht fast alles. Ich kenn mich da nur nicht so gut aus, weil ich fast alles mit meinen hunderttausend Formen backe.

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