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16.06.2014

ABOUT ME: Behind the Scenes - Blogevent

Endlich VORBEI, JUHUUU!!! Meine Diplomarbeit ist eingereicht, ich habe mein Leben wieder ein bisschen wieder – und endlich wieder Zeit, mich meinem Blog zu widmen, der in der letzten Zeit sträflich vernachlässigt wurde... Da kommt mir Stephs neues Blogevent genau recht.

Behind the Scenes vom 01.06.-30-06-2014

Das letzte Event von Steph, wo ich mitgemacht hab, war wohl ‚Blick in meine Küche’, wo ihr einen Einblick in meine alte Wirkungsstätte bekommen habt. Inzwischen hat sich im Hause winterspross aber einiges verändert, wir sind nämlich schon im letzten August umgezogen.

Meine Schulfreundin E. wohnte früher mit ihren Eltern in einer netten Seitenstraße im Grazer Bezirk Geidorf, auf ihren tollen Garten und Schlossbergblick ich schon damals, als ich noch klein war, ungaublich neidisch war. Und schon damals hab ich großspurig verkündet: „Da wohn ich auch einmal, wenn ich groß bin!“

Größer als 1,76 werd ich wohl nicht mehr, und als sich die Gelegenheit ergab, gleich neben E.s Eltern in meine absolute Traumwohnung zu ziehen, musste mich der weltbeste Freund nur ein bisschen überreden, damit ich unsere Höhle in Lend aufgebe, gefühlte 288173839 Schachteln mit Büchern, Comics, Kram und Küchenglump packe und mir ein neues Zuhause einrichte.

Okay, das war jetzt gelogen. Ich hasse umziehen und Veränderung im Allgemeinen, deshalb musste er schon ordentlich Überzeugungskraft anwenden. Aber ich glaube, er wusste, dass ich, wenn ich erst den Balkon (10qm! Schlossbergblick, ohne sich wie bei der alten Wohnung artistisch aus dem Fenster lehnen zu müssen) und die meterhohen Wände (Bibliothek!) sehe, dann hat er mich. Und so war es dann auch.
rundgang 14
Okay, ich gestehe, Schlossberblick nur im Herbst und Winter, sonst verdeckt ein Nussbaum die Sicht. Aber hinter den Häusern sieht man ihn! :)
Nun habe ich einen eigenen Balkon, auf dem ich nach Herzenslust gärntern kann, ohne dass ich morgens rauchende Menschen vor meiner Eingangstür finde, die in meine Blumentröge aschen, und ich habe endlich mein Bücherregal bis zur Decke mit Leiter bekommen.

Rundgang 1
Töpfe, Töpfe, Töpfe. In mehreren Reihen *_*
Und die neue Küche ist der Wahnsinn. In der alten Wohnung war alles ein bisschen provisorisch, weil der Kerl und ich eigentlich nicht lang drin bleiben wollten. Aufgrund meiner Veränderungsangst (siehe oben) sind wir dann aber doch sechs Jahre in dem Loch geblieben. In dieser Zeit hat sich einiges angesammelt, wohl auch, weil wir einfach keinen Stauraum hatten, um das ganze Krempelwerch irgendwo versteckt lagern zu können. Das Kellerabteil war nämlich so winzig, dass da gerade einmal ein paar Klappstühle und ein Zwergenregal Platz hatten, und Abstellraum gab es keinen. Die Küche war also irgendwann zum Bersten voll, also begann ich, auch Geschirr und Geräte im Schlafzimmer zu lagern. Das gefiel natürlich ganz und gar nicht!

In der neuen Wohnung habe ich hingegen massig Platz in meiner Küche. Sie ist nicht ganz neu und auch ähnlich eingerichtet wie die alte, ist aber neuer und schöner und toller – und sie hat so viele Schränke. Genial. Die vielen wichtigen Sachen, die man halt so braucht, sind jetzt gut verstaut. Besonders toll find ich das Regal für die Töpfe und Pfannen.

Da die Arbeitsfläche gefühlt dreimal so groß ist wie vorher, kann ich auch den Minimixer für dietäglichen Smoothies, den Wasserkocher und den Brita-Wasserfilter (Tee ohne den geht bei unserem betonharten Wasser gar nicht), wichtige Essige, Öle und die Sojasauce, das Obst sowie die Tomaten (niemals in den Kühlschrank geben!) einfach auf der Arbeitsfläche stehen lassen.

rundgang 7
So viel Platz!


Rundgang 12
Noch mehr Platz! (Das Glumpert unter der Mikrowelle ist normalerweise nicht sichtbar ;))
Die neue Abwasch ist auch ein Traum, weil sie so groß ist, und die Oberflächen sind ganz einfach sauberzuhalten. Ich will wirklich nie nie NIIIIE wieder eine weiße Küche, die alte war schon so fleckig am Ende, grauenvoll. Oh, und einen neuen Herd hab ich zwei Wochen nach dem Einzug auch bekommen, da der alte einfach den Geist aufgegeben hat. Der war wohl von den Vormietern nicht gewohnt, täglich mehrmals zum Einsatz zu kommen. Nun habe ich ein Ceranfeld und einen Backofen, der gleichmäßig backt UND – ja, es wird noch besser! – drei Bleche! Ich konnte mein Glück echt kaum fassen :)

Der einzige Nachteil, den die Küche hat: Sie ist nicht mehr so kuschelig wie früher, da man immer mit dem Rücken zu einer Tür sitzt. Auch mein toller IKEA-Küchentisch darf nun nur mehr bis zur Hälfte aufgeklappt werden, weil sonst einfach kein Platz in der Küche ist. Dafür kann ich jetzt direkt nach draußen lüften und es stinkt nicht mehr nach Essen, wenn ich koche.

rundgang 8
Die tollen Freischwinger hab ich aber mitgenommen, obwohl sie so viel Platz brauchen.
Sonst hab ich aus der alten Wohnung noch folgende Dinge mitgenommen:
  • Die Tafel, auf der wir immer gleich notieren, was im Kühlschrank fehlt
  • Den Gefrierschrank, auf dem jetzt der neue Kühlschrank steht (weil wir beide groß sind, ist es kein Problem, Sachen oben rauszuholen. Kleine Menschen verzweifeln aber gern).
  • Das Gewürzregal, in dem jetzt die Gläser und Reissorten stehen
  • Mein selbstgemachtes Vogelbild
So, dann ist da noch mein neues Bücherregal. Einer der Bestechungspunkte, die der weltbeste Freund vorgebracht hat, um mich zum Umziehen zu bewegen, war nämlich eben dieses. Ich besitze als Englisch- und Deutschstudentin und leidenschaftliche Jugendbuch-, Manga- sowie Kochbuchleserin nämlich eine Unmenge an Büchern, die in der alten Wohnung auf mehrere Regale aufgeteilt waren. Das wollte ich in der neuen Wohnung nicht mehr und so hab ich zu meinem 25. Geburtstag ein Bücherregal geschenkt bekommen. Es ist aber nicht irgendein Bücherregal, sondern DAS BÜCHERREGAL. Da Bilder mehr sagen als 1000 Worte: Bitte sehr.

rundgang 10
Mangas, Schulbücher, Weltliteratur, Fantasy. Und auf der rechten Seite der Tür gehts weiter :D
Na, neidisch? ;) Der Haken – ich darf nicht mehr Bücher haben, als in diesem Regal Platz haben, das war der Deal. Aber damit kann ich leben. Seit ich beim Umzug tausende von Büchern gestapelt und sortiert habe, bin ich ganz bescheiden geworden und wie ihr seht, ist noch etwas Platz für Neuanschaffungen.

