16.11.2011

REZEPT: Schokolade-Brownie-Cookies mit Orangenglasur

Für den nächsten Bake Sale am Donnerstag habe ich mir ein höllisches Rezept ausgesucht, nämlich Cookies, die besser als Brownies schmecken sollen. Ausschauen tun die Dinger ja auf den Fotos der Bloggerin ganz ausgezeichnet, aber ich backe trotzdem alles immer einmal zur Probe, damit auch ganz sicher nichts schief geht, wenn es dann hart auf hart kommt. 

Eine gute Idee, wie ich heute feststellen musste…

Beim Vorbereiten der Zutaten fiel mir auf, dass ich verdammt viel Schokolade brauche. Lese ich nämlich nur das englische Rezept, habe ich oftmals keine Ahnung, wie viel ich eigentlich von den Zutaten genau brauche. Unzen, Tassen… Argh! Welcher Idiot hat diese Art der Messung eigentlich erfunden?! Da kann man Mengen sowas von nicht abschätzen, es ist sa-gen-haft. Auf dieser Seite wird übrigens genau über die Tatsache diskutiert. Besonders den Post übers Backen - das mit der Butter, muahaha! - finde ich köstlich.

Als der Backofen also schon heiß war, musste ich feststellen, dass drei Tafeln Schokolade NICHT ausreichten, um einmal probezubacken. Nein, man braucht für diese fettige Köstlichkeit fast einen halben Kilo.  Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. 

 Holy Moly. 
Verdammt. Zum Glück ist der nächste Supermarkt nicht weit weg und heizen kann man mit dem Backofen auch so gut. 

Nächstes Problem: Ich besitze nur ein Backblech, aber die Menge Teig ergab eine ganze Menge Kekse. Dazu wird im Teig auch noch Backpulver verwendet. Hilfe, Backpulverteige soll man doch nicht zu lange stehen lassen, oder? (Notiz an mich selbst: Ein zweites Backblech muss her!) Half ja alles nix, ich habe die Kekse in drei Ladungen zu je neun Keksen hintereinander gebacken.

Dann war da auch noch die merkwürdige Konsistenz des Teiges. Zu Beginn meiner Backsession war er extrem flüssig – also so durchfallfladenflüssig. Der Beweis:


Der letzte Durchgang hingegen war schon so fest, dass ich die Masse kaum vom Löffel bekam und mit dem Finger nachhelfen musste. Das hatte auch Einfluss auf das Aussehen der Kekse – die ersten sind sehr flach, die letzten sehr hart geworden.

Im Endeffekt habe ich statt einem Keks nun drei verschiedene gebacken. Die ersten Kekse habe ich etwa 15 Minuten im Ofen gelassen, weil sie mir zu flüssig erschienen, die zweiten, ähm, vergessen – man soll keine Blogs lesen, während man was im Ofen hat! Ergebnis: Die Kekse der Generation 2 sind etwas hart und trocken geworden und dazu auch noch angebrannt. Ups. +husthust+

Bei den letzten neun Cookies habe ich die Küche keine Sekunde verlassen und sie genau nach 12 Minuten aus dem Ofen genommen. Sie waren sehr sehr sehr flüssig, sind aber nach kurzer Zeit fester und damit angreifbarer geworden. Beim nächsten Versuch werde ich die Kekse genau nach Anleitung backen! Keine Experimente mehr. Hundertpro!

Das Ergebnis der Backsession: Die Kekse (wenigstens die vom dritten Blech) sind wirklich gut geworden und mit Orangenglasur und Orangenabrieb als Deko absolutely outstanding. Die kommen definitiv nächste Woche zum Bake Sale – frühstücken wird an diesem Tag übrigens per Gesetz verboten, da ein Cookie den gesamten Tagesbedarf an Kalorien locker abdeckt…

Schokolade-Brownie-Cookies mit Orangenglasur (für 27 Cookies)





Zutaten:
  • 340g grob gehackte Zartbitterschokolade
  • 55g Butter, weich
  • 4 Eier, zimmerwarm
  • 290g Kristallzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das europäische Equivalent dazu
  • 75g Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • 125g fein gewürfelte Zartbitterschokolade oder Chocolate Chips
  • Abrieb von einer Bio-Orange
Deko (optional)
  • 100g gesiebter Staubzucker
  • Abrieb von einer Bio-Orange
  • 2-3 EL Orangensaft
  • 1 TL Vanilleextrakt oder etwas Vanillepulver
Zubereitung: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. 340g Schokolade und die Butter über Wasserdampf schmelzen lassen, bis die Masse homogen ist. Etwas abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit Eier, Zucker Orangenabrieb und Vanille gut miteinander verrühren, dann die Schokomasse dazugeben und ordentlich verrühren. 