Hier am Kopfende, mit dem Rücken zu Kafka, Bernhard und Artmann, ist übrigens auch der Platz, wo die meisten Blogeinträge entstehen – ich hab von diesem Platz aus den besten Überblick übers Wohnzimmer, kann meinem Mann beim Relaxen auf der Couch gegenüber zusehen und fühle mich durch die alten Meister hinter mir immer sehr inspiriert. Definitiv mein Lieblingsplatz zum Arbeiten!

rundgang 11
Und als echter Fan hab ich natürlich auch einen Totoro auf meinem Hipsterlaptop.
Die Kochbücher, die im Regal ihre neue Heimat gefunden haben, haben sich drastisch reduziert beim Umzug. Ich hab nur noch die behalten, die ich entweder besonders toll finde oder die einen sentimentalen Wert für mich haben. Meine Vorlieben sind dabei definitiv:
  • Vegane und vegetarische Kochbücher – wenn sie möglichst wenig Ersatzprodukte als Zutaten angeben, dürfen sie bleiben, aber wenn exzessiv Eiersatz oder veganer Frischkäse verwendet wird, dann nicht.
  • Kochbücher zur japanischen Küche – von denen kann ich nie genug haben.
So richtig was geändert hat sich also seit dem letzten Mal nicht!

rundgang 2
Drüber: Gameboyspiele. Drunter: Kinderbücher. Ich sollt echt mal das Regal umsortieren!
Meine Fotos schieße ich immer noch mit einer Canon 450D und einem Festbrennweitenobjektiv. Mittlerweile habe ich für Ausflüge noch eine hipsterige Kompaktkamera, die auch ganz ordentliche Fotos macht und nicht so fürchterlich auffällig ist. Ich fotografiere am Balkon bei Tageslicht, und meine Fotos sind immer noch ehrlich, das heißt, ich dekoriere nicht oder nur, wenn gerade Dekoelemente in Reichweite herumstehen. Ich bin aber am Überlegen, ob ich mir ein paar Tücher oder Holzbretter zulegen soll. Der Fotografieworkshop am Foodcamp war doch sehr inspirierend in der Hinsicht!

rundgang 9
Hier links neben der Gießkanne entstehen die meisten Bilder, weil es hier schon früh schattig ist.
Was ich inzwischen mache, ist, die Bilder mit Photoshop zu bearbeiten. Da ich vom weltbesten Freund dieses Jahr auch noch das oben bereits hergezeigte MacBook bekommen habe (<3), auf dem allerhand Programme schon installiert sind, dachte ich mir, ich probier das einmal, und es haut mittlerweile schon ganz gut hin. Alles kann ich zwar noch nicht, aber ich lerne täglich dazu.

So, das wars mit dem Blick hinter die Kulissen! Ich hoffe, es hat euch gefallen!

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09.04.2014

VERSTREUTES: Die Don't-Do-List

Manchmal hab ich so viel auf meinen (oft imaginären) To-Do-Listen stehen, dass ich nachts schon davon träume, wie viel ich noch erledigen und erreichen muss. Dabei habe ich als Studentin/Diplomandin mit meinem Eigentlich-vom-Zeitaufwand-nicht-der-Rede-wert-Nebenjob gar nicht so viel zu tun - aber ich schaff es trotzdem immer wieder, mich wunderbar selbst zu stressen und halb wahnsinnig zu machen

Eins gleich vorweg: Es ist nichts Existenzbedrohendes, worüber ich mir Gedanken mache, sondern es handelt sich um first world problems, was aber NICHT heißt, dass diese Gedanken für mich weniger nervtötend sind. Schließlich hab ich ja nichts anderes, worüber ich mir Sorgen machen und mich ärgern muss, denn ich bin weder von nagendem Hunger noch von akuter Armut bedroht und ein Kriegsausbruch ist im friedlichen Österreich in nächster Zeit auch nicht abzusehen.

Und wenn man nichts wirklich Lebensbedrohendes hat, worüber man sich Gedanken machen kann, dann kommt sie, die To-Do-Liste, die eigentlich Ich-muss-besser-werden-Liste heißen sollte. Hier meine ganz persönliche:

Ich muss jeden Tag perfekt und gut kochen. Ich schimpfe mich Foodbloggerin, verdammt! Andere Foodblogger machen Blätterteig, Ricotta und Suppenwürze selbst. Wie machen die das, zur Hölle?!

Ich muss mich gesünder ernähren, ich muss meinen Eier- und Milchproduktkonsum einschränken. Die armen Tiere. Vegan essen ist so gesund. Und überhaupt. 

Ich muss jeden Tag etwas für meine Diplomarbeit tun. Andere Studenten arbeiten drei Monate an ihrer und sind fertig. Und ich? Ich bin eine Versagerin, die über ein Jahr an ihrer herumfuhrwerkt und immer noch nicht damit abgeschlossen hat.

Ich muss mehr Geld sparen, damit ich für den Notfall etwas habe. Zwar gebe ich schon viel weniger aus als vorher, aber von dem, was noch übrig ist, kann ich sicher noch was fürs Sparbuch abzweigen! Andere Leute haben in meinem Alter schon ein Auto abbezahlt!

Ich muss bis zu diesem Zeitpunkt mit allem fertig sein, sonst bekomme ich nächstes Jahr keine Stelle. 

Ich muss ordentlicher und kreativer beim Einrichten werden. Alle anderen haben immer so tolle, schöne, perfekt dekorierte Wohnungen!

Ich muss mehr Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten verbringen. Ich könnte zum Beispiel mehr Zeit mit Klarinettenüben verbringen oder endlich mal den Kasten ausräumen.
Moos
"Was, du rennst schon wieder in der Gegend herum und machst schlechte Fotos? Hopphopp, an den Schreibtisch!"
Ich muss meine vielen Freizeitaktivitäten einschränken. So viele Hobbys sind ja nicht normal und sie fressen so viel Zeit. Andere sind so organisiert und zielstrebig.

Ich muss nett zu allen Menschen sein. Nett sein ist wichtig. 

Ich muss mich besser schminken lernen. All diese Schminkblogger sind immer so toll angemalt, das sieht spitze aus. Ich will das auch. 

Ich muss mich mehr auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren. Focus, focus, focus.

Aaargh.

Dann kam dieser Artikel, den das Provinzkindchen auf Facebook geteilt hat. Wer mag, kann jetzt kurz rüberklicken und sich die schlauen Worte durch den Kopf gehen lassen. Für die unter euch, die nicht so gern auf Englisch lesen, hier die Kurzzusammenfassung
Die Autorin findet, dass To-Do-Listen oft Erwartungen in einem wecken, die nicht zu erfüllen sind, weil man einem Ideal nachjagt, das man nicht erreichen kann. Dies ist vor allem der Fall, wenn man so sein will wie andere, aber innerlich weiß, dass das nicht geht. Deshalb sollte man von der To-Do-List alles eliminieren, was einen zu jemand anderem macht, denn das geht nicht. Die Lösung? Eine Don’t-do-List, die sich auf die Dinge konzentriert, die einen selbst ausmachen. Ist das nicht schön?

Also:
Ich muss nicht jeden Tag mit frischen Zutaten kochen. Auch wenn ich gerne koche und ausprobiere: Es ist auch okay, ab und zu Halbfertig- und Fertigprodukte wie Golden Curry oder Blätterteig zu verwenden. Meine Zeit ist mir nämlich zu schade, um täglich alles selbst zu produzieren und dreimal am Tag den Geschirrspüler ein- und auszuräumen. 

Ich muss mich nicht einschränken, was meine Ernährung betrifft, denn ich bin schon ziemlich brav. Wenn ich Lust auf Eier und Milchprodukte habe, dann esse ich sie. Bei den Mengen, die ich zu mir nehme, brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben.
Frühstück mit Spiegelei
Wirklich nicht.
Ich muss nicht jeden Tag an meiner Diplomarbeit arbeiten, denn mein Thema ist sehr umfangreich. Klar, es gibt Themen, sie sind übler als meins, aber ich hab es mir schon selbst sehr schwer gemacht – zynischer O-Ton einer Kollegin, nachdem ich ihr von meinem Forschungsaufbau erzählt habe: „Oh, du schreibst also eine Diss?“. Dass man da ab und zu etwas Abstand braucht, sollte selbstverständlich sein, doch wie schon mein Freund Egmont sagte: „Als Student hat man nie frei – man sollte immer was tun, weil man ja eh nichts zu tun hat“. Und genau deshalb nehme ich mir sonntags frei. 

Ich muss nicht mehr Geld sparen. Dass ich überhaupt etwas zurücklege und jedes Monat auf die Bank trage, ist schon ein großer Sieg, denn Sparen habe ich eigentlich nie richtig gelernt. 

Ich muss nicht bis zu diesem speziellen Zeitpunkt mit allem fertig sein – auch wenn ich natürlich fertig werde! – denn selbst wenn etwas dazwischen käme, ergibt sich nächstes Schuljahr etwas Positives. Der weltbeste Freund hat schon recht: „Cross the bridge when you face it“. 

Ich muss nicht ordentlicher werden und eine Innenarchitektin in spe werden, um jemand anderem etwas zu beweisen. Inneneinrichtung ist wirklich nicht meine Stärke, wie jeder erkennen kann, der einmal bei uns zu Besuch war. Aber ich mag unsere Wohnung trotzdem sehr, weil sie unsere Höhle mit unseren Sachen ist. Ob die Blumenvase zur Tischdecke und die Tischdecke zur Wandfarbe passt, ist mir eigentlich, ganz ehrlich gesagt, auch komplett wurscht. 

Ich muss nicht mehr Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten verbringen. Freizeit und Freizeitaktivitäten sind immens wichtig, damit man nicht durchdreht. Ja, mir hilft es beim Runterkommen, wenn ich die neuen Pokémonfolgen auf Japanisch mit englischen Untertiteln anschaue. Und nein, ich schäme mich NICHT dafür! ;)

Ich muss nicht meine vielen Freizeitaktivitäten einschränken. Anime, Manga, kochen, lesen, bloggen, fotografieren, zwei Musikgruppen. zwei Romane gleichzeitig schreiben – ganz schön viel zu tun! Aber dass ich so viel tun kann und will, geht nur noch jetzt. Solange es geht, werde ich es auskosten. 

Ich muss nicht nett zu allen Menschen sein. Es hilft zwar in vielen Lebenslagen, wenn man prinzipiell anderen freundlich gegenüber tritt, aber wer arschig zu mir ist, hat es nicht verdient, freundlich behandelt zu werden. Punkt.

Ich muss mich nicht besser schminken – auch wenn ich dank der Liebelle mittlerweile gelernt habe, einen Lidstrich zu ziehen, der nicht aussieht wie von einem Parkinsonleidenden gemalt – ungeschminkt geht es mir, meiner Haut und meinen Augen besser. (Und hey, ich seh auch ohne Make-up gut aus, wird behauptet ;))

Ich muss mich nicht mehr auf die „wichtigen Dinge des Lebens“ konzentrieren. Wer bestimmt überhaupt, was diese wichtigen Dinge sind? Und wer weiß schon heute, was mir in zehn Jahren wichtig sein wird? 

Puh, das war richtig befreiend, das alles niederzuschreiben! Kennt ihr diesen Druck, anderen nachzueifern und immer "besser" werden zu müssen, auch? Wie geht ihr damit um? Und was wäre auf eurer Don’t-do-Liste?

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28.06.2013

ABOUT ME: Sommerzeit ist Festivalzeit

Zumindest, als ich noch jünger, aktiver und wilder war, waren Musikfestivalbesuche ein absolutes Muss, wenn die Temperaturen endlich ein paar Nächte im Freien erlaubten. Festivals hatten damals für mein jüngeres Selbst noch so einen Hauch des Verwegenen und bedeuteten für mich als Schülerin einer katholischen Privatschule und Tochter aus gutem Hause jeden Sommer wieder einen Befreiungsschlag – mit hunderttausend fremden Menschen auf einer Gatschwiesn zu schlagen, drei Tage lang nicht zu duschen, nur Inzersdorfer Dosenfraß oder Ravioli zu essen und den Tag mit einem Reparierbier zu beginnen war ja irgendwie schon sehr punk.

Irgendwann verloren die Festivals aber dann ihren Reiz. Umgeworfene und gleich neben dem Zelt überquellende Dixieklos, beißende Kälte in der Nacht und brütende Hitze am Tag, der wie das Amen im Gebet stets vorhandene (Dauer)regen, sauteures Essen am Gelände, geklaute Bierkisten, aufgrund betrunkener Sanitäter unbehandelte üble Verletzungen, über die Ufer getretene Flüsse, vollgekotzte Gummistiefel (WHY, GOD, WHY???), des Nächtens angezündete bzw. angepinkelte Zelte und die ewiggleichen Bands haben mir das Festivalgehen ordentlich vermiest, und so war ich seit 2006 auf keinem mehr. Man wird ja dann doch irgendwann groß, will nicht mehr angeekelt durch Schlammgräben waten, braucht ein ordentliches Bett, und wenn man Ärzte/Sportfreunde Stiller/Seeed/Oasis/etc. dann ein paar Mal gesehen hat, kommt auch nix mehr Neues nach. Festivals waren also für mich gestorben.

Dachte ich.
Sbandata 1
Festivalbänder in sexy Pink.
Ich hätt mir eigentlich gleich denken können, dass sich meine Einstellung ändert, wenn Blasmusik im Spiel ist und ich nicht nur die Konzerte anschaue, sondern auch selbst bei welchen aktiv dabei bin. und so war es dann dieses Wochenende auch – ich war mit der Brassband, bei der ich mitspiele, in Rom auf der Sbandata Romana. Worte können nicht beschreiben, was da für einen Blasmusiker oder Blasmusikbegeisterten an Awesomeness abging – neunzehn Bands, unzählige Musiker und Musikerinnen (unter anderem aus Boston angereist), eine Parade mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, Campen im Turnsaal, begeistertes Publikum, römische Gastfreundschaft, neue Freundschaften, geniale Konzerte und Jamsessions und ein Roadtrip mit dem Bus nach Hause haben bewiesen, dass Festivals nicht nur aus Einheitsbreimusik, Bier und Gestank bestehen müssen.So muss das sein!

(Oh, und in Rom war ich auch einmal verdammt gut essen, und zwar total ungeplant in der Okiba Mozzarella Bar, über die ich mit zwei Freunden in der Innenstadt beim Sightseeing gestolpert bin. Mozzarella: göttlich. Vorspeisenplatte: to die for. Pizza mit Büffelmozzarella : OH HELL YEAH. Da verzicht ich gern auf die weißen Radiergummikugeln, die sie bei uns als Mozzarella verkaufen und geb ein bisserl mehr aus. (Fotos gibt’s diesmal aber keine, weil ich nur die kleine Digicam dabeihatte.))