Anschließend das Mehl und das Backpulver mischen, in die Masse sieben und unterheben, ganz zuletzt 125g Schokolade einarbeiten. Den Teig ca. 20 Minuten stehen lassen, damit er fester wird. 

Mit Hilfe von zwei Esslöffeln jeweils 9 großzügige Häufchen aufs Backblech tropfen, dabei genügend Abstand lassen, da die Cookies etwas zerlaufen. Ca. 12 Minuten backen und auf dem Backpapier abkühlen lassen. Die Oberfläche der Cookies soll schon fest sein, das Innere darf ruhig sehr weich sein, da sich das nach dem Abkühlen gibt. Nicht zu lange backen!

Nach dem Abkühlen kann man die Cookies noch verzieren: Ich habe Staubzucker mit Orangensaft und Vanilleextrakt glatt gerührt und die Masse dann in einen Plastikbeutel gefüllt, da ich keine ordentliche Spritztüte habe. Mit Hilfe dieses Behelfsspritzbeutels habe ich hübsche Linien auf die Kekse gemalt und die noch feuchte Glasur dann mit Orangenabrieb bestreut.
 
Ich freue mich, alle Grazer und Grazerinnen am  Donnerstag, den 24.11. von 12.00 bis 14.00 im Common Room (Uni Graz, Heinrichstraße 36, 2. Stock) zu sehen!

Kommentare:

  1. Ich finde die amerikanischen Maße so überflüssig wie einen Kropf, ich komme mit dieser Seite zum umrechnen immer bestens zurecht. Ist auch in Europa ganz nützlich, wenn Frau wissen will, wieviel eine mittlere Möhre (61 g) wiegt ;-) Und mit der Zeit gewöhnt Frau sich daran, dass eine Tasse Zucker 200 g und ein Stick Butter 113 g entsprechen ...

    Ulrike @Küchenlatein

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  2. Da gebe ich dir recht, diese ganze Herumsch* mit Cups und Teaspoons etc. ist ziemlich anstrengend. Wer diesen Mist erfunden hat, soll in der Hölle schmoren! Danke für den Link, den werd ich gleich abspeichern.

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  3. Ein halber Kilo Schokolade für einmal Backen - klingt ganz nach meinem Geschmack! Probebacken muss bei manchen Rezepten leider sein – immerhin reicht oft schon dieselbe Zutat von einer anderen Marke und das Backwerk macht, was es will. Aber hey: wer mehr probiert, hat auch mehr zu naschen.

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  4. Wow, ein halbes Kilo Schoko! Wahnsinn!

    Die Cookies sehen übrigens sehr sehr lecker aus. Normalerweise habe ich Kuchen/Torte/Muffins/Cupcakes lieber, aber bei den Cookies könnte ich eine Ausnahme machen :)

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  5. @Sarah: Da hast du wieder einmal recht, Teig naschen ist, finde ich, sowieso das allerbeste am ganzen Backen.

    @christerl: Das dache ich mir auch, als ich dann alles zusammengerechnet hatte. ^_^ Du kannst ja nächste Woche zum Bake Sale kommen und sie probieren!

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  6. Mmh lecker! Ich hab auch versucht Brwonies zu backen, kam dann auf die geniale Idee Karamell reinzutun und nun habe ich einen Schoko-Karamell-Backstein zuhause!:D
    Das kommt davon wenn man sich nicht ans Rezept hält denke ich!:)
    Liebe Grüße

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  7. Oje... Beim ersten Mal sollte man Experimente stets unterlassen, soviel habe ich mittlerweile gelernt! ;)

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  8. Hallo Nadja,

    sooo jetzt hab' ich deinen Blog auch von zu Hause aus gefunden *hihi*. Die Cookies heute waren seeeeehr lecker, die muss ich unbedingt nachbacken! :D (ich schwelge immer noch in Schoki-Nachgenuss).

    Vl magst ja auch mal auf meinem Blog vorbeischauen, da geht es aber ums Stricken :P

    Liebste Grüße,

    Anni

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  9. Ein halbes Kilo Schokolade auf der Zunge zergehen lassen? Ich bin dabei, wo muss ich mich anstellen? (*_____*)

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  10. Hi Nadja,

    was für Schoki war das denn genau?? WILL NACHBACKEN!!

    LG Anni

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  11. @doubleknits: Zartbitterschokolade vom Hofer (70%)

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