So, und jetzt genießt mit mir ein paar großartige Eindrücke - Videos hab ich online auch noch gefunden! Mir persönlich gefallen ja die Strandbilder von der Rückfahrt am besten (es war sehr früh, wir hatten alle nicht geschlafen, stanken unglaublich und waren wie tot, aber das Meer entschädigt für alles <3)
sbandata 3
Im Park.
sbandata 2
Eine Band ganz in Pink - mit dem passenden Namen Pink Puffers :)
sbandata 4
Eine Parade gab es auch!



sbandata 5
In Grado am Strand - müd, unfrisiert und fern der Heimat, aber glücklich!
sbandata 6
Mit Michi.
Geht ihr gerne auf Festivals?

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10.05.2013

ABOUT ME: Blick ins Kochbuchregal

Steph vom kleinen Kuriositätenladen ruft zum Blick ins Bücherregal auf, und weil mir die Blick-in-die-Küche-Aktion schon so viel Spaß gemacht hat, mach ich da natürlich gerne mit! Bitte sehr, hier ist mein bescheidenes Kochbuchregal, das im Gegensatz zu meinen zahlreichen anderen wirklich mickrig bestückt ist. Ist man Germanistin und Anglistin, sammelt sich wirklich viel an.

kochbuchregal

Eins vorweg: Ich habe mit nur 62 Kochbüchern nicht mehr so viele wie früher, weil der weltbeste Freund und ich irgendwann einmal ausgemacht haben, dass das Regal, das ihr hier sehen könnt, in dieser Wohnung nicht gegen ein größeres ersetzt wird. Wir haben nämlich einfach keinen Platz mehr :) Eigentlich verwende ich auch nur ein paar der Bücher, die ich behalten habe, regelmäßig. Manche Kochbücher, die ich nie benutze oder die zu viele oder gar nur Fleischrezepte enthalten, habe ich inzwischen hergeschenkt. 

Mittlerweile bin ich auch nicht mehr so kochbuchgeil wie früher und bestelle bzw. kaufe Kochbücher nicht mehr, wenn ich nicht a) entweder überschwängliches Bloggerlob darüber gehört oder b) selbst im Buchhandel reingeschaut habe. (Da kommt wieder die neue Sparmentalität durch.) Meine Lieblingskochbücher, deren Kauf ich nicht bereut habe und die ich auch regelmäßig verwende, sind hier abgebildet.

Lieblingskochbücher

Das erste Kochbuch (The Just Bento Cookbook) ist von Makiko Itoh, einer bekannten Bloggerin, die über japanisches Essen schreibt. Wer mich kennt, weiß, dass ich seeehr japanophil bin, und seit unserer Japanreise ist das nicht besser geworden. Das Buch finde ich sehr toll, weil es einfache Rezepte für Bentos und japanische Speisen aller Art beinhaltet. Alles, was ich gekocht habe, ist gelungen, und die Bentofotos sind einfach genial. Ein tolles Kochbuch.

Das zweite Kochbuch (The Fussy Eaters’ Recipe Book) beinhaltet leider jede Menge Rezepte mit Fleisch, aber als ich noch mehr davon gegessen habe, fand ich sie alle super. Das Kochbuch ist für verzweifelte Eltern, die ihre Kinder dazu bringen wollen, mehr gesundes Zeug zu essen. Funktioniert aus eigener Erfahrung auch bei festen Freunden sehr gut ;)

Das dritte Kochbuch (Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar) steht stellvertretend für all die tollen veganen Kochbücher von Iva Chandra Moscowitz und Terry Hope Romero – beide haben unzählige Kochbücher veröffentlicht, von denen ich eine nicht unbeträchtliche Anzahl besitze. Das Cookie-Kochbuch ist heißgeliebt und die Rezepte werden sehr oft nachgebacken, z.B. die Erdnussbutterpölster. Kaufempfehlung!

Das letzte Kochbuch heißt The Asian Vegan Kitchen. Es enthält leider nur sehr wenige Bilder, deshalb verwende ich es im Gegensatz zu den anderen zwei relativ selten, allerdings sind die Rezepte sehr leicht abwandelbar und die Gerichte schmecken alle ausgezeichnet.

Kommentare in Kochbüchern

Ich verwende meine Kochbücher übrigens sehr exzessiv und gehe nicht gerade zimperlich mit ihnen um. Auch schön gestaltete Exemplare mit Lesebändchen und tollem Druck werden als Gebrauchsgegenstände behandelt, da kenn ich nix. Ich breche ohne zu zögern Buchrücken, klebe – mehr oder weniger absichtlich - Teig ein (manchmal so viel, dass man nicht mehr umblättern kann!) oder beschrifte Seiten. Wenn ich ein Rezept gekocht habe, schreibe ich auch immer was dazu, und wenn es nur ein Smiley ist – der bedeutet so viel wie „gut“. Man kann sich ja nicht alles merken ;)

Zeitschriften

An Kochzeitschriften lese ich nur das Frisch-Gekocht-Magazin vom Billa regelmäßig, da versorgt mich die Schwiegermutter in spe immer sehr zuverlässig. Sonst interessieren mich noch die diversen vegetarischen Zeitschriften und ab und zu eine Sonderausgabe (besonders bei Backausgaben interessant). 

Momentan wandern auf meine Amazon-Wunschliste (und damit irgendwann auch ins Kochbuchregal) nur noch vegane oder vegetarische Koch- und Backbücher, denn da hab ich das Gefühl, dass ich noch mehr gedrucktes Wissen vertragen könnte. Bei diesen Büchern ist mir besonders wichtig, dass nicht nur mit Ersatzprodukten gekocht wird und dass die Rezepte kreativ sind – da pflüge ich mich auch gern durch diverse Amazonbewertungen, die User sind da immer sehr kritisch, und das bewahrt vor Fehlkäufen.

Habt ihr ein Kochbuchregal? Was ist euer Lieblingskochbuch?

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03.04.2013

ABOUT ME: Kauf Keinen Krempel – März-Rückblick

So, der März ist auch schon wieder vorbei. Ein Wahnsinn, wie schnell die Tage vorbeigezischt sind! Dieses Monat hab ich wieder allerhand erledigt und gar nicht wenig Geld ausgegeben. Allerdings fühl ich mich nicht schlecht, denn ich habe mich auch von vielen Dingen getrennt und das, was neu einziehen wird, kann man nicht als Krempel bezeichnen. Aber lest selbst ;)

Kauf kein krempel

Ich hab allerlei (Koch)-Bücher und Geschirr zu diversen Läden gebracht und mich gut gefühlt. Frühjahrsputz war angesagt, als der Winter mal für ein paar Tage Pause hatte. Was da schon wieder alles aufgetaucht ist – irgendwo in unserer Wohnung muss ein Nest für Krempel sein. Bücher über Bücher (unter anderem eine ganze Bananenschachtel voll Kinderbücher des weltbesten Freundes) durfte ein Kumpel für mich zu einem Geschäft schleppen, das alte Sachen verkauft. Die Verkäuferin hat sich irrsinnig gefreut. Ich mich auch. Mehr Platz in der Wohnung! Halleluja!

Ich habe widerstanden. Mit Bernadette von Verkocht! bei Rauch? No Problem. Oder eigentlich doch, ich habe geschwitzt und die Hand zuckte immer wieder Richtung Geldbörsl, aber ich hab mich zusammengerissen und in diesem Geschirrparadies nichts gekauft. (Allerdings hatte ich auch Bernadettes entzückenden Sohn zur Ablenkung, da war es nicht so schwer.)

Ich habe alte Comics übers Internet verkauft und Geld dafür bekommen. Das war ein Spaß. Schon seit Monaten hatte ich sie bei willhaben eingestellt und jetzt hat tatsächlich jemand zugeschlagen. YAY! Bei dieser Methode braucht man allerdings Geduld. Und viel Platz (den ich nicht habe).

Ich habe es geschafft, mehrmals dieses Monat das Gemüsefach leerzuessen, bevor ich wieder einkaufen war. Sieg! Es geht! Unglaublich. Das Shoppen im Bioladen und am Markt funktioniert ganz gut – da alles so scheißteuer ist, denke ich dreimal darüber nach, ob ich es wirklich brauche. Die Schweinchen freuts auch, sie bekommen jetzt mehr Biogemüse ;) Vor allem die kleine Edna, die früher immer unter einen Kilo hatte, frisst sich an Kohlrabi- und Radieschenblättern das Bäuchlein kugelrund!
edna isst gemüse

Einmal hab ich mich fürchterlich geärgert: Ich wollte beim Kastner einen Schaumlöffel kaufen, aber die wollten doch tatsächlich 23,50 (!!!!) dafür haben. Früher hätte ich ohne mit der Wimper zu zucken diesen unglaublich hohen Preis bezahlt, aber ich bin durch das ganze Nicht-Einkaufen irgendwie geiziger geworden, und so wieder grummelnd aus dem Geschäft geflüchtet… Und habe festgestellt: So dringend brauch ich auch keinen Schaumlöffel. 

Und das Beste: Ich habe meinen kompletten Kasten ausgeräumt, an einem einsamen Abend alles anprobiert, mich vor den Spiegel gestellt und mich gefragt: Brauch ich das wirklich? Steht mir das?

Nach umfangreicher Begutachtung musste dann sehr viel weg. Entweder bin ich durch die ganze Backerei und Kocherei fetter geworden, oder aber die Sachen sind in den Monaten, wo ich sie nicht getragen habe, geschrumpft bzw. passen an den unterschiedlichsten Stellen nicht mehr.
Aus welchem Grund auch immer mein halber Schrank plötzlich grauenvoll an mir aussah, ich habe nun nach einer Fahrt zum Humanacontainer wieder sehr viel Platz im Kleiderschrank. Unter anderem musste eine ganze Garnitur Winterpullis ausziehen, die ich diesen und letzten Winter kein einziges Mal anhatte.
 Aus diesem Grund habe ich mir bei DaWanda neue Kleidung gegönnt.
(Achtung, liebe Shopaholics, wer leicht viel Geld in wenig Zeit verliert, sollte nun nicht mehr weiterlesen und keinesfalls auf den Link oben klicken :D)
DaWanda verkauft keinen Krempel, DaWanda ist cool, denn dort können kreative Menschen ihre selbstgenähte Kleidung einstellen. Und weil die Menschen dort auch auf Sonderwünsche eingehen, hoffe ich, dass mir die bestellte Kleidung wirklich passen wird und ich lange Freude damit habe. Gerade eben habe ich dieses Kleid bestellt und ich denke, es wird wunderbar schön werden!

Außerdem hab ich allerhand Blogs zum Thema Konsumausstieg gelesen. Hier ist einer, den ich besonders spannend fand, vielleicht mögt ihr ja reinlesen!

Mal schauen, wie es mir im April geht ;)

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02.03.2013

ABOUT ME: Kauf Keinen Krempel - Februar-Rückblick


Der Februar war wahrlich kein leichter Monat für mich – ich war nämlich in der Shoppingstadt London zehn Tage lang schrecklichen Versuchungen ausgeliefert, und so musste ich mich beinahe täglich zusammenreißen, um nichts Sinnloses einzukaufen, das dann doch nur wieder herumsteht, gammlig wird und/oder Staub ansetzt… Aber zumindest konnte ich meine Willenskraft trainieren ;)

Kauf kein krempel

Die „Grundregeln“, die sich in dem einen Monat schon ein bisschen herauskristallisiert haben, sind:

Regel 1: Nimm nichts mit, wenn du es nicht wirklich willst! Wenn möglich, kauf das Ding nicht gleich, sondern lass dir den Einkauf kurz durch den Kopf gehen. Denkst du morgen noch daran, dann kannst du über einen Kauf nachdenken.
Vor einigen Tagen war ich komplett besessen von diesem Pokemon-Plüschtier. Ich bin nämlich ein Riesenfan der Serie und der Spiele und das Ding ist so niedlich! Allerdings mag ich eigentlich keine Plüschtiere. Die fangen Staub. Die stehen herum. Auch wenn ich den weltbesten Freund gebeten habe, mir doch eins zu schenken – ich habs nicht bekommen, denn der Mann denkt rational. Und sollte ich nicht in nächster Zeit im Lotto gewinnen, dann wird das Plüschtier sicher auch nicht so schnell hier einziehen, denn ich hätt es zwar gerne, aber Herzenswunsch ist es keiner – und außerdem ist es mir für den Preis zu teuer.

Regel 2: Überleg dir kurz, ob du das Ding wirklich brauchst. Hast du vielleicht schon etwas Ähnliches daheim?
Bei Geschirr und Tassen ist diese Regel wirklich hilfreich ;) Aber auch bei Teesorten brennt mir des Öfteren die Sicherung durch und ich kauf in der Drogerie den x-ten Chai, obwohl ich noch diverse andere Packungen leeren muss…

Regel 3: Wohin wirst du das Ding stellen? Keine Ahnung? Kauf es nicht. Hast du Platz für das Ding? Nein? Kauf es nicht.Was wirst du für das neue Ding rauswerfen? Fällt dir was ein? Wenn nein: Kauf es nicht.
Diese Fragen sollte man sich vor allem bei Dekoartikeln überlegen. Ich bin ja keine große Dekotante, aber bei Geschirr sind sie ebenso wichtig, vor allem, wenn man nur im Besitz einer kleinen Studentenküche mit wenig Stauraum ist.

Regel 4: Weißt du, was du mit dem Lebensmittel genau kochen willst? Nein? Kauf es nicht.
Wohl die wichtigste Regel für mich überhaupt. Ich habe bis jetzt nämlich kaum gezielt eingekauft, sondern hatte einfach immer ALLES daheim. Husthust.

Regel 5: Bei Kleidung: Steht dir das Kleidungsstück hundertprozentig? Ist es bequem? Wie wirst du es kombinieren? Ist die Farbe ok? Alle Fragen beantwortet? Dann nimm es mit.
Ich ziehe eigentlich immer die gleichen Sachen an, und der Stil meiner Kleidung ist auch immer ähnlich. Ausreißer aus diesem gewohnten Schema mag ich nicht, auch wenn sie mir im Geschäft oft irgendwie gefallen. Da bin ich autistisch. Billiger ist es, ich lass solche Bauchwehentscheidungen gleich im Geschäft.

Regel 6: Bei Schuhen: Kannst du damit auch länger als fünf Minuten gehen? Drücken sie nirgends? Wirst du sie auch anziehen? Dann nimm sie mit. Wenn du schon so ein ähnliches Paar hast, dann nicht.
Ich ziehe nur Schuhe an, die mir perfekt passen und nirgends drücken. In der Vergangenheit habe ich aber oft auch welche mitgenommen, die mir ein bisschen zu klein waren, einfach nur, weil ich schöne Schuhe haben wollte, egal, ob sie passten oder nicht. Nachdem ich vor zwei Wochen 10 Paar Schuhe für die Altkleidersammlung aussortiert habe (9 Paar davon einmal getragen), wusste ich, ich habe ein Problem ;)

In London durften also nach reiflicher Überlegung mit: Lebensmittel aus Sainsbury’s (z.B. Pfefferminzextrakt, schwarze gekochte Bohnen, Curry-Fix-Mischungen, scharfe Chilisauce von Nando's für den weltbesten Freund), bei TK Maxx – der feuchte Traum jeder Geschirrverrückten! - eine Brownieform (8x8 inches) und ein neuer Stahlwok. Eine alte Form und unser alter Wok mussten dafür weichen und leisten jetzt auf der Technischen Universität in der Gemeinschaftsküche gute Dienste. Die Techniker freuts und ich hab weniger Krempel. An Kleidung hab ich mir auf einem Straßenmarkt ein handgemachtes Stirnband gekauft, denn es war verflucht windig in London und ich besitze aufgrund von Eitelkeit, was meine Frisur besitzt, nicht einmal eine Haube.
pfefferminzextrakt text

Ansonsten habe ich mich außer bei Geschenken für die Daheimgebliebenen zusammengerissen und mein Geld lieber für schöne Erinnerungen ausgegeben – einmal war ich bei Hachez essen und einmal fein und authentisch japanisch. Das war gut und bleibt sicher länger im Gedächtnis als irgendein Krempel.

Den Rest des Monats habe ich außerdem versucht, möglichst wenig auf einmal an frischen Lebensmitteln einzukaufen und meine Marktbesuche auf ein- oder zweimal wöchentlich zu beschränken, mit Samstag als großem Einkaufs- und Vorräteaufstocktag. Funktioniert hat das ganz gut, und weil ich nicht so viel eingekauft habe, musste ich auch nicht so viel wegwerfen bzw. an die Schweinchen verfüttern ;)

Bei Büchern habe ich mich auch extrem zurückgehalten, und so durfte nur ein Spontankauf mit, nämlich das Arche-Noah-Balkongarten-Buch mit wichtigen Tipps zum platzsparenden Gärtnern. Da ich letztes Jahr wild drauflos gegärtnert habe, aber nicht wusste, was ich tat, war ich der Meinung, dass so ein Stück Fachliteratur mir sicher über lange Zeit gute Dienste tun wird.

Alles in allem habe ich mir mehr gekauft als geplant, aber ich bin dennoch ganz zufrieden mit mir - ein gewisses Umdenken hat bereits eingesetzt!

Was habt ihr euch dieses Monat nicht gekauft?

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05.02.2013

ABOUT ME: Overbuyer oder Underbuyer?

Tatzeit: meist Samstag Vormittag.  
Tatort: die Supermärkte der Umgebung und der Bauernmarkt.
Die Täterin: moi, bepackt mit vier prallen Einkaufssackerln aus Stoff, die ob der schweren Lebensmittel zum Bersten gespannt sind.

Weil die Einkaufspaläste nur knappe 500 Meter von der Wohnung entfernt sind und mit dem Auto hinzufahren daher überaus dekadent wäre, bin ich zu Fuß unterwegs. Da ich aber keinerlei Sport betreibe, treibt mich der Einkauf schon an den Rand der Leistungsfähigkeit und das Schleppen der Sackerl hat seinen Preis: Ich ächze asthmatisch, stöhne unter der Last der Lebensmittel und schwitze wie ein Postross.

bauernmarkt herbst

Daheim stelle ich die Einkäufe auf den Küchentisch, verschnaufe, trinke ein Glas Wasser und packe aus. Himmel, wie sind diese Radieschen schon wieder in den Einkaufssack gehüpft? Und was wollte ich noch einmal mit einem Kilo Äpfeln anfangen? Auf dem Küchenschrank steht nämlich noch ein halber Kilo und schaut mich vorwurfsvoll an. Und die ungekühlt haltbare Sojamilch? Drei Packungen hab ich noch im Vorratsschrank. Wohin mit dem ganzen Zeug? Der Platz in der Küche ist enden wollend, und eine Speisekammer haben wir nicht. „Ach, verdammt“, murmle ich dem weltbesten Freund zu, der mich wortlos betrachtet. „Wärst du nur mitgegangen zum Einkaufen.“ Er grinst nur, weil er weiß, dass ich mit ihm wirklich nur das gekauft hätte, was auf der Einkaufsliste steht…

Wie Stef von magnoliaelectric und andere Blogger nutze ich 2013, das Jahr mit der Unglückszahl, um über mein Konsumverhalten nachzudenken. Ich bin nämlich ein Horter, oder wie man neudeutsch sagt, ein Overbuyer: Ich kaufe im Gegensatz zum Underbuyer, der gar nix besitzt, keine Vorräte hat und wegen jedem Gericht und jeder Kochaktion erst einmal einkaufen muss, einfach von allem viel zu viel, weil ich wie ein Kriegskind immer ein Stimmchen im Hinterkopf habe, das „Das könnten wir doch brauchen, morgen könnte es das nicht mehr geben! Nimms mit! Billig, billig, kaufen, kaufen!“ säuselt.

Und so nutzt die Einkaufsliste, die ich mir vor jedem Einkauf akribisch schreibe, genau gar nix, denn auch wenn ich das kaufe, was draufsteht, kommt immer sonst noch etwas mit. Etwas, das ich gar nicht brauche, und oft auch gar nicht rechtzeitig essen kann, bevor es schlecht wird oder die Meerschweinchen es zu futtern kriegen.

lauch

Genau das Gleiche passiert auch bei Geschirr und Kochbüchern – ich muss einfach alles haben, auch wenn ich genau weiß, dass wir schon genug Teller und Tassen besitzen und das Kochbuchregal überquillt, und ich immer wieder aussortiere, weil ich gewisse Bücher und Geschirrteile nur aus einer Laune heraus gekauft habe, meist, wenn ich dachte, das könnte irgendwann einmal nützlich sein.

Aus! Genug! Das muss ein Ende haben! Ich muss das ändern, denn kiloweise Kram macht nicht glücklich, sondern verstaubt nur, und Lebensmittel, die man unnötig einkauft, werden nur schlecht. 
Kauf kein krempel

Daher rufe ich zur Aktion „Kauf keinen Krempel 2013“ auf. Jede und jeder von uns hat doch etwas, von dem er oder sie zu viel kauft – seien es Elektronikgadgets, Schmuck, Schminke, Lebensmittel, Geschirr… Zu viel Konsum ist ungesund, weniger ist mehr.

Seid ihr meiner Meinung? Und habt ihr vielleicht Tipps, wie man sinnlosem Zeug und zu viel Vorräten Herr werden kann? Wenn ja, her damit, teilt sie mit mir. Seid ihr selbst betroffen? Ich will Leidensgeschichten hören! Macht mit und helft mir, 2013 weniger Geld für Sinnloses auszugeben – ich, mein Gewissen und mein Geldtascherl werden euch dankbar sein!

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29.12.2012

ABOUT ME: Rückblickend

Genau wie Christina von feinesgemüse finde ich Jahresrückblicke ganz lustig – vor allem, wenn man draufkommt, wie viele Kochbücher man in einem Jahr erstanden hat. Amazon, du bist teuflisch! Nun denn, los gehts:

Kulinarischer Jahresrückblick 2012

1) Am häufigsten gekocht
Definitiv Reis aus dem neuen Reiskocher mit Wokbeilage!

2) Zu wenig bzw. gar nicht gekocht 
Was richtig authentisch Thailändisches und Sukiyaki – obwohl ich mir das fest vorgenommen hatte. :/ 

3) Herzhaftes Lieblingsgericht
Linseneintopf und Rotkraut nach Mama

4) Süßes Lieblingsgericht 

5) Ein Gericht, das total in die Hose ging
Eine weiße Bohnensuppe nach Appetite for Reduction. Grauenhaft!

6) Kulinarische Neuentdeckung(en)
Quinoa, Hirse, Räuchertofu, Sojajoghurt Natur, dieser Aufstrich (omnomnom), Rubinette-Apfelsaft vom Bauernmarkt

7) Küchengerät des Jahres
Der Reiskocher. What else?

8) Bester Restaurantbesuch
Der Sukiyakischuppen in Japan. Das Pub in Japan. Alles in Japan.

9) Kochbuchneuanschaffungen
Zu viele. Moment, ich schau mal bei Amazon nach:

Raw for Dessert – noch nicht ausprobiert, dafür brauch ich eine Küchenmaschine
Österreich vegetarisch – tolle Aufmachung, tolle Autorin, hab aber erst ein Gericht draus gemacht, da ich es verschenkt habe. Wird 2013 noch einmal für den Eigengebrauch besorgt!
Donburi Mania – zu fleischlastig, wurde weitergeschenkt
The Joy of Vegan Baking – enttäuschend, da einfach oft nur Ersatzprodukte benutzt werden, um vegan zu backen
The Vegan Table – ebenfalls eher MÄH, da die Autorin mit dem erhobenen Zeigefinger wedelt und die Gerichte eher fad schmecken
Vegan Brunch – von der Autorin ist einfach alles zu empfehlen. Sie kann nämlich kochen! ;)
Einfach vegan – die Rezepte lesen sich zwar gut, funktionieren aber nicht
Breakfast Book – ein tolles Kochbuch, allerdings bilderlos, deshalb benutz ich es viel zu selten!
Meine Küche von Vincent Klink – zu sehr fleischlastig für meinen Geschmack ;)

10) Liebstes Kochbuch
Aus diesem Jahr definitiv Vegan Brunch. Sonst mein Dauerbrenner Vegan Cookies Invade your Cookie Jar!

11) Kochbuch, das am meisten enttäuscht hat
The Joy of Vegan Baking

12) Bestes kulinarik-verwandtes Erlebnis 2012
Die alte Gewürzfrau in einer japanischen Kleinstadt, die nur halb so groß war wie ich, aber mir liebend gern etwas von ihrer höllisch-scharfen Gewürzmischung verkauft hat. Wir konnten uns zwar nur mit Händen und Füßen verständigen, aber wir haben uns prächtig verstanden!

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13) Eure Top 3 – welche Rezepte habt ihr am meisten angeklickt?



Die veganen Brownies

Zu Silvester gibts im Hause spross wieder eine Silvesterparty. Was macht ihr am 31. Dezember? 




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22.08.2012

ABOUT ME: Lebenszeichen

Im Moment bin ich voll im Stress. Die Nachhilfekinder geben sich die Klinke in die Hand, ich hackel 24/7 und eigentlich sollt ich gerade einen Übungszettel zur Kriminalgeschichte zusammenstellen. Zum Kochen komm ich gaaaar nicht, das ist ganz schlimm für mich. Und ans Backen mag ich bei der Hitze draußen gar nicht denken. Zum Anregen der Speicheldrüsen, bis hier wieder was Selbstgebackenes zu finden ist, klickt doch mal hier. So wunderschöne Cupcakes! Wahre Kunst, wie meine Freundin zimbl so schön ausdrückte. Na, bis ich so toll backe, muss ich wohl noch viel üben...

 After Eight Cupcakes)

Gerade hab ich auch die Einladung zum 1. Grazer Bloggerpicknick erhalten.

(Grazer) Blogger sind herzlich eingeladen, für Verpflegung ist selbst zu sorgen. Wer kommen will, melde sich bitte bei Hannah von provinzkindchen oder Christina von Lipgloss Cinderella, damit sie besser planen können. 

Eigentlich hab ich ja keine Zeit am Sonntag, aber vielleicht mag ja jemand von euch? Sicher eine gute Gelegenheit, um ein paar nette Menschen kennenzulernen!


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29.05.2012

ABOUT ME: Machs gut, Findus

In den letzten Tagen hatte ich wenig Lust zu bloggen, da mein Kater Findus schlimm nierenkrank war und ich mir große Sorgen um ihn machte. Eigentlich ist er ja der Kater meines Vaters und meiner Stiefmutter, aber früher, als ich noch daheim gewohnt hab, war er halt mein Kater. Und er war der süßeste Kater der Welt, ungelogen! Gestern durfte er bei meinen Eltern einschlafen.

Findus und ich haben sehr viel erlebt - ich war sogar dabei, als er geboren wurde. Obwohl ich nicht mehr zu Hause wohne, habe ich mich immer gefreut, wenn ich ihn gesehen, ihn gestreichelt und mit ihm gespielt habe, auch wenn das am Schluss wegen meiner Katzenallergie und meines Asthmas nicht mehr so gut funktionierte.

Der weltbeste Freund, der eine ganz besondere Beziehung zu Findus hatte, und ich sind beide sehr traurig, auch wenn wir wissen, dass es das Beste für ihn war. Am Ende ging es ihm wirklich schon sehr schlecht.

Ach, so ein Verlust ist immer schlimm! :(

Findus


Mai 2001 - 28. Mai 2012


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28.04.2012

ABOUT ME: Vitamin-D-Produktion

Heute gibts hier mal kein Essen, nur ein paar Impressionen von einem kleinen Ausflug ins Grüne. Daheim, wo meine Eltern wohnen, ist es nämlich wunderwunderschön, ruhig und grün. Und heute, als es so warm war, haben der weltbeste Freund, ich und J. (mit dem wir beide befreundet sind), den Nachmittag genutzt, um etwas Sonne zu tanken.

Aaaaaah...

Frage des Tages - meinerseits: "Bin ich schon braun?"

Das Panorama von unserem Birnbaum aus. Göttlich.





Ich verrate übrigens nicht, wo der Platz ist, weil sonst seid ihr sicher morgen auch dort. Schöner kann es nirgendwo sein... :) Farbe hab ich auch bekommen, meine Wangerl haben sich schön rosa verfärbt! 

Wie habt ihr diesen schönen Tag verbracht?

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30.03.2012

ABOUT ME: Foodsnobismus

Beim Surfen auf diversen Foodblogs – ich leide an schlimmer Prokrastination und Foodblogs lesen ist so viel lustiger als Stunden vorbereiten, aufräumen und die Meerschweinchen misten - fand ich diesen lustigen Beitrag.

Hier schreiben viele futterbegeisterte Menschen (meistens Amerikaner), was sie nie im Leben kaufen würden. Was da alles präsentiert wird: Dosenbrot, Kunstfleisch, geschmacksneutraler Sprühkäse – lecker. Nicht.

Da schließe ich mich doch gerne an und präsentiere meine Top-Ten-Urgs-Liste a.k.a. „Was ihr nie bei spross zu essen bekommt“. Noch eine kleine Anmerkung: Ich verurteile übrigens niemanden, der all das angeführte Zeug kauft bzw. isst, allerdings würde ich es nur in Ausnahmefällen anrühren.

Nummer 1: Rharbarber
Das Originalbild stammt von hier.

NEVER EVER. Dieses eklige Zeug schmeckt und riecht einfach zum Kotzen und ich kann es nicht einmal ertragen, wenn Rhabarber neben anderem Gemüse liegt, wenn ich auf den Bauernmarkt gehe. Mein persönliches Ekelgemüse. Oder ist es Obst? Was zur Hölle ist ein Knöterich?!
Nebenbei wartet es auch noch mit einer wirklich schrägen Schreibweise auf, die ich persönlich absolut unlogisch finde - ich schreib immer Rharbarber. Ist doch viel logischer, oder? Bitte vergesst für einen Augenblick, dass ich mal Deutschlehrerin werde...  Fazit: Scheiß Wort, scheiß Lebensmittel.


Nummer 2: Margarine
 Das Originalbild stammt von hier.

Ich mag keine Margarine. Sie schmeckt genauso, wie ich mir den Geschmack von Schmier- oder Kettenöl vorstelle. Die Farbe ist meist unnatürlich gelb und ein Blick auf die Ingredenzien offenbart Zutaten, die ich entweder nicht einordnen oder nicht aussprechen kann. Krebserregend könnte sie auch sein, und wenn man wie ich auf möglichst unverarbeitete und natürliche Lebensmittel achtet, ist Margarine nix. Eine Ausnahme mache ich, wenn ich vegan backe - Alsan ist die einzige Margarine, die ich ab und zu kaufe und auch esse, weil sie fast wie richtige Butter schmeckt. 

Nummer 3: Eier aus Bodenhaltung 
 
Das Originalbild stammt von hier.

Auch wenn die Packung fröhliche Hühner suggeriert: Eigentlich sind Bodenhaltungseier nicht besser als Käfigeier, denn Platz und Frischluft sehen die Hühner nie. Ok, eigentlich sind nur keine Eier besser als alle Eier, denn wie ihr vielleicht wisst, werden für alle Arten von Eier nur die weiblichen Küken gebraucht. Was mit den Männchen passiert, könnt ihr euch sicher denken - falls nicht, googelt doch einmal den Begriff "Hühner sexen". Aber nicht, wenn ihr einen schwachen Magen habt.
Da ich es nicht schaffe, ganz auf Eier zu verzichten, kaufe ich meine beim Bauern am Markt. Sie sind zwar nicht bio, aber die Hennen dürfen frei am Hof herumlaufen, und so viel teurer als die Supermarkteier sind die Eier auch nicht. Ich bin übrigens sehr stolz, dass ich es geschafft habe, den weltbesten Freund dazu zu bringen, nur noch Freilandeier zu kaufen! 

Nummer 4: Abgepacktes Fleisch aus dem Supermarkt
 Das Originalbild stammt von hier.

Davor ekelt es mich wirklich, begründet durch scheußliche Erlebnisse mit grünem Faschiertem, vergammeltem Gulaschfleisch und ähnlichen Gschmackigkeiten. Weiters gibt es genug Berichte, dass abgelaufenes Fleisch in diversen Geschäften einfach umetikettiert wurde, und außerdem weiß man nie genau, wie frisch das Fleisch wirklich ist - die Lebensmittelindustrie kann nämlich selbst Gammelfleisch wochenlang frisch halten. Bäh. Das bisschen Fleisch, das es bei uns gibt, kommt übrigens vom Fleischhauer Feiertag am Lendplatz.

Nummer 5:   Dosenerbsen 
 Das Originalbild stammt von hier.

Hier habe ich ausnahmsweise keine oberlehrerhafte Erklärung: Ich mag Dosenerbsen einfach nicht. Sie sind einfach ekelhaft, mehlig und gleichzeitig absolut geschmacksneutral. Wer isst die überhaupt?! 

Nummer 6:    Low-Fat-Produkte 
 
 Das Originalbild stammt von hier.

Also echt: Lieber gleich ordentlich essen. Schlanker wird man davon eh nicht und das ganze Süßstoffzeug kann auch nicht gesund sein. Da ess ich doch lieber ehrlichen Zucker und ehrliches Fett, da weiß man, was man hat ;)

Nummer 7:    Reis im Kochbeutel 
 Das Originalbild stammt von hier.

Reis kochen kann ich gerade noch.

Nummer 8: Maggi-Fix und Knorr-Beutel
 Das Originalbild stammt von hier.

Würzen kann ich auch selber, und außerdem sind die Sackerl meist voller Geschmacksverstärker. Und es schmeckt jedes Mal gleich. Warum kauft man diese Beutel gleich noch mal? Nur Brühpulver gibt es bei uns, aber nur, bis ich eine gute Alternative dafür gefunden habe.

Nummer 9:  Pangasius in jeglicher Variante
 Das Originalbild stammt von hier.

Ekliger antibiotika- und scheißefressender Schlammfisch, der nach nichts schmeckt. Und Fische, von denen man bis vor einigen Jahren noch nie etwas gehört hat, sind mir sowieso suspekt. Pangasius kommt mir jedenfalls nicht auf den Tisch! O_O Wer sich näher informieren will, dem sei die Doku unter folgendem Link ans Herz gelegt.

Nummer 10: Saisonfremdes heimisches Obst und Gemüse
 Das Originalbild stammt von hier.

Okay, hier bin ich wirklich komisch und das Kaufen von Obst und Gemüse, das grad keine Saison hat, ist wohl auch mein Lieblingsthema. Wer schon einmal mit mir einkaufen war, der weiß das - meine Lieblingsnachbarin und Bloggerkollegin Dani zum Beispiel ;)
Ich kaufe Paprika, Tomaten etc. wenn möglich aus Österreich und wenn sie Saison haben. Bei Obst bin ich auch sehr genau: Erdbeeren im März finde ich zum Beispiel einfach pervers, da man sie reif ernten muss, damit sie nach irgendetwas schmecken. Die spanischen Erdbeeren kommen also durch die Anlieferung schon halb zergatscht und teilweise schimmlig bei uns an, schmecken nur nach Wasser und schaden der Umwelt
Ich halte es aus, wenn ich nur einmal im Jahr ganz kurz Erdbeeren essen kann, denn dann schmecken sie wenigstens gut.  
Ähnliches gilt für Spargel, Marillen, Birnen, Äpfel, Gurken, Tomaten und all das andere köstliche Zeugs, das meistens in der Saison viel günstiger ist, als wenn man Importware kauft. Und man freut sich immer schon so auf das Zeug, das bald am Markt zu haben ist, und schwelgt dann wochenlang in köstlichen Produkten... Mmmmh... Einen tollen Saisonkalender findet ihr übrigens hier.
Nur falls jetzt einer glaubt, ich sei päpstlicher als der Papst: Für die Meerschweinchen mache ich ab und zu Ausnahmen - Paprika ist z.B. das absolute Lieblingsgemüse der drei, da gibt es dann ab und zu Bioware im Winter. Und wenn ich im Februar unbedingt Gurken essen muss, dann muss es auch Bio sein. Meistens bin ich aber brav und verkneife mir alles, denn wenn wir ehrlich sind, sie schmecken einfach nicht. Bei Gemüse und Obst, das nicht bei uns wächst (Bananen, Mangos...) bin ich natürlich auch nicht so genau.

So, jetzt kennt ihr die ungeschminkte Wahrheit über meine Essensspinnereien, die sich über die Jahre entwickelt haben. Wenn ich mir die Liste so anschaue, finde ich sie schon etwas merkwürdig - wahrscheinlich dhalten mich jetzt alle für den totalen Futtersnob... :/

Kleines Detail am Rande: Als ich dem weltbesten Freund die Liste präsentiert habe, bezeichnete er mich als "Essnazi". O_O

Findet ihr die Liste schlimm, total übertrieben oder findet ihr euch wieder? Und was kommt euch nicht ins Einkaufswagerl?

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